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Gemeinderat soll agieren statt reagieren

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Kommentar

Autor: Marc Kipfer

Gemeinderat soll agieren statt reagieren

Wann immer es in Murten um Verkehrs- und Parkplatzprobleme geht, vermittelt der Gemeinderat den Eindruck, er reagiere nur, anstatt selber zu agieren. So auch im aktuellen Fall: Die Rathausgasse solle zur Einbahnstrasse werden, liess der Gemeinderat vor zehn Wochen verlauten, nachdem eine Petition von Anwohnern und Gewerbetreibenden genau dies gefordert hatte.

Jetzt, da der Kanton das Gesuch abgelehnt hat, stellt die Gemeinde ihr Einbahn-Projekt zurück und wechselt die Argumentation: Die baldige Sanierung in der oberen Hauptgasse geniesse Priorität. Und: das Verkehrskonzept sei eine komplexe Angelegenheit, die es vernetzt zu betrachten gelte. Beide Argumente führte Detaillisten-Präsident Bernhard Aebersold schon Anfang März ins Feld. Doch damals hinderten sie die Gemeinde nicht daran, den Anliegen der Petition überstürzt Folge zu leisten.

Der Gemeinderat handelt zurzeit wie ein eingeschüchterter Regisseur, der tut, was seine Schauspieler von ihm verlangen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen, weil in der Murtner Verkehrsproblematik viele Hauptdarsteller lautstark mitreden und weil der Gemeinderat sein Drehbuch offenbar immer wieder anpasst. Konstant bleiben nur die Fakten: Der Parkplatzsuchverkehr in der Altstadt ist für alle Beteiligten – und in allen Gassen – mühsam. Nordöstlich der Ringmauer gibt es zu wenig Parkplätze. Und das City-Parking südwestlich der Mauern ist schlecht ausgelastet, weil seine falsch konzipierte Einfahrt vom Stedtli aus nur über Umwege erreichbar ist.

Wenn die Gemeinde nun wie angekündigt auf das Verkehrskonzept in der Ortsplanung setzen will, dann muss sie darin Lösungen bündeln, welche die Verkehrs- und Parkplatzsituation im Stedtli und rundherum nachhaltig verbessern. Wenn dieses Drehbuch in einigen Monaten fertig geschrieben ist, sollte der Gemeinderat daran festhalten. Verfällt er stattdessen wieder in Opportunismus, wird der Film garantiert ein Flop.

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