Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gempenach weiss noch nicht wohin

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Gemeinde Gempenach muss sich sputen: Weil der Primarschulkreis ­«Abgru» per 2018 aufgehoben wird, braucht es dringend eine neue Lösung für die rund 15 Schülerinnen und Schüler von Gempenach. «Mit Gurmels haben wir Gespräche geführt, mit Kerzers einen Termin vereinbart, und Verhandlungen mit Murten folgen möglichst rasch», informierte der Ammann von Gempenach, Jürg Kunz, am Donnerstag an der Gemeindeversammlung. Sobald die Gespräche durch seien, werde eine ausserordentliche Gemeindeversammlung stattfinden. «Zwar könnte auch der Gemeinderat die Entscheidung fällen, welchem Primarschulkreis wir uns anschliessen», stellte Kunz fest, «doch wir wollen die Versammlung darüber abstimmen lassen, damit der Entschluss breit abgestützt ist.» Viel Zeit bleibt den Gempenachern nicht: Bis Mitte Juni muss die Lösung auf dem Tisch liegen.

«Abgru» wird per 2018 aufgehoben, weil der Schulkreisgemäss Schulgesetz zu klein ist. Die anderen zwei «Abgru»-Gemeinden haben sich bereits entschieden: Ried bei Kerzers wird sich dem Schulkreis Kerzers und die Gemeinde Ulmiz dem Schulkreis Gurmels anschliessen.

Fusion mit Murten?

«Wir sind immer noch gleich weit wie an der Informationsveranstaltung der Gemeinde von Anfang April», sagte eine Votantin, «das kann es doch nicht sein.» Kunz gab zu bedenken, dass die Mühlen halt langsam mahlen.

Eine Bürgerin wollte wissen, ob eine Übergangslösung mit Ried denkbar wäre: «Das wäre bestimmt besser für die Kinder, denn so hätten sie nicht einen langen Schulweg.» Diese Möglichkeit werde geprüft, sagte Kunz. «Wir sollten in die Richtung der politischen Fusion gehen», gab eine Bürgerin zu bedenken, «und wir haben abgestimmt, dass wir zu Murten gehören wollen.» Dieses Votum erhielt Zustimmung: «Die Gempenacher Bevölkerung hat den Weg Richtung Murten klar angezeigt», sagte ein Bürger. Ried wäre dennoch eine Option, sagte Kunz dazu, «es ist auch eine finanzielle Frage». Die politische Zugehörigkeit und die Schule voneinander zu trennen, mache keinen Sinn, sagte ein Bürger. «Wir gelten als die Gemeinde, die noch nicht weiss, was sie will», fügte er hinzu. «Deshalb sollten wir eine Übergangslösung finden.» Diese Meinung teilten nicht alle: «Mit Ried spuren wir den Weg weg von Murten vor», sagte eine Frau.

Ob es denn nicht möglich sei, das Schulhaus in Gempenach weiterhin zu betreiben, wie dies zum Beispiel auch in Jeuss der Fall sei – «Jeuss gehört jetzt ja auch zu Murten». Das wolle Murten nicht, sagte Gemeinderat Hans Ulrich Möri. «Zuerst werden die Schulhäuser in Murten gefüllt.» In die Orientierungsschule gehen die Gempenacher bereits heute nach Murten. «Ich wünsche mir eine langfristige Lösung», sagte Möri nach der Versammlung gegenüber den FN. Mehr wollte er dazu nicht sagen.

Zahlen und Fakten

Ammann Jürg Kunz gibt sein Amt ab

Die Rechnung der Gemeinde Gempenach schliesst bei einem Aufwand von rund 1,01 Millionen Franken und zusätzlichen Abschreibungen mit einem Gewinn von rund 2400 Franken. Zum Schluss der Versammlung gab Gemeindepräsident Jürg Kunz überraschend seinen Rücktritt bekannt: «Wegen eines persönlichen Projekts werde ich per Juli aus dem Gemeinderat austreten.» Demnächst würden deshalb Wahlen stattfinden.

emu

Mehr zum Thema