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Für den richtigen Bettwanzen-Riecher

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Im Hotel Vanil Noir in Grandvillard hat kürzlich die erste Schweizer Zertifizierung für Bettwanzenspürhunde und deren Führer durch einen Schweizer Experten stattgefunden. Nicht etwa, weil das Hotel von Bettwanzen befallen wäre, sondern damit die vier Teams die Prüfung in einer möglichst realen Umgebung absolvieren konnten. Immer häufiger lassen Hotels ihre Räumlichkeiten präventiv nach Bettwanzen absuchen. «In Zukunft wird es bestimmt ein Label ‹wanzenfrei› geben», sagt Patric Corpataux, Verantwortlicher für die Schweiz bei der Bed Bug Foundation, einer unabhängigen Non-Profit-Stiftung, die das Problembewusstsein für Bettwanzen schärfen möchte. Denn auch in der Schweiz haben Hotels, Ferienheime oder auch Privatpersonen immer wieder mit Bettwanzen zu kämpfen. In der Ferienzeit ist das Thema besonders aktuell, da die Verbreitung der winzigen Blutsauger meist passiv über das Reisegepäck erfolgt (siehe Kasten). Es gibt sogar reiche Gäste, die ihre Hotelzimmer im Vorfeld ihres Aufenthalts nach Bettwanzen absuchen lassen, um sicher zu sein, dass Betten und andere Möbel nicht befallen sind.

Schlechte Teams im Einsatz

Patric Corpataux wohnt in St. Ursen und war beruflich während elf Jahren als Profihundeführer tätig. Privat begleitet ihn seine Passion für Hunde noch immer. Nicht zuletzt deshalb ist er seit zwei Jahren Vertrauensperson der Bed Bug Foundation und hat dort mitgeholfen, die internationale Zertifizierung für Bettwanzenspürhunde zu erstellen. Dass nun vier neue Teams – davon drei aus dem Kanton Freiburg – ausgebildet wurden, sei wichtig, sagt der 41-Jährige. «Da die Hundeführer lange Zeit über keinen Qualitätsnachweis verfügten, trieben viele schlechte Teams aus dem In- und vor allem aus dem Ausland ihr Unwesen in der Schweiz», so Corpataux. Überprüft sei aber nicht gleich überprüft.

Die Bed Bug Foundation hält in einem Kodex genau fest, wie ein Einsatz von Bettwanzenspürhunden mit ihren Führern abzulaufen hat. Dieser Kodex sei über mehrere Jahre entwickelt und Ende 2015 veröffentlicht worden, sagt der Biologe Ulrich Lachmuth, zertifizierter Schädlingsbekämpfer und Senatsmitglied bei der Bed Bug Foundation. Das Zertifikat ist nur gültig, wenn das Team – also der Hundeführer und sein Hund – in genau dieser Konstellation im Einsatz stehen. Zudem muss die Prüfung jedes Jahr wiederholt werden. «Das ist nötig, um den Standard hoch zu halten. Unsere Kunden haben eine Erwartungshaltung», so Lachmuth.

Ein trainierter Spürhund kann Bettwanzen wesentlich schneller aufspüren als ein Schädlingsbekämpfer. Um ein Hotelzimmer zu untersuchen, brauche ein Schädlingsbekämpfer etwa drei Stunden, sagt Ulrich Lachmuth. Ein gut trainierter Hund erledige das in fünf Minuten. Die Teams sind nur für das Nachweisverfahren und die Nachkontrolle zuständig. Die eigentliche Bekämpfung muss ein Kammerjäger übernehmen. Ein Bettwanzenspürhund müsse keiner bestimmten Rasse angehören, so Lachmuth. Hunde mit einer spitzen Schnauze eigneten sich jedoch besonders gut.

Der Kanton Freiburg sei bis anhin kein Brennpunkt für Bettwanzenbefälle gewesen, sagt Patric Corpataux. Im Gegensatz zu Lausanne und Genf, wo wegen Bettwanzen viele Gebäude totalsaniert werden mussten. Dennoch gibt es auch in Freiburg immer wieder Bettwanzenfälle. Die zertifizierten Teams sind nun dafür gewappnet.

Zahlen und Fakten

Bettwanzen haben nichts mit Sauberkeit zu tun

Bettwanzen ernähren sich von Blut. Ihre Verbreitung hat nichts mit Sauberkeit und dem sozialen Umfeld zu tun. Wer in den Ferien gestochen wurde, kann fast sicher sein, dass er die Tierchen im Gepäck mit nach Hause bringt. Die Bettwanzen können aber genauso mit Möbeln, Teppichen und anderen Objekten in die Wohnung gelangen. Der Einsatz eines Spürhunde-Teams kostet gemäss Patric Corpataux für ein Zimmer je nach Grösse 50 bis 200  Franken, exklusive Spesen. Wer präventiv vorgehen will, nimmt das Gepäck gar nicht erst in die Wohnung und gefriert es bei minus 20  Grad einen Tag ein. Es hilft auch, die Wäsche bei 60  Grad zu waschen oder bei 50  Grad in den Trockner zu geben.

ak

 

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