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Gottéron bleibt in Lauerstellung

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«Drei gewonnene und drei verschenkte Punkte», so fasste Gottérons Center Samuel Walser die Doppelrunde vom Wochenende zusammen. Auf die ernüchternde 1:3-Heimniederlage am Samstag gegen die SCL Tigers konnten die Freiburger die dringend benötigte Reaktion zeigen und gestern Sonntagnachmittag den weiteren Strichkampf in der Valascia gegen Ambri-Piotta mit 5:2 für sich entscheiden. Letztmals hatte Gottéron am 23. März 2017 bei den Biancoblu gewinnen können. «Schon gegen die Tigers hatten wir das Spiel im Grunde ziemlich gut im Griff, konnten unsere vielen Chancen aber nicht nutzen», haderte der Freiburger Stürmer in der Wochenendbilanz. «Das hat uns doch alle schon sehr verärgert. Viele haben deshalb in der Nacht auf Sonntag nicht gut geschlafen. Es war schon hart, diese bittere Niederlage in so kurzer Zeit zu verarbeiten.» Umso wichtiger sei deshalb der gute Start in Ambri gewesen.

Waeber hält stark

Der US-Amerikaner Andrew Miller schoss die Freiburger, insgesamt etwas weniger diszipliniert als noch am Tag zuvor (keine Strafe gegen Langnau!), nach nur 106 Sekunden in Führung. Die Tessiner antworteten zwar im Powerplay postwendend mit dem Ausgleich, doch die Freiburger liessen sich dadurch nicht von ihrem Weg abbringen. Charles Bertrand mit seinem zweiten Treffer des Wochenendes (27.) und wiederum Miller mit seinem 10. Saisontreffer stellten die Zeichen bis zur 46. Minute auf Sieg. Der zuletzt ohne Fortune stürmende Matthias Rossi mit seinem ersten Treffer seit dem 17. November sorgte schliesslich für die Entscheidung, auch weil Ersatzhüter Ludovic Waeber – er hatte wie seit längerer Zeit geplant in Ambri gegenüber Reto Berra den Vorzug erhalten – im Tor der Freiburger eine tadellose Vorstellung zeigte. «Ludo weiss, was er zu tun hat», sagte dessen Vordermann Marc Abplanalp in der Matchanalyse trocken. «Auch wenn er die Nummer 2 ist, so wissen wir alle, dass er ein sehr guter Goalie ist.» Mehr als einmal konnte Waeber gegen die teils vehement anstürmenden Tessiner retten, notabene gegen den Liga-­Topskorer Dominik Kubalik, der an diesem Sonntag für einmal leer ausging.

Bykow verletzt

«So haben wir das Spiel irgendwie durchgebracht», sagte Walser erleichtert. «Die Opferbereitschaft in der Mannschaft war sehr gross, alle sind in die Schüsse gelegen.» Ohne Andrei Bykow, der sich gegen die SCL Tigers nach einem unglücklichen Check von Harri Pesonen wohl eine Kopfverletzung zugezogen hat (Gottéron-Trainer Mark French wollte den Gesundheitszustand seines Centers nicht kommentieren), präsentierte sich Gottéron in Ambri mit drei neu formierten Sturmlinien. Das sollte sich gewiss nicht als Nachteil erweisen, wie die Tore von Bertrand und Rossi an der Seite vom neuen Teamkollegen unter Beweis stellten.

Unverändert blieb einzig die Linie mit Miller, Walser und Julien Sprunger, die seit der Rückkehr des längere Zeit verletzten Amerikaners wieder aufgeblüht ist. «Wir ergänzen uns ziemlich gut», pflichtet Walser bei. «Andrew sorgt für die Inputs, Julien ist der Sniper und ich mache die Drecksarbeit.» Passend dazu trug er nach dem Match in Ambri ein blutgetränktes Pflaster auf der Nase.

Gottéron spielt, Langnau trifft

Bereits am Samstag, in einem Heimspiel, das man eben auch mal gewinnen kann, wenn man denn in die Playoffs einziehen will, hatte dieses Trio einige gute Aktionen gezeigt. Dennoch schaffte es Gottéron, sich ganz alleine in die Bredouille zu bringen. Dank der gütigen Mithilfe von Goalie Reto Berra, der sich die Scheibe Slapstick-mässig irgendwie ins eigene Tor schaufelte, gingen die SCL Tigers – gegen die es einen Rückstand aufgrund ihrer defensiven Stabilität tunlichst zu vermeiden gilt – Mitte des Startdrittels etwas glücklich in Führung. Die Freiburger dominierten die Partie in der Folge zwar, liessen aber unzählige Ausgleichschancen ungenutzt ver­streichen.

Die Quittung für die fehlende Effizienz folgte auf dem Fuss. Die Linie um den formschwachen Jim Slater brachte den Puck nicht aus dem eigenen Drittel (die Angriffsauslösung ist nur eine der vielen Freiburger Baustellen) und der schön freigespielte Verteidiger Larri Leeger – von Gottéron im Verlauf der letzten Saison aussortiert – traf mit seinem ersten Saisontor zum vorentscheidenden 0:2. 18:3 hatte das Schussverhältnis im zweiten Abschnitt zugunsten der Gastgeber gelautet, getroffen haben allerdings nur die Emmentaler.

