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Für «tri-care jobs» ist Ende Jahr Schluss

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Nur noch zwei Jugendliche beschäftigt das Berufsprogramm «tri-care jobs» zurzeit. Beides junge Menschen, die keine Lehrstelle finden und denen durch die Tätigkeit in Arbeitsateliers und die Begleitung durch die Mitarbeiter des Instituts Guglera der Einstieg insArbeitsleben gelingen soll. Nunwird die Zusammenarbeit des Kantons mit dem Institut Guglera für «tri-care jobs» Ende Jahr eingestellt. «Unter den gegebenen Bedingungen kann die Stiftung deStarts das Programm nicht weiterführen», sagt Stiftungsratspräsident Beat Fasnacht, der das Institut Guglera bei Giffers leitet. 36 Franken pro Tag erhält die Guglera vom Kanton für jeden Jugendlichen, der am Programm teilnimmt. Viel zu wenig, damit er das Programm kostendeckend führen könne, so Fasnacht. Weil der Kanton den Betrag nicht erhöhen wolle, habe er die Konsequenzen ziehen müssen und die Zusammenarbeit beendet.

Standort spielt eine Rolle

In der Folge wird unter anderem das Info- und Testcenter für die berufliche Eingliederung von Jugendlichen an der Locarnogasse in Freiburg geschlossen. Er habe zudem die Stellendotation des Guglera-Personals um 300 Stellenprozente kürzen müssen, so Fasnacht. Mehrere Personen mussten deshalb ihr Arbeitspensum reduzieren.

Der Institutsleiter zeigt sich selbstkritisch. «Ich war zu optimistisch und bin mit «tri-care jobs» durchgestartet, obwohl wir das Zentrum für rund 20 Jugendliche in der Galerie Rex im Perolles noch nicht aufgebaut hatten», sagt er. Dieses war ursprünglich als «tri-care jobs»-Standort geplant gewesen, wurde jedoch aus finanziellen Gründen nie realisiert. Die Guglera war vielen Jugendlichen, die mit «tri-care jobs» in den Arbeitsmarkt hätten finden sollen, zu abgelegen. «Nur jeder fünfte Jugendliche, der uns vom Kanton zugeteilt wurde, wollte auch kommen», so Fasnacht.

Zu wenig Teilnehmer

«Wir können die Jugendlichen nicht zwingen, mitzumachen», sagt Charles de Reyff, Dienstchef des kantonalen Amts für den Arbeitsmarkt. Der Kanton habe lange mit Beat Fasnacht über die Zukunft des Programms diskutiert. Zwar habe Fasnacht selber entschieden, die Zusammenarbeit bei «tri-care jobs» zu beenden, bei so wenig Teilnehmern hätte der Kanton das exakt gleiche Programm wohl aber ohnehin nicht weiterhin unterstützten können, sagt de Reyff, «obwohl jede Person zählt».

Bis 2013 hatte die Guglera mit dem Kanton einen Dreijahresvertrag, weil «tri-care jobs» im Rahmen des Programms zur Wiederankurbelung der Wirtschaft Unterstützung erhielt. Ende 2013 lief diese Leistungsvereinbarung aus und es wurde für 2014 ein Einjahresvertrag abgeschlossen (die FN berichteten). Die Tagespauschalen für die Jugendlichen bezahlte der Kanton über den kantonalen Beschäftigungsfonds.

 Im Rahmen des Förderprogramms in der Guglera, das zurzeit 20 Jugendliche besuchen, will Beat Fasnacht versuchen, «tri-care jobs» weiterzuführen. Dass die Zusammenarbeit mit dem Kanton für das Programm aufhört, sieht er nicht als Niederlage an, obwohl ihn die Pensenkürzungen beim Personal schmerzen. Er schaue nach vorn und wolle weiter für die Jugendlichen kämpfen. Ein Dossier für das Ausbauprogramm neuer Lehrateliers liege schon auf seinem Bürotisch.

Kita: Eröffnung ist unsicher

A m Institut Guglera ob Giffers plant Beat Fasnacht im November die Eröffnung der ersten Kindertagesstätte (Kita) des Sense-Oberlandes (FN vom 23. Juli). Nun ist diese in Gefahr. Fasnacht ging davon aus, dass die Kita von der Verlängerung der Anschubfinanzierung für Betreuungsplätze profitieren könne, die National- und Ständerat im September beschlossen haben. Wie er nun aber erfahren habe, hätte er dazu das Gesuch vor dem 1. Juli einreichen müssen oder könne dies erst ab Februar 2015 wieder tun. Rückwirkend sei das Gesuch nicht gültig. «Ich muss dies nun mit den beteiligten Gemeinden und dem Kanton anschauen», so Fasnacht. Bisher sei ein Kind angemeldet, zehn hätten Interesse bekundet. ak

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