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Freiburg und Waadt machen Schule

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Nun wird der Grosse Rat konkret über ein interkantonales Gymnasium für die Broye entscheiden können

Bei einem Entscheid war ein Kompromiss kaum möglich: Der Standort des geplanten interkantonalen Gamynasiums für die Broyeebene wird ganz auf Waadtländer Boden sein, und zwar in Payerne. Ansonsten aber haben die beiden Kantone Freiburg und Waadt alles Mögliche unternommen, damit die künftige Mittelschule den Namen «Interkantonal» auf der ganzen Linie verdient. Diese kantonsübergreifende Zusammenarbeit begann schon bei der Lancierung der Idee anfangs der 90er Jahre.

Die «Communauté régionale de développement fribourgeoise et vaudoise» ernannte eine Arbeitsgruppe, die ihre Fühler in beide Kantone ausstreckte und die Anerkennung beider Staatsräte schon bald fand.
Es entstand eine Machbarkeitsstudie und eine interkantonale Arbeitsgruppe, ein Zwischenbericht, eine interkantonale Vereinbarung und ein Kaufversprechen beider Staatsräte für das vorgesehene Landstück in Payerne. Es gab einen neuen Bericht, eine interkantonale Vernehmlassung, und nun unterbreiten beide Kantonsregierungen wohl in den kommenden Monaten zwei Dekretsentwürfe ihren Parlamenten.
Der erste Entwurf betrifft den Grundstückerwerb. In einem Konkordat hat man sich geeinigt, dass das Gebiet «La Blancherie» zwischen der Bahnlinie und der Kantonalstrasse Bern-Lausanne gleich neben einer meteorologischen Messstation das geeignete Gelände für das geplante Gymnasium sei. Beide Kantone werden durch ihre Zustimmung zu gemeinsamen Eigentümern des Grundstücks. Die Idee eines Waadtländer und eines Freiburger Grundstücks wurde fallen gelassen, weil sie dem Geist des Projekts widerspricht.

Selbst der Standortvorteil
wird abgegolten

Das Ganze zum Verkauf stehende Grundstück ist für das Projekt des Gymnasiums zu gross, weshalb sich die Gemeinde Payerne bereit erklärt hat, einen Teil des Grundstücks zu erwerben. Für die beiden Kantone bleiben folglich noch 31700 Quadratmeter, die sie zu einem Quadratmeterpreis von 90 Franken, insgesamt also rund 2,9 Millionen Franken erwerben.

Da nun der Kanton Waadt dennoch mit der Wahl von Payerne einen Standortvorteil geniesst, dürfte die Waadt dereinst 4 Prozent an die Nettobetriebs-
kosten leisten und der Rest proportional zu den Schülern beider Kantone aufgeteilt werden. Dies sieht ein Entwurf eines zweiten Konkordates vor.
Nebst dem Grundstückerwerb müssen die beiden Grossen Räte von Freiburg und Waadt auch gleich über Studienkredite zur Weiterbearbeitung des Projektes entscheiden. Insgesamt machen diese Kredite rund 4,5 Millionen Franken aus. Da sich Freiburg und Waadt alles brüderlich teilen werden, müssen beide Grossen Räte je 1,45 Millionen Franken für das Land, 2,245 Millionen Franken für die Studien sowie die bereits geleisteten Planungsarbeiten, gesamthaft 3,795 Millionen Franken genehmigen. Vor einem Architekturwettbewerb kann noch wenig über die Gesamtbaukosten gesagt werden. Die Grösse des Projektes lässt aber auf eine Grössenordnung von rund 50 Millionen Franken schliessen. Ein provisorischer Zeitplan rechnet damit, dass der Schulbetrieb im Sommer 2005 aufgenommen werden kann. Der Architekturwettbewerb sollte etwa in einem Jahr anlaufen, der Baukredit um September 2002 bewilligt, die Baupläne im April 2002 aufgelegt, und die Bauarbeiten im August 2003 begonnen werden.
Wenn schon alles zu gleichen Teilen zwischen Freiburg und der Waadt aufgeteilt werden soll, dann auch die Schülerzahl. Gemäss jetzigen Voraussagen würde der Kanton Freiburg rund 17 Klassen mit je 22 Broyebezirkler Schülern stellen. Im heutigen Stadium würden sich dazu rund 16 bis 18 Klassen mit Waadtländer Schülern gesellen.

Seebezirk ist auch
vertreten

Gemäss eines später zu genehmigenden Konkordates über die interkantonale Mittelschule für die Broye wird sich das Einzugsgebiet wie folgt zusammensetzen: der Freiburger Broyebezirk, die Bezirke Avenches und Payerne, 20 weitere Waadtländer Gemeinden, drei Gemeinden des Freiburger Glanebezirks und schliesslich die Gemeinden Unterwistenlach/Bas-Vully, Oberwistenlach/Haut-Vully sowie Villarepos aus dem Freiburger Seebezirk.

Gemäss Werner Kull, Dienstchef für den Unterricht der Mittelschule des Kantons Freiburg, hat man dieses Einzugsgebiet hauptsächlich aufgrund der Verkehrsverbindungen definiert. In einer Vernehmlassung hätten sich die Gemeinden dazu positiv geäussert. Während beispielsweise die Seebezirkler Schüler für die Wahl ihrer Mittelschule in der Stadt Freiburg Wünsche anbringen können, müssen die Schüler aus dem Einzugsgebiet das interkantonale Gymnasium in Payerne besuchen. Ausnahmen gibt es nur nach Gesuchen. Vorstellbar ist für Kull auch, dass welsche Schüler aus der Region Murten mittels Gesuch das Gymnasium in Payerne statt Freiburg besuchen können.
Interkantonal ihr Gymnasium auswählen können bislang nur die Schüler aus der Region Kerzers. Dort regelt ein Schulabkommen mit dem Kanton Bern den gegenseitigen Mittelschul-Besuch.

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