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Grösste Musikschule der Westschweiz

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Grösste Musikschule der Westschweiz

Gespräch mit Giancarlo Gerosa, Direktor des Konservatoriums Freiburg

Giancarlo Gerosa leitet seit einem Jahr die grösste kulturelle Institution des Kantons Freiburg. «Wir wollen nicht noch grösser, nur noch besser werden», sagt der neue Konsi-Direktor. Der Erweiterungsbau und die geplante Aufnahme in die «Musikhochschule der Westschweiz» sind momentan die wichtigsten Themen.

Mit GIANCARLO GEROSA sprach
ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

Was ist so aussergewöhnlich am Konservatorium Freiburg, dass es sich zur grössten Musikschule der Westschweiz entwickeln konnte?

Vielleicht ist es einerseits das Konzept der breiten Verankerung in allen Bezirken des Kantons. Unsere Institution ist an 64 Unterrichtsorten präsent. 210 Dozierende unterrichten rund 4700 Schülerinnen und Schüler. Wir arbeiten mit einem Budget von fast 18 Millionen Franken. Dann spielt die Qualität des Unterrichts eine grosse Rolle und zu erwähnen sind auch die Spitzenmusiker, die ihre Konzerterfahrungen an die Schüler unseres Konservatoriums weitergeben.

Was verändert sich mit dem geplanten Erweiterungsbau und dem angestrebten Beitritt zum Musikhochschulnetz der Westschweiz?

Eine Renovation der bestehenden Gebäude ist überfällig geworden. Die Platzverhältnisse sind prekär; so erhalten wir mit dem ersten Schritt, dem Erweiterungsbau, mehr Platz und anschliessend renovieren wir die bestehenden Gebäude. Wir wollen nicht noch immer grösser werden. Unser Ziel ist es viel mehr, immer besser zu werden.

Der geplante Beitritt zur künftigen Musikhochschule der Westschweiz ist für uns ein «Muss».

Junge Musiker müssen bei ihren Stellenbewerbungen ein Hochschuldiplom vorlegen, das im europäischen Umfeld anerkannt ist. Sicher werden die Fachhochschüler vom grossen Angebot an theoretischem Unterrichtsstoff profitieren. Der Zusammenschluss mit den Schulen von Genf, Lausanne, Neuenburg und Sitten zur Fachhochschule hat demnach für die Schüler grosse Vorteile.

Sind damit auch Nachteile verbunden?

Ja, ganz sicher. Einerseits wird das Musik-Studium ein Vollzeit-Studium, das mit interessanten Theoriefächern ergänzt wird, etwas zum Nachteil des praktischen Musikunterrichts.

Andererseits entfällt damit die Möglichkeit, dass diese Berufsschüler parallel dazu ein Studium an der Universität Freiburg, Lausanne oder Bern absolvieren können, wie das heute der Fall ist.

Ich selber studierte Volkswirtschaft an der Uni Freiburg, neben der Musikausbildung. Das kommt mir heute in meiner Tätigkeit sehr zugute.

Das Konservatorium Freiburg erlebte in den vergangenen Jahren turbulente Zeiten. Jetzt ist es ruhiger geworden und es können Schwerpunkte gesetzt werden.

Noch als ich zum Vizedirektor gewählt worden war, war es üblich, dass die Direktion jede Prüfung selber abnahm. Rund 1000 solcher Prüfungen fanden jährlich statt. Dieses Engagement belastet einen Direktor zeitlich dermassen, dass dabei praktisch keine Zeit bleibt, strategische Massnahmen zu entwerfen und durchzuführen. Nach den personellen Schwierigkeiten ist es jetzt ruhiger geworden im Konsi.

Welche Veränderungen haben Sie vorgenommen?

Auf zwei Ebenen: Zum einen habe ich die vom Staatsrat und dem Grossen Rat gutgeheissenen Strukturveränderungen umgesetzt und zum anderen arbeite ich mit meinen Mitarbeitern an der Planung der Renovationsarbeiten der Gebäude und dem Beitritt zur Fachhochschule mit.

Mit Eric Kolly habe ich eine rechte Hand, mit Laurence Progin eine Leiterin der Administration und mit Andrea Pürro und Marie-Hélène Zurkinden ein Sekretariatsteam.

Auf der Stufe der Abteilungsleiter ist eine entscheidende Veränderung verwirklicht worden. Die sieben Doyens (Fachverantwortliche) nehmen selber die ersten beiden Prüfungen ab, sie sind damit auch praktisch in den Entscheidungsprozess der Schule einbezogen. Das ist ein Gewinn für alle.

Wie sehen Sie den Auftrag des Konservatoriums?

Wir sind hier, um Wissen weiterzugeben – das Konsi ist eine Schule und keine Vereinigung, die allerlei «Events» organisiert.

Mein Traum ist es, dass ein Schüler nach dem Besuch des Konservatoriums weiter mit seinem Instrument Musik macht. Musik muss ausgeübt werden.
100-jähriges
Jubiläum

Heute Samstag, findet der offizielle Festakt der Musik auf dem Gelände des Konservatoriums statt. In der Aula sind zwischen 10.30 und 12 Uhr Festansprachen von Politikern, Dozenten und Konsi-Vertretern zu hören.

Ab 14 Uhr wird ununterbrochen bis Mitternacht das Fest der Musik für alle stattfinden. 200 Musiker, Sänger, Tänzer, Ensembles und Chöre offerieren gratis Musik und Theater aus allen Stilrichtungen (Jazz, Klassik, Variété, Streicher, Bläser usw.). Getränke, Buffet, Chalet-Suppe werden ab 18 Uhr organisiert. ess

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