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Gastlosenkette: Neun Seillängen bei höchstem Schwierigkeitsgrad an einem Tag

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Autor: walter buchs

«Diese Route gehört für einen Freikletterer zu den zehn grössten Herausforderungen weltweit.» Dies sagt der Berufskletterer Giovanni Quirici von der Route «Yeah Man» in der Nordwestwand der Pfadflue in der Gastlosenkette oberhalb von Jaun im Gespräch mit den FN. Vom ebenfalls in der Region Genf ansässigen Bergführer Guy Scherrer, der die Route vor zehn Jahren zusammen mit dem Greyerzer Bergführer François Studenmann ausgerüstet hatte, wurde Quirici auf die Kletterberge oberhalb von Jaun aufmerksam (siehe Kasten).

Ohne Hilfsmittel durch die senkrechte Wand

Seit 6 bis 7 Jahren reist der diplomierte Biologe Giovanni Quirici als Berufskletterer rund um die Welt auf der Suche nach den grössten Herausforderungen im freien Klettern. «Es ist sehr selten, dass man eine rund 300 Meter hohe, senkrechte Wand mit einem konstant höchsten Schwierigkeitsgrad findet», sagt Quirici im Restaurant des Hotels Wasserfall in Jaun, während er seine leuchtenden Augen hinauf zu den wolkenverhangenen Sattelspitzen richtet.

Sein Ziel sei es nun, diese Wand im freien Klettern an einem einzigen Tag zu überwinden, nachdem er im vergangenen Herbst jeden Abschnitt bereits einmal frei geklettert hatte. Für die neun Seillängen mit einem Schwierigkeitsgrad zwischen 7a und 8b+ (zweitletzte Seillänge) rechnet Quirici mit etwa sieben Stunden. Der Kletterer will dabei das Ganze mit eigener Kraft und ohne Hilfsmittel überwinden. Selbstverständlich ist er an einem Seil gesichert.

Für den Sicherungskletterer wurde in den vergangenen drei Wochen ein Kabel installiert, damit er schneller vorwärtskommt. «In den vergangenen Tagen habe ich bereits einen ersten Durchstieg gemacht», sagt der eher leicht gebaute Quirici. Dabei sei er ein Mal ins Seil gefallen, und zwar in der 8. Seillänge (8b+). Ziel sei natürlich ein Aufstieg ohne diesen Zwischenfall. Dazu müsse die Wand, die meist im Schatten liegt, möglichst trocken sein. Wenn das in dieser Woche nicht gelingt, wird der Berufskletterer im September ins Jauntal zurückkehren, denn nächstens beginnt ein Projekt in Kirgisistan.

Film über Klettern und die Region

«Mir geht es keineswegs nur um die sportlichen Leistungen. Mir geht es darum, mit dem Berg in Verbindung zu treten, und dies mit grossem Respekt», ordnet Quirici sein Vorhaben ein. Um eine solche Leistung zu vollbringen, brauche es nach einer minutiösen Vorbereitung mentale und körperliche Stärke, Lockerheit und entschlossenes Vorgehen während des ganzen Aufstiegs.

Der erstmalige Aufstieg der «Yeah Man»-Route im freien Klettern wird in einem Film festgehalten. Auch der Kameramann steigt dank der technischen Einrichtung hoch. Es ist ein Film mit einer Länge von 26 Minuten geplant. Neben der Kletterei hat es Aufnahmen und Kurzinterviews mit Personen aus der Region. Giovanni Quirici und Realisator Evrard Wendenbaum hoffen, den Film am «Festival de montagne» von Grenoble Anfang November erstmals zeigen zu können, mit dem Ziel, dass er von Fernsehstationen übernommen wird. Dann soll er auch am Sommerfestival 2010 in Les Diablerets vorgeführt und als DVD vertrieben werden.

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