Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Gottéron ohne Durchschlagskraft

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es war davon auszugehen, dass auf Reto Berra ein arbeitsreicher Abend zukommen würde. Die Lions sind dasjenige Team der National League, das pro Spiel am meisten Abschlussversuche verzeichnet. Und so kam es denn auch. Allein im Startabschnitt musste der Freiburger Hüter nicht weniger als ein dutzendmal eingreifen und teils hochkarätige Möglichkeiten der Zürcher – auch weil die Freiburger bei den Rebounds nicht präsent waren – zunichtemachen. Wie schon am letzten Dienstag, als die Lions gegen den SC Bern dominiert hatten (Schussverhältnis von 33:17), am Ende aber doch als Verlierer vom Eis mussten, gelang es ihnen dabei nicht, ihre Vorteile auszunutzen. Denn die klar besseren Chancen lagen aufseiten der jüngst etwas schwächelnden Gäste, die von ihrem einst komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze einiges eingebüsst haben und von den letzten acht Partien nur gerade drei für sich entscheiden hatten können. Bei den Freiburgern passte bereits in der Startphase offensiv nicht allzu viel zusammen. Zu viel Klein-klein statt Zug aufs Tor sorgten dafür, dass der ZSC-Keeper Lukas Flüeler kaum einmal wirklich in Bedrängnis geriet.

Linienwechsel ohne Effekt

Im selben Stil sollte es weitergehen, denn das Heimteam fand auch im zweiten Drittel den Tritt nicht und war im Spiel nach vorne so gut wie nicht existent. Selbst in Überzahl nicht. Seit geraumer Zeit eine der Schwachstellen Gottérons, kam es mit dem aufsässigen Boxplay der Zürcher überhaupt nicht zurecht. Just als dann ein wenig Besserung einzutreten schien, schlug es aber bei Berra erstmals ein. ZSC-Stürmer Pius Suter erzielte im Powerplay sein bereits 15. Saisontor.

Es war das Zeichen für Christian Dubé, seinen Versuch mit den neu formierten Linien abzubrechen. Weil Matthias Rossi Ende des Startdrittels eine 10-Minuten-Strafe für einen Bandencheck kassiert hatte und sich deshalb noch gar kein Zusammenspiel mit Andrei Bykow und Viktor Stalberg entwickeln konnte, beorderte Freiburgs Trainer den im Line-up zurückversetzten Skorer mit Ladehemmung, Captain Julien Sprunger, auf Kosten Rossis wieder zurück in die zweite Formation. Doch genau diese stand wenig später auf dem Eis, als Justin Sigrist einen schönen Pass von hinter dem Tor Marcus Krügers zum 0:2 verwerten konnte (39.).

Brodin checkt Desharnais

Zu diesem Zeitpunkt mit einem Brummschädel bereits in der Kabine befand sich Gottérons Topskorer David Desharnais, der zuerst beim Zürcher Führungstreffer auf der Strafbank gesessen hatte und in der 38. Minute von Teamkollege Daniel Brodin über den Haufen gefahren wurde. Diese mehr als unglückliche Szene passte zur ungenügenden Vorstellung der inferioren Gastgeber, die gegen das gut organisierte Zürich ohne Ideen im Angriff keine Mittel fanden. Weil der Kanadier in der Folge nicht mehr zurückkehrte, sah sich Gottéron zu allem Überfluss auch noch der einzigen wirklich produktiven Sturmreihe der vergangenen Spiele beraubt, was für eine Aufholjagd denkbar ungünstige Aussichten waren. Von den Teamleadern wie Sprunger, Stalberg oder Mottet kam dann ganz einfach viel zu wenig, um der Partie doch noch eine unerwartete Wende zu verleihen. Das Gegenteil traf ein, Liga-Topskorer Garrett Roe machte, indem er Jérémie Kamerzin aussteigen liess, den Deckel frühzeitig zu (51.)

Wieder unter dem Strich

Viel Erbauliches aus der zweiten Niederlage in den letzten neun Heimspielen können die Freiburger heute nicht nach Genf mitnehmen, einmal abgesehen von der National-League-Premiere des Junioren Mathys Mojonnier. Der 19-jährige Walliser kam auf rund fünf Minuten Eiszeit. «Wir gewannen keine Zweikämpfe und waren nicht präsent vor den beiden Toren», analysierte der Debütant. Sollte Desharnais gegen die Servettiens ausfallen, dürfte Mojonnier heute Abend weitere Erfahrungen mit dem Fanionteam sammeln können.

Durchschlagskräftiger wird der gestern laue Angriff Gottérons – das zum dritten Mal in dieser Saison ohne Torerfolg blieb – dadurch aber nicht. Gefordert sind die arrivierten Spieler, sonst drohen die Freiburger nach den zwei verbleibenden Spielen in Genf und am Montag in Rapperswil Weihnachten unter dem Strich zu verbringen. Weil Bern gestern in Langnau gewann, ist Gottéron auf den neunten Rang zurückgefallen.

Telegramm

Gottéron – ZSC Lions 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)

St. Leonhard. – 6076 Zuschauer. – SR: Dipietro/Rohatsch (Progin/Steenstra). Tore: 35. Suter (Pettersson, Roe/Ausschluss Desharnais) 0:1. 39. Sigrist (Krüger, Sutter) 0:2. 51. Roe (Flüeler) 0:3. Strafen: 4-mal 2 Min. plus 10 Min. (Rossi) gegen Gottéron, 3-mal 2 Min. gegen die Lions.

Freiburg-Gottéron: Berra; Stalder, Gunderson; Furrer, Kamerzin; Chavaillaz, Abplanalp; A. Marti; Mottet, Desharnais, Brodin; Stalberg, Bykow, Rossi; Marchon, Walser, Sprunger; Vauclair, Mojonnier, Lauper; Lhotak.

ZSC Lions: Flüeler; Ch. Marti; Trutmann; Geering, Sutter; Ph. Baltisberger, Blindenbacher; Wick, Roe, Suter; Diem, Prassl, Pettersson; Bodenmann, Krüger, Sigrist; Pedretti, Schäppi, Simic.

Bemerkungen: Gottéron ohne Forrer, Schmutz (beide verletzt), Gähler (überzählig) und Schmid (U20-WM), ZSC Lions ohne Hollenstein (krank), Noreau, C.  Baltisberger (beide gesperrt), Berni (U20-WM) und Guntern (überzählig). – Desharnais verletzt ausgeschieden (38.)

Die FN-Besten: Berra, Suter.

Der heutige Gegner

Fakten zu Servette

• Servette-Goalie Robert Mayer, der für vier Jahre beim HC Davos unterschrieben hat, ist mit 27 Strafminuten der meist bestrafte Torhüter der Liga.

• Die Genfer haben alle drei bisherigen Duelle gegen Gottéron verloren. Sämtliche Partien wurden erst in der Überzeit entschieden.

• Der US-Amerikaner Tommy Wingels ist mit 12 Toren und 18  Assists der Topskorer der Grenats.

• Kein Team blockt weniger Schüsse (270) als Servette.

zm

Kommentar (0)

Schreiben Sie einen Kommentar. Stornieren.

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Pflichtfelder sind mit * markiert.

Mehr zum Thema