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Grösse und Erhabenheit

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Bach und Mozart in der Kirche St. Michael

Autor: Von Beate Schlichenmaier

Zahlreich strömte am Freitagabend das Publikum in die St.-Michaels-Kirche in Freiburg, um den zum grossenTeil jungen Musikerinnen und Musikern der zwei Freiburger Chöre zuzuhören. Sie erhielten aber noch Verstärkung aus dem Waadtland: Mit dem Ensemble La Sinfonietta de Lausanne und dem vorzüglich disponierten Solistenquartett gelang eine Aufführung, welche den zeitlos ergreifenden Charakter dieser Musik deutlich werden liess.

Der Kantate «Jesu, der du meine Seele» von Johann Sebastian Bach liegt ein Kirchenlied zugrunde. Eröffnet wird das Werk mit einemChorsatz. Durch die Klarheit der Einsätze, die Deutlichkeit der Aussprache und die verständliche Gliederung der Verszeilen im Schlusschoral wurde die Architektur des Werkes besonders hervorgehoben. In den Binnennummern beeindruckte das Duett der Sopranistinnen durch stimmliche Ausgewogenheit, das Tenorrezitativ mit nachfolgender Arie durch dezente Dramatik. Das Bassrezitativ kontrastierte in Dynamik und Tempowahl die anschliessende Arie.

Monumental und galant

Von Transparenz und immer wieder aufbrechender Dramatik lebte ebenso das Hauptwerk des Konzerts, die Grosse Messe in c-Moll von Wolfgang Amadeus Mozart. Wie die Zuhörenden hatte auch Mozart bei dieser Komposition die Bach’sche Tonsprache im Ohr. Einzelne Teile der Messe wie das Kyrie mit seinem monumentalenAufbau oder das fünfstimmig angelegte Sanctus weisen barocke Züge auf. Diesen gegenüber stellt sich in anderen Teilen der tänzerisch galante Charakter der Wiener Klassik.

Pascal Mayer stand in engem Kontakt zu den einzelnen Registern und ermöglichte somit eine kleinräumig nuancierte Gestaltung. Ihm stand ein unter seiner und Marc Bochuds Leitung optimal vorbereiteter Chor zur Seite, welcher die Weisungen des Dirigenten subtil befolgte und durch sichere Intonation und mächtige Klangfülle – auch in den hohen Lagen – beeindruckte.

Hervorragende Solisten

Die Sopranistin Haïda Housseini gestaltete den anspruchsvollen Gesangspart mit technischer Souveränität und Innigkeit. Mit dem wunderschön klaren Klang ihrer Stimme und der Deutlichkeit ihrerer Tongebung wirkte der Kontrast zwischen Solo- und Chorgesang besonders ausdrucksstark. Im Benedictus überzeugte das Solistenquartett als Ganzes, neben Haïda Housseini die Mezzosopranistin Annelise Théodoloz durch warmes Timbre, der Tenor Christophe Einhorn durch Sicherheit und Frische und der Bassist René Perler durch seine tragende und vielseitig gestaltende Stimme. Aus dem Ensemble La Sinfonietta de Lausanne traten einzelne Bläsersolisten mit schlichter, einfühlender Arienbegleitung besonders hervor. Das gesamte, aus jungen Berufsmusikerinnen und -musikern bestehende Ensemble zeichnete sich durch schöne Tongebung und differenzierte Gestaltung aus.

Dank an Dirigent
Pascal Meyer ausgesprochen

Mit diesem Konzert sprach der Chor der Universität und der Jeunesses Musicales Freiburg dem scheidenden Dirigenten seinen herzlichen Dank aus. Während 22 Jahren gelang es Pascal Mayer, die Chorsängerinnen und -sänger mit Musik aus den verschiedens-ten Epochen zu begeistern und dem Chor zu einem hohen sängerischen Niveau zu verhelfen.

Letzteres stellten die vereinigten Chöre am Wochenende einmal mehr unter Beweis; das Publikum wusste es mit tosendem Applaus zu würdigen.

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