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Gustav ruft und alle kommen

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«Eigentlich hatten wir bloss ein normales Konzert angekündigt», sagte Musiker Gustav vor seinem Auftritt am Mittwoch lachend. Dann wurde der Abschluss seiner aktuellen Club-Tour im Freiburger Kult-Lokal Fri-Son zu einem immer grösseren Anlass. In einer spontanen Nacht-und-Nebel-Aktion trommelte Gustav für den Auftritt unter dem Motto «20 Jahre: Gustav & guests» alle zusammen, die jemals mit ihm gemeinsam auf der Bühne gestanden hatten – etwa das Kummerorchester, das Polterensemble, Les ­Frères M., seine «Chörler» aus der SRF-Sendung «Kampf der Chöre» und viele mehr. «Es waren nicht mehr alle Kontaktdaten aktuell, aber schlussendlich hat es doch geklappt.» Fast alle hätten zugesagt. Wie könnte es auch anders sein: Wenn Tausendsassa Gustav ruft, dann kommen sie alle. «Ich freute mich auf jeden Einzelnen. Es sind Leute darunter, die ich zehn oder zwanzig Jahre nicht mehr gesehen habe.» Das Eis sei nach dem anfänglichen Austausch von Höflichkeitsfloskeln sofort gebrochen.

Alte Bekannte

Unter den musikalischen Gästen war etwa Alexandre Grandjean aus Freiburg, der als 19-jähriger Geiger im Kummerorchester bei Gustavs allererstem Auftritt 1998 im Fri-Son mit dabei war. «Ich komme von der Klassik her und lernte eine ganz neue Art der Zusammenarbeit und Konzertgestaltung kennen. Gustav schuf einen Rahmen, innerhalb dessen man etwas ausprobieren konnte.» Inzwischen ist viel Zeit vergangen. «Ich habe mich riesig gefreut, als ich nach 17 Jahren eine E-Mail von Gustav erhielt. Ich war sofort dabei», so der Jurist und Co-Präsident des Freiburger Stadt- und Universitätsorchesters.

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Wie ein Klassentreffen

20 Jahre Gustav: In dieser Zeit ist viel passiert. Gustav hat sich mit unzähligen Hits in die Herzen seiner Fans gesungen, mit rebellischen Arrangements die SRF-Sendung «Kampf der Chöre» gewonnen. Er war in Südkorea als Expo-Botschafter unterwegs, komponierte Songs für die SRF-­Aktion «Jeder Rappen zählt» oder für die Fussball-Europameisterschaft. Nun galt es also, gemeinsam die Vergangenheit Revue passieren zu lassen, sich zu erinnern und zusammen zu feiern. «Ich bin ganz aufgeregt», sagte Gustav zum Publikum. «50 bis 75 Prozent der Anwesenden kenne ich. Das ist eine besondere Atmosphäre.» Der Konzertabend im Fri-Son wirkte denn auch fast wie eine Art Klassentreffen. Das Who’s who der Freiburger Musikszene gab sich in der gut gefüllten Konzerthalle die Klinke in die Hand, darunter die Special Guests – etwa Gitarrist Sacha Ruffieux alias Sacha Love, oder die Musikerinnen Pony del Sol und Kassette, die mit ihrem rockigen Auftritt überzeugten. Nicht fehlen durften natürlich Gustavs aktuelle Band sowie langjährige Weggefährten wie Trompeter Christian Noth oder Posaunist Michel Brechbühl. Mit viel Spielfreude und Humor präsentierten die Musiker bekannte und unbekannte Songs in neuem Gewand. Sogar zur Blockflöte griffen Gustav sowie Mathieu Kyriakidis und Mike Bischof alias ­Les Frères M. Das Polterensemble machte mit punkigen Arrangements seinem Namen alle Ehre.

Der Zeitpunkt dieses speziellen Tour-Endes kam nicht von ungefähr. Denn der Auftritt markierte zugleich eine Zäsur: Gustav wird sich nach einigen noch folgenden Konzerten einem neuen Projekt widmen (siehe Kasten). «Das heutige Konzert markiert keinen Abschied, nur eine Pause.» Ob er das Rampenlicht vermissen werde, weiss Gustav noch nicht. «Ich bin ja nicht ganz weg von der Bühne. Das Rampenlicht wird sich nur woanders hin richten.»

So hatte Gustavs letzte Zugabe spätabends unter dem Titel «Es bewegt sich alles» durchaus auch Symbolgehalt. Denn schliesslich ist jedes Ende auch ein Anfang. Mit dem Überreichen einer Geburtstagstorte zum 20-Jahr-Bühnenjubiläum klang das Fest aus. Und Gustav wäre nicht Gustav, wenn er diese Torte nicht auf seine Weise mit den Fans geteilt hätte: Er warf sie kurzerhand ins ­Publikum.

«Ich freue mich auf jeden ­Einzelnen. Es sind Leute ­darunter, die ich 20 Jahre nicht mehr gesehen habe.»

Gustav

Freiburger Musiker

Musik

Gustav startet eine neue Karriere als Unternehmer

Gustav hat eine Firma gegründet: die Gustav Manufactur. Dies teilte der Freiburger Sänger anlässlich seines Konzerts im Fri-Son mit. Es handelt sich dabei um ein Start-up, welches von der Vereinigung Fri Up unterstützt wird. Fri Up will als Unterstützungsorgan neuer Unternehmen im Kanton Freiburg den Unternehmer Pascal Von­lan­then alias Gustav in den Bereichen Management, Kommunikation und Partnersuche begleiten.

Gemäss einem Communiqué von Fri Up verfolgt die Gustav Manufactur das Ziel, zweisprachige Musikproduktionen herauszugeben sowie die Schweiz und speziell Freiburg als Einheit zu zeigen.

Die zweisprachige Schulshow «Gustav à l’école» und das Französisch-Lehrmittel «Dis Donc» zeigten Gustav Manufactur den Weg vor. Im Herbst soll das erste Angebot der Firma lanciert werden: das Gustav-Stipendium. Jungen Musikern wird dabei ein zweisprachiges Stipendium für zeitgenössische Musik angeboten. Das Stipendium ist einzigartig, da es neben der künstlerischen Talentförderung auch der kulturpolitischen Komponente Gewicht beimisst.

uh

 

 

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