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Gottérons neuer Performance-Spezialist

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Konditionstrainer sei eine Bezeichnung, die nicht ganzheitlich sei und seine Aufgabe deshalb nicht richtig beschreibe, sagt Simon Holdener, der bei Gottéron das Erbe von Bruno Knutti angetreten hat. «Ich bevorzuge darum den englischen Terminus Performance Specialist.» Als solcher verfügt der 39 Jahre alte Berner, der mit seiner Firma zahlreiche Mandate im Spitzenunihockey hat und im Eishockey die Vorbereitung von Schweizer NHL-Cracks wie Roman Josi, Yannick Weber oder dem inzwischen zurückgetretenen Mark Streit gestaltet hat, über viel Erfahrung. Es habe ihn gereizt, jetzt eine Eishockey-Mannschaft zu übernehmen. «Die Gespräche mit Trainer Mark French und Sportchef Christian Dubé haben mich überzeugt, die Offerte von Gottéron anzunehmen.» Dubé sieht Holdener als modernen Trainer, der Einflüsse aus der NHL und den skandinavischen Ländern vereine. «Der Wechsel auf dieser Position bringt frischen Wind in die Mannschaft.»

Wichtiger Mindset

Simon Holdener, der in Magg­lingen den Master in Sportwissenschaften gemacht hat, freut sich auf seinen neuen Vollzeitjob im Eishockey. «In diesem Sport gibt es eine lange Offseason, das ermöglicht einen sehr guten physischen Aufbau. Hinzu kommt, dass die Spieler in dieser Kollisionssportart sensibilisiert sind. Sie wissen um den Stellenwert der Physis und sind deshalb sehr motiviert.» Zentral für Holdener ist wie eingangs erwähnt aber nicht nur die körperliche Fitness, auch die Ernährung und die mentale Komponente spielen in seiner Arbeit eine wichtige Rolle. «Ein Spieler muss nicht nur wissen, wie er mit dem Training einen Reiz setzen kann, genauso entscheidend ist es, sich gut zu erholen und mit der Ernährung aufzutanken und dadurch auch vorzubeugen.» Gleiches gelte für den Mindset, die Denkweise der Spieler. «Was ganz persönliche Probleme betrifft, muss es eine Grenze geben. Dafür braucht es gute Mentaltrainer. Aber natürlich arbeite ich auch viel im Bereich Mindset. Dinge wie ‹ich kann nicht› oder ‹ich mache immer den gleichen Fehler› gilt es aus dem Gedankengut zu streichen. Es zählt nur das Heute. Das ist extrem wichtig.»

Defizite aufgezeigt

Grundsätzlich verlange das Athletik-Training ein klares System, umschreibt Holdener seine Philosophie. «Es geht um die grosse Planung, aber auch in jeder einzelnen Einheit muss der rote Faden klar ersichtlich sein.» Dafür benötige es im Vorfeld eine ausführliche Analyse, um zu wissen, was gefragt und gefordert sei. Die Vorbereitung an sich beinhalte dann einen Mix zwischen Schnelligkeit-, Mobilitäts-, Kraft- und Ausdauertraining.

Erste Analysen und Tests mit den Spielern hat Holdener, der mit seiner Frau und den drei Kindern nach Cordast umziehen wird, beim Kickoff vom 23.  März gemacht. Dabei hat er etwas ausführlicher mit Spielern wie Philippe Furrer oder Tristan Vauclair gesprochen, die im Sommer vornehmlich individuell trainieren. «Das ist ihnen überlassen, wenn sie es vertraglich geregelt haben», sagt Holdener, der diesen Spielern deswegen vorderhand ihre Defizite aufgezeigt hat. «Ich denke aber, dass im Sommer viele mit dem Team trainieren werden.»

Training in Villars-sur-Glâne

Momentan haben die Spieler noch Urlaub. Die Saisonvorbereitung startet dann offiziell am Ostermontag und dauert elf Wochen – inklusive zwei Eistrainings pro Woche ab Mai –, ehe nochmals zwei Wochen Ferien anstehen. Dabei muss Holdener den Umbauarbeiten im St. Leonhard Rechnung tragen – denn ein Kraftraum steht aktuell in der Eishalle nicht mehr zur Verfügung. «Für diese Übergangssaison haben wir eine gute Lösung in Villars-sur-Glâne gefunden, wo ein neues Fitnesszentrum mit einer guten Infrastruktur steht.»Eine bessere Infrastruktur als bisher soll es auch im St. Leonhard geben. «Die Zusammenarbeit mit Gottéron hat sich recht früh abgezeichnet. Eine Hauptaufgabe von mir war es, zu schauen, dass wir gute Trainingsmöglichkeiten haben. Ich habe dafür gekämpft, dass der neue Kraftraum für die erste Mannschaft gross sein wird und nicht nur 70 Quadratmeter.»

Kader

Dubés Blick in Richtung KHL und ein Treffen mit Aebischer

 Die Verantwortlichen von Gottéron zogen gestern in einem informellen Treffen mit den Medien nochmals Bilanz und bezeichneten das Verpassen der Playoffs unisono als grosse Enttäuschung. Während die Renovation der Eishalle im St. Leonhard weiter planmässig verläuft, hat Sportchef Christian Dubé noch wichtige Baustellen im Kader offen – namentlich drei Ausländerpositionen, nachdem er den vierten Platz an den US-Verteidiger Ryan Gunderson vergeben hat.

Dubé bestätigte einmal mehr sein reges Interesse am kanadischen Center David Desharnais, der in der NHL-Lockout-Saison 2012/13 bereits ein Gastspiel bei Gottéron gegeben hatte, sowie am schwedischen Flügel Viktor Stalberg (ehemals Zug), die am Dienstag mit Avangard Omsk in den Playoff-Final der KHL eingezogen sind. Auch die im Conference-Final Omsk unterlegenen Ufa-Stürmer ­Teemu Hartikainen (FIN) und Linus Omark (SWE) – mit 21 beziehungsweise 18 Skorerpunkten in den Playoffs zwei grosse Kaliber in der KHL – hat Dubé auf seiner Liste stehen. Den Transfer eines oder mehrerer dieser Spieler konnte oder wollte er gestern indes nicht bestätigen.

Kein Geheimnis machte Dubé hingegen daraus, dass er den früheren Gottéron-Junior David Aebischer nach einer Saison in der kanadischen Juniorenliga bei Gatineau trotz eines noch ein Jahr weiterlaufenden Vertrags zu seinem Stammclub zurückholen möchte. «Ich treffe mich mit ihm, seinen Eltern und dem Agenten. Aber ich habe keine Ahnung, wie er selbst seine Zukunft sieht.» So oder so sucht Dubé noch einen neunten Verteidiger.

fs

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