Der schnelle Anschlusstreffer von Aktivposten Bertrand im Powerplay (41.), das durch die Präsenz des Franzosen sichtlich an Struktur und Gefährlichkeit gewonnen hat, lancierte die Freiburger zwar noch einmal. Doch die Tat­sache, dass die Tigers bisher stets als Sieger vom Eis gingen, wenn sie nach zwei Dritteln geführt hatten ­(12-mal), verhiess für Gottéron wenig Gutes. Und tatsächlich scheiterte es immer wieder aufs Neue am gross aufspielenden Damiano Ciaccio (bei Freiburg in seinen jungen Jahren noch gewogen und als zu leicht befunden) im Langnauer Tor, der keine 24 Stunden nach ­seinem Shutout in Biel eine ­weitere Galavorstellung zeigte (97,2  Prozent Fangquote) und den wichtigen Sieg mit seinen Paraden für die Gäste festhalten konnte.

Beissen, beissen, beissen

Umso wichtiger war der gestrige Sieg für die Freiburger in Ambri. «Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, wollen wir in dieser engen Meisterschaft dranbleiben», erklärte Walser. Zwei Zähler beträgt Freiburgs Rückstand auf den Strich und das achtplatzierte Ambri. Bei einer Niederlage wären es bereits sechs auf einen Playoff-Platz gewesen. «Wir dürfen eigentlich nicht auf die Tabelle schauen, aber klar, man tut es natürlich trotzdem …» Gottéron habe in der Valascia ein anständiges Spiel gezeigt, darauf gelte es aufzubauen. «Ich hoffe, es geht nun ein Ruck durch das Team. Beissen, beissen, beissen, hiesse es nun in den kommenden Wochen. «Wir sind in Lauerstellung», schloss Walser. Am nächsten Freitag gilt es wieder im Tessin, diesmal in Lugano, aus dieser Position ein nächstes Mal zuzuschlagen.

Telegramme

Ambri – Gottéron 2:5 (1:1, 0:1, 1:3)

6359 Zuschauer. – SR Eichmann/Müller, Duarte/Kaderli.

Tore: 2. Miller (Sprunger) 0:1. 3. Guerra (Kostner, Novotny/Ausschluss Weisskopf) 1:1. 27. Bertrand (Mottet) 1:2. 47. Miller (Walser, Sprunger) 1:3. 50. Rossi (Lhotak) 1:4. 53. Kostner (Bianchi) 2:4. 58. Marchon (Mottet) 2:5 (ins leere Tor).

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6-mal 2 Minuten gegen Gottéron.

Ambri-Piotta: Conz; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Dotti; D’Agostini, Novotny, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Rohrbach, Kostner, Bianchi; Lauper, Goi, Mazzolini; Kneubuehler.

Freiburg-Gottéron: Waeber; Holos, Chavaillaz; Schneeberger, Furrer; Abplanalp, Stalder; Weisskopf; Bertrand, Slater, Mottet; Sprunger, Walser, Miller; Rossi, Schmutz, Lhotak; Vauclair, Meunier, Marchon.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Incir, Lerg, Moor, Pinana und Trisconi, Fribourg-Gottéron ohne Bykow, Forrer, Schilt (alle verletzt) und Micflikier (überzähliger Ausländer). – Pfostenschuss Ngoy (36.). – Time-outs: Ambri-Piotta (50.); Freiburg-Gottéron (58.).

Die FN-Besten: Guerra, Miller.

Gottéron – SCL Tigers 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

6236 Zuschauer. – SR Wiegand/Massy, Cattaneo/Wolf.

Tore: 9. Rüegsegger 0:1. 29. Leeger (Nils Berger, DiDomenico) 0:2. 41. (40:34) Bertrand (Holos/Ausschluss Gagnon) 1:2. 60. (68:38) Pascal Berger (DiDomenico) 1:3 (ins leere Tor).

Strafen: keine gegen Freiburg-Gottéron, 2-mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.

Freiburg-Gottéron: Berra; Schneeberger, Furrer; Holos, Chavaillaz; Abplanalp, Stalder; Weisskopf; Meunier, Schmutz, Vauclair; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Bertrand; Sprunger, Walser, Miller; Lhotak.

SCL Tigers: Ciaccio; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Kindschi; Elo, Gagnon, Dostoinov; Kuonen, Pascal Berger, Pesonen; DiDomenico, Gustafsson, Neukom; Rüegsegger, Randegger, Nils Berger; Roland Gerber.

Bemerkungen: Gottéron ohne Forrer und Schilt (beide verletzt) sowie Micflikier (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Blaser, Punnenovs, Johansson, Diem (alle verletzt). – 59:20 Time-out Freiburg-Got­téron, die Freiburger danach von 58:20 bis 59:38 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Bertrand, Ciaccio.

«Viele haben in der Nacht auf Sonntag nicht gut geschlafen.»

Samuel Walser

Gottéron-Stürmer

«Ludo weiss, was er zu tun hat. Auch wenn er die Nummer 2 ist, so wissen wir alle, dass er ein sehr guter Goalie ist.»

Marc Abplanalp

Gottéron-Verteidiger

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