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Gewerkschaften treten geeint auf

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Es ist, als hätten sich BernardFragnière, Präsident des Staatspersonalverbandes Fede, und Gaétan Emonet, Präsident des Freiburger Lehrerverbandes DFL, im Voraus abgesprochen: Beide erwarten, dass heute Abend zwischen 1000 und 1200 Personen gegen die Sparmassnahmen im Bildungswesen demonstrieren gehen. Die beiden Personalverbände zeichnen gemeinsam verantwortlich für die Organisation der Demonstration, die um 17 Uhr auf dem Georges-Python-Platz in Freiburg beginnen soll.

Die Kundgebung wird von zahlreichen weiteren Verbänden getragen, so Bernard Fragnière gegenüber den FN. Er erwähnt fünf Lehrerverbände aller Stufen, aber auch die Hochschulen und den Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD. Sein Kollege Gaétan Emonet ergänzt, dass angegliederte Organisationen den Protest unterstützen: Studentenverbindungen, Psychomotorik-Therapeuten, angehende Gymnasiallehrer oder Personal der Pädagogischen Hochschule. Und nicht zu vergessen: die Eltern. «Sie sind uns wichtig, weil die Massnahmen Folgen für die Qualität des Unterrichts haben», so Fragnière. Emonet erklärt, dass die Mobilisierung auf breiter Ebene erfolgte. DiePersonalverbände hätten Flugblätter in Schulen des ganzen Kantons verteilt, dazu Sitzungen und Informationsanlässe abgehalten.

Anders als letzten Herbst

Fragnière wie auch Emonet betonen, dass die Verbände geeint in die Kundgebung gehen. Die Situation präsentiere sich anders als im Herbst letzten Jahres, als eine zweite Kundgebung gegen die vom Staatspersonal zu erbringenden Opfer von der Fede nicht mitgetragen wurde (siehe Kasten). Damals hatte der Staatsrat Konzessionen gemacht, und die Fede war der Ansicht, diese Konzessionen gelte es nicht aufs Spiel zu setzen. «Nun präsentiert sich die Situation inhaltlich anders», so DFL-Präsident Emonet. «Alle Verbände bekunden ihren Willen zum Mitmachen und haben ein Interesse daran, geeint aufzutreten.» Wie er sagt, arbeite der VPOD nun eng mit der Fede zusammen.

Die Vernehmlassung zum Sparpaket im Bildungswesen geht nächste Woche zu Ende. Man habe die Kundgebung vor Ende der Vernehmlassung machen wollen, um gegenüber dem Staatsrat ein Zeichen zu setzen, so Bernard Fragnière. Gaétan Emonet präzisiert, dass das Ende der Vernehmlassung genau auf Ostersonntag fällt: «Der Staatsrat hat nicht gut auf den Kalender geschaut, als er die Vernehmlassungsfrist festlegte.»

Parallel zur Vernehmlassung fand letzten Donnerstag ein Treffen zwischen Personalvertretern und der Erziehungsdirektion statt, so die beiden Gewerkschafter. «Es gab einige Punkte des Massnahmenplans zu klären», so Fragnière. «Mehrere Punkte waren nicht klar.» Er erwähnt die Massnahmen, welche jene Gymnasiallehrer betreffen, die im Maturajahr nur bis zum 31. Mai unterrichten. Oder die Kriterien, wann auf Primarschulstufe Klassen geöffnet oder geschlossen werden sollen. «Einige Ziffern waren nicht klar», so Fragnière. Dazu hätten die Gewerkschaften ihr Unbehagen über die Arbeitsbedingungen der Lehrerschaft geäussert.

 «Wir haben dem Staatsrat erklärt, welche Auswirkungen gewisse Massnahmen in der Praxis haben könnten», so Gaétan Emonet. «Und wir machten deutlich, dass einige Massnahmen nicht den Spareffekt haben, den der Staatsrat erwartet. Wir versuchten klarzustellen, dass der Staatsrat die Massnahmen nicht gut evaluiert hat.» Die Gespräche mit der Regierung würden auch nach der Kundgebung und der Vernehmlassung weitergehen. Emonet sagt: «Der Staatsrat weiss nun, dass wir Partner sind und was unsere Bedingungen sind.»

Verfahren: Status quo bei Fragnière

M it dem Abseitsstehen der Freiburger Fede bei der Demonstration gegen Sparmassnahmen des Staates hatte sich deren Präsident Bernard Fragnière Ärger eingehandelt: Die nationale VPOD setzte ihn als Zentralsekretär für die Westschweiz ab (FN vom 17.1.). Gekündigt wurde ihm aber nicht. «Die Situation ist unverändert», so Fragnière nun auf Anfrage der FN. «Noch ist nichts geregelt. Ich habe den Entscheid bei der internen Rekursinstanz angefochten.» uh

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