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Gault Millau sagt Pierrot Ayer Adieu

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15 Jahre lang hat er in seinem Restaurant Pérolles gekocht, vor zehn Tagen schloss er die Küchentür endgültig: Pierrot Ayer. Der Freiburger Spitzenkoch ist vom Gourmetführer Gault Millau seit Jahren mit 18 Punkten ausgezeichnet worden. Nun wurde der 56-Jährige verabschiedet, als Aussteiger des Jahres: «Ein grosser Chef tritt ab», heisst es in der Mitteilung von Gault Millau.

Gestern wurde die Ausgabe 2018 des Führers vorgestellt. Koch des Jahres ist Franck Giovannini vom Restaurant Hôtel de Ville im waadtländischen Crissier – dem Lokal, in dem bereits Frédy Girardet, Phi­lippe Rochat und Benoît Violier gewirkt haben. Giovannini hatte bereits vor einem Jahr den 19. Gault-Millau-Punkt erhalten. Dies sei der richtige Entscheid gewesen, heisst es nun in der Mitteilung. Im weltberühmten Restaurant würden immer mehr Schweizer Produkte serviert. Und in den grossen Menüs gebe es «mit grösster Selbstverständlichkeit und in grandioser Qualität reine Gemüsegänge». Köchin des Jahres – eine Auszeichnung, die selten vergeben wird – ist Virginie Basselot vom Restaurant La Réserve bei Genf.

Vier Freiburger Neulinge

Über 800 Restaurants haben die 45 Testerinnen und Tester von Gault Millau überzeugt, so dass sie im Führer zu finden sind. 85 Adressen sind erstmals aufgeführt. Darunter sind auch vier Freiburger Lokale: Das Grand Pont in Freiburg unter der Leitung von Pascal Géraudel sowie Le Baron von Virginie Tinembart in Val-de-Charmey steigen beide mit 14 Punkten ein. Die Stadtfreiburger Restaurants Ben et Leo von Léonard Gamba und Benoît Weber sowie La Suite von Aurélien Chaussénéry erhalten 13 Punkte.

Vier Freiburger Aufsteiger

Vier Restaurants erhalten bessere Noten als im Vorjahr: So steigert sich die Käserei in Murten auf 16 Punkte. Und das Hôtel de Ville in Vaulruz erhält bereits zum zweiten Mal in Folge einen Punkt mehr – 15 sind es nun. Auf neu 14 Punkte kommen La Pinte du Vieux Manoir in Murten und La Salamandre in Portalban.

Nach dem Ausstieg von Pierrot Ayer ist Alain Bächler vom Trois Tours in Bürglen nun der einzige Freiburger Koch mit 18 Punkten.

Gault Millau verleiht auch Gastronomie-Produkten eine Qualitätsauszeichnung. Zum zweiten Mal in Folge empfiehlt der Gourmetführer ein Schweizer Produkt: die Fondues des Freiburgers Unternehmens Wyssmüller.

Fakten

Die ausgezeichneten Freiburger Lokale

32 Restaurants aus dem Kanton Freiburg sind im Gault Millau Schweiz 2018 aufgeführt. Im Folgenden sind sie nach Ortschaften geordnet aufgelistet. Hat sich die Punktezahl verändert, steht in Klammern an zweiter Stelle das letztjährige Resultat.

Erstmals verzeichnet: Freiburg: Ben et Leo im Café de la Fonderie (13), Du Grand Pont (14), La Suite (13); Val-de-Charmey: Le Baron (14). Aufsteiger: Murten: Käserei (16/15), La Pinte du Vieux Manoir (14/13); Portalban: La Salamandre (14/13); Vaulruz: Hôtel de Ville (15/14). Unveränderte Punktzahl: Avry-devant-Pont: Le Vignier (15); Bulle: Cheval Blanc (13); L’Ecu (14); Cerniat: La Pinte des Mossettes (16); Charmey: Cailler (15); L’Etoile (13); Düdingen: Zum Ochsen (14); Estavayer-le-Lac: Le Rive Sud (13); Freiburg: Aigle Noir (15), Au Sauvage (16), Le Beausite (13), La Cène (15), Hôtel de Ville (16); Freiburg/Bürglen: Des Trois Tours (18); Gempenach: Zum Kantonsschild (14); Greng: La Tavola Pronta (14); Léchelles: Auberge communale (15); Lugnorre: Auberge des Clefs (14); Murten: Da Pino «Frohheim» (13); La Roche: L’Unique (12); Salvenach: La Maison Salvagny (13); Villarepos: Auberge de la Croix Blanche (15). Punkteverlust: Châtel-sur-Montsalvens: De la Tour (14/15); Sugiez: Hôtel de l’Ours (13/14). Nicht mehr aufgeführt: Corminboeuf: Lusine (13). Geschlossen: Freiburg: Auberge de la Cigogne (13), Le Pérolles (18).

njb

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