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Gold für Freiburger Erfinder

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Der Hochsitz «Mirate» von Wildhüter Gérard Andrey

Die 1200 Gegenstände, welche an der diesjährigen Erfindermesse in Genf zur Begutachtung gelangten, wurden in 15 Kategorien eingeteilt. In jeder Kategorie werden die drei besten Produkte mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Eine der fünfzehn Goldmedaillen kam dieses Jahr ins Freiburgerland. Dem Wildhüter Gérard Andrey wurde in der Kategorie Sport und Freizeit für seine Erfindung der erste Preis verliehen. Das Diplom erhielt er vom Sport- und Sicherheitsdienst der Stadt Genf.

Vor sechs Jahren hat der gelernte Feinmechaniker, Naturfreund und Jäger Gérard Andrey seinen bisherigen Beruf an den Nagel gehängt und ist Wildhüter geworden. Schnell stellte er fest, dass für die Überwachung des Wildes kein geeigneter Hochsitz auf dem Markt zu finden sei. Weil das Wild die ihm drohenden Gefahren aus der Höhe nicht wahrzunehmen vermag, müssen Wildhüter, Jäger und Ornithologen zur Beobachtung des Wildes oft stundenlang auf einer minimalen Höhe über dem Boden ausharren. Die zahlreichen bisherigen Versuche, sowohl aus Jägerkreisen wie auch von den Wildhütern, einen geeigneten Hochsitz zu bauen, sind alle mehr oder weniger gescheitert.

Alle Mängel behoben

Alle bisherigen auf dem Markt erschienenen Hochsitze sind mit grossen Mängeln behaftet. Bei dem von Gérard Andrey patentierten Hochsitz sind alle bisherigen Mängel mit einem Schlag aus der Welt geschafft worden. Der teleskopische Hochsitz ist ausziehbar bis zu einer Länge von 3,5 Metern und wegen seines geringen Gewichtes von 14 kg und elf verstellbaren Grössen leicht zu transportieren und zu versorgen. «Miratel» ist ein Teleskop-Aussichtsturm, der nicht zu hoch und nicht zu niedrig ist. Er eignet sich für alle Situationen und kann zudem ohne spezielle Ausrüstung in weniger als zwei Minuten aufgebaut werden. Das Gerät kann wie ein Rucksack problemlos stundenlang mitgenommen werden.

Nicht erste Erfindung

Diese Erfindung ist für Gérard Andrey nicht die erste, denn bereits vor sieben Jahren entwickelte er einen Kinderschlitten, der von einer deutschen Firma übernommen wurde. «Weil ich es verpasst hatte, diese Erfindung patentieren zu lassen, ging ich leer aus», sagte Andrey. Ein zweites Mal werde er sich das nicht mehr bieten lassen.

Nachdem Gérard Andrey in nächtelanger Kleinarbeit seine Erfingung auf das Papier gebracht hatte, wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Zbinden in Posieux der erste Entwurf gebaut.
Beim Bundesamt für geistiges Eigentum fand seine Erfindung grosse Beachtung. Dort wurde ihm angeraten, sein Produkt an der grössten internationalen Erfindermesse in Genf vorzustellen. Andrey staunte nicht schlecht über die grosse Beachtung, welches die Geschäftsleute seinem Produkt an der Ausstellung in Genf entgegenbrachten. Fünfzehn Minuten nach der Eröffnung der Ausstellung, wurde sein Hochsitz bereits von drei europäischen Ländern gefilmt. Von einer französischen Firma wurde ihm im Laufe der Ausstellung eine Million Franken für den Kauf des Patents anerboten.
Um aber die Zukunft seines Produktes abzusichern, ging es Gérard Andrey in erster Linie darum, seine Erfindung nicht dem Meistbietenden zu verkaufen, sondern jene Firma sollte berücksichtigt werden, welche ihm weltweit das beste Verkaufssystem zu bieten hatte. Den Zuschlag erhielt, nach zähen Verhandlungen, schliesslich Bruno Bertschy von der Firma Tespa-Handels AG in Wohlen.
Der bisherige finanzielle Aufwand des ganzen Unterfangens beläuft sich auf rund 50000 Franken. «Es war schwieriger, eine Bank zu finden, welche mir für diese Erfindung den nötigen Kredit gewährte, als die Vermarktung des Projektes zu organisieren.» Trotz dieses grossen Erfolges wird Gérard Andrey weiterhin als Wildhüter tätig bleiben. Er liebe seine Arbeit, er sei vor allem Wildhüter und nicht Geschäftsmann. Sein Erfindergeist ist damit aber noch nicht gestillt, denn bereits schlummert ein neues Projekt in seinem Kopf.

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