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Groupe E trotzt dem schwierigen Markt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Umfeld für Stromunternehmen sei schwierig, da der Marktpreis für Strom aus der Wasserproduktion tiefer sei als die Produktionskosten, sagte Generaldirektor Dominique Gachoud an der gestrigen Medienkonferenz zum Geschäftsjahr 2015 in Münchenwiler. Und er erwartet auch nicht so schnell eine Trendwende: «Für die nächsten fünf bis sechs Jahre sehen wir keine Verbesserungen kommen.»

Wie Gachoud sagte, ist der tiefe Strompreis auf dem Markt vor allem eine Herausforderung für jene Unternehmen, bei welchen die Stromerzeugung der Hauptgeschäftsbereich ist, wie etwa Alpiq. «Wer andere Geschäftsbereiche hat wie Netzbetrieb oder die Versorgung von Kunden mit geringerem Stromverbrauch ist weniger betroffen.»

Deshalb spürt Groupe E die tiefen Marktpreise für Strom nur zum Teil. Die Kunden mit einem kleineren Stromverbrauch können noch nicht von einer Marktöffnung profitieren und bezahlen einen vor längerer Zeit festgelegten Preis. Gachoud erwähnte denn auch, dass die vom Bundesrat von 2018 auf unbestimmte Zeit verschobene Marktöffnung beispielsweise für Privathaushalte für Groupe E eine gute Sache sei.

So lässt sich erklären, dass Groupe E ein positives Jahresergebnis 2015 vorweisen kann. Die Firmengruppe hat letztes Jahr einen Umsatz von 655 Millionen Franken erzielt und weist einen Nettogewinn von 37 Millionen Franken aus, deutlich mehr als 2014. Auch der Cashflow ist um 20 Millionen auf 148 Millionen Franken gestiegen (siehe Kasten).

Gachoud wies darauf hin, dass dieses Ergebnis dank der stetigen Ausweitung der Aktivitäten von Groupe E möglich wurde. Beispielsweise das Segment «Bau» sei rentabel, und die Wärmeproduktion durch die Gründung von Groupe E Celsius entwickle sich erfreulich, so Gachoud. Alleine der Verkauf von Wärme ist von 107 auf 140 Gigawattstunden gestiegen, auch dank der Inbetriebnahme von fünf neuen Anlagen auf neu 40 Fernheizungen. Positiv entwickeln sich nach Angaben des Generaldirektors zudem der Bau des kantonalen Glasfasernetzes FTTH mit der Beteiligung an der Betreiberfirma Netplus sowie der neu strukturierte Detailhandel als Verkaufspunkt für alle Leistungen der Unternehmensgruppe.

«Keine Entlassungen»

In der Bilanz des letzten Jahres wirkt sich der Wertverlust von 64 Millionen Franken der Beteiligung an Alpiq bei Groupe E negativ aus. Wie Finanzdirektor Willy Zeller aber aufzeigte, sei die Beteiligung an Alpiq übers Ganze gesehen seit dem Einstieg 2009 profitabel gewesen. Über die sieben Jahre kumulier, resultierte für Groupe E ein ordentlicher Gewinn von 165 Millionen Franken und ein ausserordentlicher Gewinn von 71 Millionen Franken.

Zum guten Ergebnis von Groupe E haben schliesslich Einsparungen dank Effizienzgewinn beigetragen. Dies hatte einen Einfluss auf die Personalpolitik. Wie Gachoud erklärte, seien zwei Mal je rund ein Dutzend Mitarbeiter von einer Geschäftseinheit zu einer anderen transferiert worden. Und das Unternehmen prüft bei jedem natürlichen Abgang, ob die Stelle wieder besetzt wird. «Wir haben aber keine Entlassungen vorgenommen», hält Gachoud fest.

 

Zahlen und Fakten

Etwas weniger Strom produziert und verkauft

Bei einem Umsatz von 655 Millionen Franken schliesst das Geschäftsergebnis 2015 von Groupe E mit einem Nettogewinn von 37 Millionen Franken. Letztes Jahr hatte Groupe E einen Nettoverlust von 139 Millionen Franken ausgewiesen. Am ordentlichen Ergebnis von 77 Millionen Franken sind 64 Millionen Franken Wertverluste durch die Alpiq-Beteiligung abgezogen, dafür wurden Rückstellungen für Verkaufsverluste in der Höhe von 23 Millionen Franken aufgelöst. Das Betriebsergebnis Ebit betrug 2015 insgesamt 99 Millionen Franken. Der Cashflow von Groupe E belief sich Ende 2015 auf 148 Millionen Franken, und das Eigenkapital erreichte 73 Prozent. Umfangmässig ist das Stromgeschäft mit 226 Millionen Franken weiterhin der Kernbereich von Groupe E. 202 Millionen machte die Netznutzung und 194 Millionen der Service aus. Der Bereich «Wärme» setzte 34 Millionen Franken um. Das entspricht einer Steigerung von rund 200 Prozent gegenüber 2014. Im letzten Jahr hat Groupe E 1041 Gigawattstunden produziert und 2537 Gigawattstunden verkauft. Beide Werte liegen knapp unter den Zahlen von 2014 und etwas deutlicher unter jenen von 2013.uh

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