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Gedanken zur Verfassung

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Gedanken zur Verfassung

Jahresbericht des Heimatkundevereins

Die Stellungnahme zum Verfassungsentwurf und zu Mobilfunkantennen sind zwei der Aktivitäten des Deutschfreiburger Heimatkundevereins im vergangenen Jahr. Morgen hält er in Düdingen seine Jahresversammlung ab.

Der Heimatkundeverein (HKV) hat sich im Rahmen der Vernehmlassung zum Entwurf für eine neue Kantonsverfassung vor allem zur Sprachenfrage, zur kulturellen Vielfalt sowie zu den Artikeln, die Fragen zur Umwelt, der Raumplanung, dem Natur- und Heimatschutzes sowie der territorialen Gliederung zum Inhalt haben, geäussert. Er zeigt sich befriedigt darüber, dass mit der Doppelbezeichnung «Freiburg/Fribourg» der zweisprachige Charakter der Kantonshauptstadt unterstrichen werden soll.

Hingegen lehnt er in der Sprachenfrage den Begriff «Territorialitätsprinzip» entschieden ab. Er ist überzeugt, dass dieser Begriff unterschiedlich und vor allem zum Nachteil Deutschfreiburgs interpretiert wird.

Der HKV glaubt, dass die neue Verfassung zu überladen ist und noch «abspecken» muss. «Was Freiburg braucht, ist eine moderne, die Nachhaltigkeit betonende Verfassung, die ein klares Bekenntnis zur Zweisprachigkeit ablegt und der angestammten sprachlichen Minderheit grösstmöglichen Schutz gewährt», hält er fest.

Freiburg hat ein Identitätsproblem

In der immer noch nicht gelösten Frage der zweisprachigen Beschriftung des Bahnhofs Freiburg ortet der HKV ein Identitätsproblem Freiburgs. «Nur mit gelebter, alltäglicher und konsequenter Zweisprachigkeit liesse sich diese auch gewinnbringend umsetzen», ist er überzeugt.

Solide Argumentation

Besonders Sorge bereitet dem Heimatkundeverein, dass der Natur- und Heimatschutz in den letzten Jahren im Interesse der Bauwilligen und der Wirtschaft unter Druck geraten ist. Er wehrt sich gegen den Vorwurf, dass durch die Wahrnehmung des Beschwerderechts durch die Umweltverbände dringende Bauvorhaben verschleppt oder gar verhindert würden und damit der Wirtschaft geschadet werde. Gerade der Umstand, dass Beschwerden von Umweltorganisationen vor den Gerichten öfter gutgeheissen würden als die anderer Instanzen, zeige, dass die Umweltorganisationen fundiert argumentierten und die beanstandeten Projekte tatsächlich Mängel aufwiesen. «Im Natur-, Landschafts- und Heimatschutz brauchen wir nicht neue Gesetze, sondern einen konsequenten Vollzug der bestehenden Vorschriften», hält Beat Hayoz, Präsident des HKV, in seinem Jahresbericht fest.

Zu dichtes Netz von Antennen

In einem Brief gelangte der HKV an die kantonale Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion und erkundigte sich nach einer Übersichtskarte mit den Standorten für Mobilfunkantennen. Er erwartet, dass die Erstellung von solchen Bauwerken koordiniert wird. «Eine vollständige Abdeckung unseres Landes mit drei parallelen Netzen ist aus Landschafts-
gründen inakzeptabel», ist der HKV überzeugt. ja

Jahresversammlung des HKV am Samstag, 20. September, um 13.30 Uhr im grossen Saal des Begegnungszentrums. Um 15 Uhr heimatkundlicher Teil mit verschiedenen Exkursionen (Sozialzentrum Wolfacker, Schloss Balliswil, Landwirtschaftszentrum Düdingen).

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