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Freiburger Premieren zuhauf

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Autor: frank stettler

Im 60-Meter-Sprint der Frauen ging der Titel ex aequo an Michelle Cueni und Giorgia Candiani (SFG Chiasso). Beide liefen die Zeit von 7,65 Sekunden – auf die Tausendstelsekunde genau. «So etwas habe ich noch nie erlebt und auch noch nie davon gehört. Vor ein paar Jahren war ich bereits einmal mit einer Konkurrentin gleichauf. Damals haben die Tausendstel jedoch entschieden», sagt die Senslerin vom LC Zürich, für die es der erste Titel über die 60 Meter in der Halle ist (und die zweite Medaille nach Silber über 200 m 2005). «Nach zweieinhalb Wochen Training in Südafrika war ich nicht auf die Ränge fokussiert, sondern darauf, das in der Technik Erarbeitete umsetzen und eine gute Zeit zu laufen.» Nachdem Cueni im Winter an der Beschleunigung gefeilt hatte, stand in Südafrika die «fliegende» Phase ab 30 Meter bis ins Ziel im Zentrum. «Mit der Zeit bin ich zufrieden, zumal mir der weiche Hallenboden in St. Gallen nicht so liegt.»

EM in Helsinki im Visier

Auf einen Start über 200 Meter verzichtete Cueni aufgrund von Rückenproblemen. Umso mehr, als sie für den Sommer hohe Ziele hat. «Mit der Staffel sind wir so gut wie sicher für die EM in Helsinki qualifiziert. Ich würde mich auch gerne für einen Einzelstart empfehlen.» Über 100 Meter liegt die Limite bei 11,55 Sekunden. Cuenis Bestzeit liegt bei 11,72. «Es wird nicht einfach. Aber ich bin positiv gestimmt, habe einen guten Winter hinter mir.»

Ende Juni ebenfalls nach Helsinki möchte Valérie Lehmann, die nach Bronze (2006) und Silber (2010) erstmals den Titel über 3000 Meter (9:50,55) und Bronze im 800-m-Rennen gewann. «Meine Bestzeit von 4:13,83 Minuten über die 1500 Meter liegt 1,8 Sekunden über der Limite. Ich fühle mich gut in Form, muss die Limite wohl aber im Ausland laufen», so die Freiburgerin von der GG Bern, die für die geforderte Zeit starke Konkurrenz benötigt.

Hallen-Saison sekundär

Für die SM in St. Gallen hatte sich Lehmann lange überlegt, welche Rennen sie bestreiten soll. «Letztlich wollte ich auf keines verzichten, obwohl ich meine Gewinnchancen über 3000 Meter höher eingeschätzt hatte.» Für das Mitglied des TV Bösingen hat die Hallensaison klar weniger Priorität als die Bahnsaison. Das Training unter dem Dach sei aber eine gute Abwechslung und ermögliche es, den kalten Temperaturen auszuweichen. Nächstes Ziel von Lehmann ist die Schweizer Cross-Meisterschaft in Näfels in zwei Wochen.

Michel Brügger nahm in St. Gallen erstmals an einer nationalen Hallen-SM teil und holte sich über die 5000 Meter gleich Silber (insgesamt die fünfte SM-Medaille). In der Zeit von 8:31,96 Minuten verbesserte er zudem den Freiburger Rekord von Jean-Pierre Kilchenmann aus dem Jahr 1981 um vier Zehntel. «Ich wurde erst Mitte Januar auf diesen Rekord aufmerksam und wusste, dass ich die Zeit unterbieten kann», so der Athlet des TV Bösingen, der in diesem Jahr schon 8:33,11 Minuten gelaufen war und mit einem Top-Ten-Platz beim internationalen Cross in Neukirchen-Grevenbroich (De) auf sich aufmerksam gemacht hatte. «Ich bin sehr gut in Form. Mein Hauptaugenmerk liegt in diesem Winter auf dem Cross. Die Rennen in der Halle dienen als Überbrückung auf die Bahnrennen im Sommer und um die Schnelligkeit zu behalten.»

Die 14-Minuten-Marke

Nur allzu gerne hätte Michel Brügger in St. Gallen Gold geholt. «Ich habe mich selber zu den Favoriten gezählt und wusste, dass ich gewinnen kann. Mit Sieger Julien Lyon habe ich aber nicht gerechnet, eher mit Jérôme Schaffner (Red.: Dritter). So wie das Rennen gelaufen ist, bin ich aber zufrieden.» Weil niemand führen wollte, ging der Freiburger selbst nach vorne, um einen Schlussspurt zu vermeiden, und griff zwei Runden vor Ende an. «Rund 300 Meter vor dem Ziel zog Lyon unwiderstehlich davon.»

Nächster Fixpunkt in der Agenda Brüggers ist die Cross-SM. «Dort will ich vorne mitmischen. Rolf Rüfenacht und Philippe Bandi sind auch dabei.» Im Sommer will Brügger über die 5000 Meter erstmals eine Zeit von unter 14 Minuten laufen (Bestzeit 14:08).

Michelle Cueni (l.) und Giorgia Candiani liefen die 60 Meter ex aequo in 7,65 Sekunden.Bild Keystone

Familie Page:Bronze für die Geschwister

Michael Page von der GG Bern wurde im Rennen über die 60 Meter Hürden in 8,01 Sekunden Dritter. Für den Freiburger war gegen Favorit Andreas Kundert (LC Brühl St. Gallen) und gegen Tobias Furrer (LK Zug) nichts zu holen. Damit hat Page an Schweizer Hallen-Meisterschaften einen kompletten Medaillensatz geholt, nachdem er 2010 Meister und im Vorjahr Zweiter geworden war. Michaels jüngere Schwester Melissa Page wurde im Stabhochsprung hinter Nicole Büchler (ST Bern) und Jasmine Moser (LV Winterthur) Dritte. Die Athletin des CA Belfaux, welche 2011 Silber an der Hallen-SM gewonnen hatte, übersprang die Höhe von 3,80 Metern.

Ohne Pascal Mancini

Grosser Abwesender war Pascal Mancini. Der Freiburger Sprinter wurde bekanntlich zweimal positiv auf das anabole Steroid Nandrolon getestet – laut eigener Aussage aufgrund eines Arztfehlers. Deshalb nimmt Mancini bis auf weiteres in Absprache mit Swiss Athletics an keinen Wettkämpfen teil.fs

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