Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron betreibt in Lugano Aufbauhilfe

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Nachdem Gottéron auswärts zuvor viermal in Folge gepunktet hatte, reisten die Freiburger gestern für einmal wieder mit leeren Händen von der Partie beim kriselnden HC  Lugano heim. Es war eine Niederlage, die absolut vermeidbar gewesen wäre. Zwar sagt die Schussbilanz nicht immer alles über die Stärkeverhältnisse aus, dass es aber in dieser Hinsicht am Ende 32:20 für die Gäste stand, unterstreicht, dass Gottéron über weite Strecken keineswegs das schlechtere Team war. Unter dem Strich war Lugano allerdings einen Tick effizienter – auch weil Elvis Merzlikins, der nach dem Match von den Fans mit lautstarken Sprechchören gefeiert wurde, das Torhüterduell gegen Freiburgs Reto Berra klar gewann. «Wir hätten mehr verdient. Es ist frustrierend, nach so einer Partie ohne Punkte heimzufahren», sagte Gottéron-Stürmer Killian Mottet nach dem Spiel, in dem Gottéron diszipliniert und engagiert wirkte. «Wir haben einfach nicht genügend Tore erzielt. Wenn du gewinnen willst, musst du halt meist mehr als nur zwei Tore schiessen. Vielleicht haben wir einfach nicht für genug Verkehr vor dem gegnerischen Tor gesorgt.»

Gottérons guter Start

Dabei begann das Spiel aus Freiburger Sicht positiv. Es sei entscheidend, was man als Gast diesem hohen Energielevel zu Beginn des Spiels entgegenzusetzen habe, hatte Gottéron-Verteidiger Philippe Furrer im Vorfeld der Partie mit Blick auf die heissblütigen Lugano-Fans gesagt. Und: Die Freiburger hatten den Tessinern einiges entgegenzusetzen. Von Beginn an spielten die Gäste mehrheitlich stilsicher, von einem eigentlichen Startfurioso Luganos, wie es auch Freiburg in der Resega in den letzten Jahren oft über sich hatte ergehen lassen müssen, konnte nicht die Rede sein. Zwar kam das Heimteam vereinzelt zu Chancen, Gottéron war aber mindestens ebenso gefährlich – insbesondere bei schnellen Gegenstössen. Einen solchen Konter schloss Julien Sprunger in der 10. Minute nach schöner Vorarbeit von Andrew Miller zum 1:0 für die Gäste ab.

Es ist nicht so, dass Gottéron im Startdrittel vollends fehlerfrei spielte, doch als ab und zu die Zuordnung nicht stimmte und Lugano in guter Position zum Abschluss kam, war den Tessinern die Verunsicherung anzumerken. Entweder schossen sie daneben oder spielten zu umständlich. Bestes Beispiel dafür war in der 15. Minute Topskorer Grégory Hofmann. Statt allein und zentral vor dem Tor stehend zu schiessen, passte er den Puck zum Entsetzen des raunenden Publikums zum schlechter postierten Benoit Jecker.

Den Todesstoss verpasst

Dass sie die Verunsicherung des Heimteams nicht ausnutzten und es nach zwei Dritteln stattdessen 1:1 stand, hatten sich die Freiburger selbst zuzuschreiben. Lange Zeit waren die Gäste im Mittelabschnitt die spielbestimmende Mannschaft und erspielten sich gute Chancen. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison verpassten sie es allerdings, sich dafür zu belohnen. «In dieser Phase haben wir klar dominiert, da hätten wir das zweite oder gar dritte Tor erzielen müssen», so Mottet.

Lugano kam erst in den Schlussminuten besser auf – und erzielte prompt den Ausgleich. In der 38. Minute schlich sich der flinke Alessio Bertaggia etwas gar einfach durch das Verteidigerduo Furrer/Abplanalp und bezwang Berra erstmals. Es war erst Luganos sechster Schuss in diesem Drittel, der elfte in der gesamten Partie.

