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Gottéron gewinnt den Krisengipfel

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Es war gestern das dritte Jahr in Folge, dass Got­téron am 2. Januar ein Heimspiel austragen durfte. Das Datum gehört bei den Zuschauern zu den beliebtesten. Während 2015 und 2016 das Stadion deshalb fast schon selbstverständlich ausverkauft war, kamen gestern nur gerade 5766 Zuschauer ins St. Leonhard. Das sagt bereits viel über Got­térons Leistung im abgelaufenen Jahr aus.

Mottet schreibt Geschichte des Spiels

Immerhin: Die Freiburger starteten gut in das neue Jahr. Sie gewannen den Krisengipfel gegen Kloten verdient 4:2. Für die Zürcher Unterländer war es die achte Niederlage in Folge. Die Geschichte des Spiels schrieb zweifelsohne Killian Mottet. Seit dem 14. Oktober hatte der Freiburger Stürmer nicht mehr getroffen, 20 Meisterschaftsspiele lang, 1300 Minuten – um dann innerhalb von 144 Sekunden gleich zwei Tore zu schiessen. Das 2:0 in der 22. Minute würgte er irgendwie rein. Im Fallen spedierte er den Puck mit den Schlittschuhen über die Linie. Die Schiedsrichter taxierten es bei der Videokonsultation nicht als absichtliche Kickbewegung und gaben den Treffer. Wie erlösend das für Mottet war, zeigte er zweieinhalb Minuten später, als er bereits wieder traf – diesmal wunderschön. Mottet täuschte einen Querpass auf Julien Sprunger an, bezwang den verwirrten Luca Boltshauser in der nahen Ecke allerdings selbst zum 3:1.

Defensiv nicht immer sicher

Richtig souverän war es jedoch nicht, wie Got­téron im Mitteldrittel mit den Zwei­tore-­Vor­sprüngen umging. Nach beiden Toren Mottets liessen die Freiburger Kloten wieder herankommen, indem sie zweimal einen Gästespieler mutterseelenalleine vor Benjamin Conz zum Schuss kommen liessen. Beide Male standen der Ausländersturm sowie das Verteidigerpaar Yannick Rathgeb/Alexandre Picard auf dem Eis. Picard schaffte es sogar beim gestrigen 4:2-Sieg, das Eis mit einer Minus-2-Bilanz zu verlassen. Es waren nicht die einzigen defensiven Aussetzer der Freiburger am gestrigen Abend. Vor allem im Mitteldrittel liessen sie doch die eine oder andere gute Gästechance zu. Dass das Heimteam nach 40 Minuten dennoch 4:2 führte, hatte in erster Linie damit zu tun, dass eben nicht ein Spitzenteam zu Gast war, sondern das verunsicherte Kloten. Für einmal war Got­téron somit effizienter als der Gegner. Etwa als Julien Sprunger in der 37. Minute nach einem Schuss Rathgebs den Abpraller zum 4:2 verwertete.

Im Schlussdrittel passierte nicht mehr viel, auch weil es im Team der Klotener derzeit an Breite und Tiefe fehlt. Dass mit Matthias Bieber und Steve Kellenberger während der Partie auch noch zwei Stürmer verletzt ausschieden, tat das Seine dazu. So spielte das Team von Trainer Pekka Tirkkonen schon früh mehr oder weniger nur mit drei Blöcken. Die stark forcierten Topkräfte waren im Schlussdrittel zu keiner Reaktion mehr fähig. Erst in den Schlussminuten, als Kloten ohne Torhüter zunächst im Powerplay mit sechs gegen vier und später noch mit sechs gegen fünf Feldspielern alles riskierte, kamen die Gäste dem Anschlusstreffer noch einmal nahe. Richtig in Gefahr geriet der Sieg Got­térons jedoch nicht mehr – und so begann das 2017 im St. Leonhard mit stehenden Ovationen für das Heimteam.

Keine Spiele gegen Spitzentrio

Obwohl sie defensiv nicht immer sattelfest waren, war es insgesamt eine gefällige Leistung der Freiburger. Allerdings dürften sie in den restlichen 16 Spielen selten so einfach zu Punkten kommen wie gestern Abend. Überhaupt müssen die Freiburger nun erst einmal den Beweis erbringen, dass sie auch andere Teams besiegen können als Kloten. Von den letzten zehn Meisterschaftsspielen hat Freiburg nämlich nur gerade diejenigen zwei gegen die Zürcher Unterländer gewonnen.

Die Chancen auf Punkte stehen an der Saane in nächster Zeit allerdings gar nicht schlecht. Dreimal Biel und je einmal Genf, Davos, Lausanne, Langnau, Servette und Lugano heissen Got­térons Gegner im Januar. Die Freiburger treffen also kein einziges Mal auf einen Gegner aus dem Spitzentrio Bern, Zürich und Zug, das der Konkurrenz in der Liga deutlich entrückt ist. Die beiden Spiele am Freitag zu Hause gegen Biel und am Samstag auswärts gegen denselben Gegner dürften wegweisend dafür sein, ob die gesammelten Zähler in Zukunft als wichtige Punkte im Abstiegskampf bezeichnet werden – oder aber in Freiburg doch noch ein wenig von den Playoffs geträumt werden darf.

Telegramm

Gottéron – Kloten 4:2 (1:0, 3:2, 0:0)

5766 Zuschauer. – SR Kurmann/Koch, Gnemmi/Küng. Tore: 4. Neukom (Steiner, Schmutz) 1:0. 22. (21:23) Mottet (Sprunger, Bykow) 2:0. 23. (22:47) Praplan (Shore, Hollenstein) 2:1. 24. (23:47) Mottet (Bykow) 3:1. 32. Sheppard (Obrist, Leone) 3:2. 37. Sprunger (Rathgeb, Cervenka) 4:2. Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Kloten.

Gottéron: Conz; Rathgeb, Picard; Stalder, Leeger; Kienzle, Abplanalp; Chavaillaz; Mauldin, Cervenka, Birner; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Sprunger, Bykow, Mottet; Steiner, Schmutz, Neukom.

Kloten: Boltshauser; Stoop, Back; Hecquefeuille, Frick; Von Gunten, Harlacher; Egli; Leone, Sheppard, Bieber; Bader, Lemm, Kellenberger; Praplan, Shore, Hollenstein; Obrist, Homberger, Zahner.

Bemerkungen: Gottéron ohne Ritola (überzählig), Marchon (U20-Nati), Loichat, Maret und Schilt. Kloten ohne Ramholt, Schlagenhauf, Grassi und Sanguinetti (alle verletzt). – 10. Pfostenschuss: 10. Stalder, 55. Abplanalp. – Kloten von 56:31 bis 57:50 und ab 58:36 ohne Goalie.

Die FN-Besten: Mottet, Sheppard.

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