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Gartenirrtümer Nr. 2: Der Herbstschnitt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn es um den besten Schnittzeitpunkt von Gehölzen geht, liegen die Experten so sehr über Kreuz, als wären sie einem Mani-Matter-Lied entsprungen. Es fehlt nur noch, dass sie sich mit Schirmen aufs Dach geben. Oder mit Heckenscheren. In einem jedoch sind sie sich einig: Der Herbst ist die mit Abstand ungünstigste Jahreszeit dafür.

Die Gründe leuchten ein. Zuerst einmal lagern Gehölze jetzt Reservestoffe ein, damit sie gut über den Winter kommen und im Frühling genügend Kraft für den Neuaustrieb haben. Schneidet man in dieser Zeit belaubte Zweige oder ganze Äste weg, fallen die Reserven dementsprechend kleiner aus. Das andere Problem sind die Schnittwunden. Jetzt fehlen den Gehölzen die nötigen Ressourcen für eine zügige Wundheilung. Auf den Schnittflächen können sich daher Schadpilze ungehindert ansiedeln, befeuert vom mild-feuchten Herbstwetter. Problemlos wegstecken können das nur Formschnittgehölze und Hecken, die von Natur aus äusserst schnittverträglich sind.

Sie haben immer im Herbst geschnitten, und das war nie ein Problem? Nun ja. Die meisten Gehölze sind hart im Nehmen und erstaunlich nachsichtig, wenn es um Schnittfehler geht. Ansonsten wären sie schon längstens ausgestorben, denn in der Natur erleiden sie ebenfalls Wunden aufgrund von Wind-, Schneebruch oder Wildtierverbiss. Doch dass ein Gehölz Schnittfehler überlebt, heisst nicht, dass es dadurch nicht geschwächt würde. So sind die Leute bass erstaunt, wie schön plötzlich ihre Rosen, Weigelien oder Hortensien gedeihen und wie üppig sie blühen, wenn sie mal korrekt geschnitten werden. Schliesslich entgeht einem meist, dass eine solche Schwächung auch zum Tode führen kann. Gehölze reagieren sehr langsam, mitunter sogar erst Jahre später. Wenn ein Baum oder Strauch also «plötzlich» mitten im Sommer stirbt, so ist nicht selten ein vor Monaten getätigter falscher Schnitt die Ursache.

Wann aber ist denn nun der richtige Zeitpunkt? Eine berechtigte Frage. Mehr dazu in einem Monat.

Nicole Häfliger arbeitet im Bereich Gartenberatung und -planung. Im eigenen Garten zieht sie vor allem Stauden, Gemüse und Heil-/Gewürz­kräuter. haefliger@gartenhaende.ch

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