Wilderes Spiel im Schlussdrittel

Vor dem Schlussdrittel machte der Speaker die Fans in der Resega noch einmal richtig heiss, wies sie dazu an, alle aufzustehen und Lärm zu machen. Dem Team, das zudem durch den Ausgleich offensichtlich Selbstvertrauen zurückgewonnen hatte, schien das zu helfen. Lugano startete sehr druckvoll in den letzten Abschnitt, es überraschte nicht, dass Grégory Hofmann in der 43. Minute entwischte und Berra aus spitzem Winkel noch mit einem Schüsschen durch die Beine düpierte, nachdem er von Abplanalp mit einem Foul eigentlich bereits abgedrängt worden war. Zwar zeigte Freiburg – sowohl in Überzahl als auch in Unterzahl das statistisch schlechteste Team der Liga – wenig später, dass es in Sachen Special Teams im Aufwind ist, als Topskorer Sprunger mit seinem zweiten Treffer des Abends das zweite Gäste­power­play zum Ausgleich nutzte.

Doch das Spiel war in diesem letzten Drittel nicht mehr das gleiche wie zuvor, daran änderte auch das 2:2 nichts. Die Partie war nun wilder, emotionaler, was dem Heimteam entgegenkam. Das entscheidende Tor des Abends gelang schliesslich dem aufgerückten Verteidiger Julien Vauclair, als er achteinhalb Minuten vor Schluss nach schöner Vorarbeit des viel gescholtenen Linus Klasen aus zentraler Position zum Schuss kam und Berra erneut zwischen den Beinen erwischte.

Erneute Reaktion gefordert

Gottérons Lage am Strich präsentiert sich 16 Runden vor Schluss damit ungemütlicher denn je. Die Freiburger haben es verpasst, Lugano zu distanzieren, und haben ihrerseits nun bereits drei Punkte Rückstand auf den Strich. Das Team von Mark French muss im heutigen Heimspiel deshalb unbedingt punkten. Dumm nur, dass mit Zug der Tabellenführer zu Gast ist, der insbesondere auswärts überaus stark ist. «Nun müssen wir halt ein nächstes Mal zeigen, dass wir Charakter haben. Wir haben in dieser Saison schon mehrmals gut auf bittere Niederlagen reagiert», schliesst Mottet.

Telegramm

Lugano – Gottéron 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)

6213 Zuschauer. – SR Eichmann/Massy, Castelli/Wolf. – Tore: 10. Sprunger (Miller) 0:1. 38. Bertaggia (Morini) 1:1. 43. Hofmann 2:1. 45. Sprunger (Bertrand/Ausschluss Sannitz) 2:2. 52. Vauclair (Klasen) 3:2. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Lugano, 3-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Lugano: Merzlikins; Ulmer, Julien Vauclair; Loeffel, Chorney; Chiesa, Riva; Jecker, Ronchetti; Walker, Sannitz, Hofmann; Bürgler, Lajunen, Klasen; Bertaggia, Morini, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Vedova.

Freiburg-Gottéron: Berra; Holos, Chavaillaz; Stalder, Abplanalp; Schneeberger, Furrer; Marco Forrer; Tristan Vauclair, Meunier, Marchon; Bertrand, Slater, Mottet; Miller, Walser, Sprunger; Rossi, Schmutz, Lhotak.

Bemerkungen: Lugano ohne Lapierre (gesperrt), Reuille, Cunti, Sartori, Wellinger und Haapala (alle verletzt), Gottéron ohne Schilt, Bykow (beide verletzt), Micflikier (überzähliger Ausländer). – Gottéron ab 58:10 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Hofmann, Sprunger.

Der heutige Gegner

Fakten zum EV Zug

• Der EVZ gewann fünf der letzten sechs Spiele in Freiburg.

• In bisher 16 Auswärtsspielen holten die Zuger 34 Punkte. Damit sind sie das beste Team auf fremdem Eis.

• Zug ist vor dem Tor effizient. 10,48 Prozent der Schüsse führen zu einem Treffer – auch das ist Liga-Bestwert.

• Einer der wenigen Schwachpunkte der Zentralschweizer sind die Anspiele. Zug gewinnt nur 47,3 Prozent der Bullys. Nur Davos und Biel sind noch schlechter.

• Topskorer ist Lino Martschini (15 Tore, 16 Assists).

fs

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema