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Gregory Hofmann: «Es braucht Zeit, ein gutes Gefühl zu haben»

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Die Umstellung auf das kleinere Eisfeld bereitet Grégory Hofmann mehr Mühe, als er erwartet hat. “Ich kämpfe jeden Tag”, sagt der NHL-Rookie.

Der 25. Oktober 2021, das war ein spezieller Tag für Grégory Hofmann, erzielte er doch im Heimspiel der Columbus Blue Jackets gegen die Dallas Stars sein erstes Tor in der NHL. “Davon träumte ich, es war sehr emotional”, blickt der Flügelstürmer im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zurück. Es ging ihm danach einiges durch den Kopf, beispielsweise wie viel Arbeit dahintersteckt oder was die Familie alles für ihn gemacht hat.

Was seine Karriere betrifft, nimmt der Vater eine zentrale Rolle ein. “Er ist mein bester Freund, kennt mich am besten. Wir sprechen viel über Situationen auf dem Eis.” Sein Vater hat bei sich zu Hause im Tessin eine Art Museum eingerichtet, in dem auch der Puck, mit dem Hofmann sein erstes NHL-Tor erzielt hat, einen Platz erhalten wird. “Eines Tages kommt dann alles zu mir”, sagt Hofmann, der voraussichtlich im Januar ebenfalls zum ersten Mal Vater wird.

Magere Ausbeute

Seit der Premiere ist bloss noch ein weiterer Treffer dazugekommen. Zwei Tore in 24 Partien ist für einen Sniper wie ihn wenig – dazu kommen fünf Assists. In den vorangegangenen vier Saisons in der National League hatte er für Lugano und Zug in 216 Spielen nicht weniger als 116 Mal getroffen. Die magere Ausbeute hat selbstredend auch damit zu tun, dass Hofmann bei Columbus bisher keine tragende Rolle erhalten respektive sich erkämpft hat. Mit der durchschnittlichen Eiszeit von 12:30 Minuten ist er bei den Blue Jackets in der Hierarchie der Stürmer die Nummer 12. Im Powerplay kommt er gelegentlich zum Zug, kann er jedoch seine Stärke nicht ausspielen. Viermal war er überzählig.

“Ich wusste das vorher”, sagt Hofmann zu seiner anderen Rolle. In der Schweiz war es sich gewohnt, viel Verantwortung zu übernehmen. “Es ist eine Herausforderung.” Dennoch entschied er sich, “meine Komfortzone zu verlassen und zu versuchen, den nächsten Schritt zu machen.” Ihm ist bewusst, dass es seine letzte Chance ist, in der NHL Fuss zu fassen. Schliesslich ist er bereits 29 Jahre alt und damit der drittälteste Spieler bei den Blue Jackets. Zwar wurde er bereits 2011 von Carolina als Nummer 103 gedraftet, die Hurricanes gaben ihm aber nie eine Chance. Im vergangenen Februar sicherte sich dann Columbus die Rechte an Hofmann und stattete ihn mit einem Einjahresvertrag aus.

“Das kleinere Eisfeld ist ein grösseres Thema, als ich gedacht habe”, gibt Hofmann zu. “Es braucht Zeit, ein gutes Gefühl zu haben, mich zu adaptieren. Man muss das Spiel mehr lesen als in der Schweiz und extrem schnell entscheiden. Es gibt nicht viele, die mit der Scheibe laufen. Alle spielen sehr diszipliniert. Ich freue mich extrem auf jedes Training, freue mich, andere Spieler zu sehen, sie zu analysieren und zu lernen, was ich besser machen kann.”

Gut eingelebt

Das Leben in den USA gefällt Hofmann. In Columbus, Ohio, wohnt er zusammen mit seiner schwangeren Frau “20, 25 Minuten” ausserhalb Downtown. “Es ist anders hier, aber cool. Ich habe mich gut eingelebt. Die Leute sind extrem sympathisch. Es funktioniert sehr gut.” Zupass kommt Hofmann, dass er mit Columbus’ Goalie Elvis Merzlikins vier Jahre zusammen bei Lugano gespielt hat. “Ich hatte viele Fragen, er hat mir sehr geholfen. Es ist speziell, wieder mit ihm im Team zu sein.”

Sehr gut versteht sich Hofmann auch mit dem Franzosen Alexandre Texier, mit dem er sich in seiner Muttersprache unterhalten kann. Mit Merzlikins redet er italienisch, und dann hat er mit Dean Kukan auch noch einen deutschsprachigen Schweizer Teamkollegen. “In unserer Garderobe gibt es viele Kulturen. Dennoch funktioniert die Mannschaft gut”, sagt der gelernte Maurer.

Nun liegt es in erster Linie an ihm, sich längerfristig einen Platz im Team zu sichern. Die Qualitäten dazu hat er mit Sicherheit, es gibt wenige Spieler, die so explosiv sind wie er – und auch sein Handgelenkschuss braucht keinen Vergleich zu scheuen. “Wenn ich meine Beine bewege, dann kreiere ich in jeder Liga Chancen”, sagt Hofmann. “Ich mache mir keine Sorgen, versuche vielmehr das Beste aus der Situation zu machen und jeden Tag zu geniessen.” Wie den 25. Oktober 2021.

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