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Haarscharf am zweiten Break vorbei

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Bereits zwei Wochen ist es her, dass es im zweiten Halbfinal-Spiel zwischen Freiburg und Neuenburg zu Tumulten kam. Aus sportlicher Sicht ist diese Serie längst abgehakt. Gestern fand in Lugano bereits Spiel zwei der Finalserie statt. Die Geschehnisse des Skandalspiels sollten deshalb eigentlich kein Thema mehr sein. Und dennoch lud gestern Lugano-Präsident Alessandro Cedraschi vor dem Spiel kurzfristig zu einer Pressekonferenz. Der Grund: Der Einzelrichter hat immer noch nicht entschieden, welche Sperren diese Szenen nach sich ziehen. Die Verfahren gegen Olympics Nemanja Calasan, Clint Chapman und Arnaud Cotture sind immer noch offen, das Trio vorderhand spielberechtigt.

Bis ein Entscheid fällt, wissen sämtliche Beteiligten nicht recht, woran sie sind. Cedraschi hat die Nase voll. «In jeder anderen Liga wird so etwas in zwei, drei Tagen erledigt. In Italien belächelt man uns bereits.» Cedraschi will deshalb beim Weltverband Fiba, dem die Schweizer Liga letztlich angehört, intervenieren und dazu auch mit Anwälten zusammenarbeiten. «Wenn ein Einzelrichter seine Arbeit nicht macht, dann muss man ihn austauschen», sagte ein sichtlich genervter Cedraschi.

Aleksics Standpauke

Die Mine des Präsidenten hellte sich zu Beginn des Spiels dann wieder auf. Denn wie bereits am Samstag erwischte Lugano den besseren Start. Die Gäste legten einen nervösen Start hin und lagen nach acht Minuten bereits 9:19 zurück, worauf Olympic-Trainer Petar Aleksic sein erstes Timeout nahm und seine Truppe so richtig zusammenstauchte. Aleksic schrie derart laut und baute sich dermassen bedrohlich vor seiner jungen Equipe auf, dass man fast schon Angst um die Spieler haben musste.

Doch die Standpauke fruchtete. In der Folge erwies sich Freiburg als äusserst zäh. Die Gäste bissen sich als Kollektiv so richtig in die Partie rein, holten den Vorsprung auf und liessen Favorit Lugano anschliessend nie mehr richtig davonziehen. So entwickelte sich eine spannende, intensive Partie. Es waren dabei nicht die grossen Spieler unter den Körben, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Luganos Top-Duo Travis Watson/Mohamed Abukar blieb überraschend blass. Offenbar auch, weil sie wie einige weitere Lugano-Spieler angeschlagen sind, wie Lugano-Trainer Andrea Petitpierre nach dem Spiel sagte.

Konfuse Schlussszenen

Wie bereits im ersten Spiel wurde die Partie erst in den letzten Sekunden entschieden. 41 Sekunden vor Schluss hatte Chapman nach Pass von Edwin Draughan mit einem spektakulären Alley-Oop Olympic noch 84:82 in Führung gebracht. 20 Sekunden vor Schluss gelang jedoch Matt Schneiderman der letztlich entscheidende Dreier. Denn mit dem letzten Ballbesitz gelang es Freiburg nicht, das Spiel noch auf seine Seite kippen zu lassen. In einer konfusen Schlussszene scheiterten Draughan und Calasan mehrmals. «Draughan wird in dieser Szene zweimal klar gefoult. Wenn das nicht gepfiffen wird, kann man nichts machen», sagte Aleksic nach dem Spiel. Sein Gegenüber Andrea Petitpierre sprach es nicht gerade aus, gab Aleksic aber eigentlich recht. Vielsagend meinte er einfach: «Am besten diskutieren wir nicht über Fouls und Schiedsrichter. Es ist nicht der Abend dafür.»

Aleksic wollte jedoch die Niederlage nicht bloss dem Schiedsrichtertrio, das eine klare Linie tatsächlich vermissen liess, zuschreiben. «Wir erlauben Lugano in den letzten Minuten zwei Offensivrebounds, die verhindert haben, dass wir das Spiel mit sechs, sieben Punkten Vorsprung gewinnen.» Tatsächlich machte Olympic als Kollektiv im Schlussviertel den besseren Eindruck, meist lagen die Freiburger mit drei, vier Punkten vorne und wirkten frischer. Doch Luganos Spielmacher Rickey Gibson erwischte einen überragenden Abend. Er versenkte auch schwierigste Dreier und liess Freiburg so nie richtig davonziehen. Am Ende stand der Amerikaner, der im ersten Spiel wegen eines Pferdekusses noch hatte passen müssen, bei überragenden 30 Punkten und acht Assists.

Definitiv auf Augenhöhe

Trotz der Niederlage können die Gäste, bei denen Roberto Kovac mit 17 Punkten in ebenso vielen Spielminuten aus dem Kollektiv hervorstach, auch Positives aus der gestrigen Partie ziehen. Die Freiburger haben erneut bewiesen, dass sie mit Lugano absolut auf Augenhöhe sind. «Wir haben gut gespielt. Letztlich haben wir Lugano einfach noch einige offene Würfe zu viel ermöglicht und Gibson nicht richtig in den Griff bekommen. Da müssen wir einige Anpassungen vornehmen», so Aleksic. Am Samstag geniessen die Freiburger in der Best-of-7-Serie, in der es nun 1:1 steht, erstmals Heimrecht.

Telegramm

Lugano – Olympic 85:84 (47:41)

Istituto elvetico.–550 Zuschauer.–SR: Clivaz/Hjartason/Stojcev.

Lugano Tigers:Watson (8 Punkte), Gibson (30), Stockalper (17), Bavcevic, Abukar (6); Magnani, Molteni (11), Schneiderman (13).

Freiburg Olympic:Chapman (17), Kazadi (8), Cotture (2), Draughan (19), Miljanic (2); Uliwabo (2), Calasan (12), Kovac (17), Mladjan (5).

Bemerkungen:Die Lugano Tigers ohne Sweetney (überzähliger Ausländer).–Viertelsresultate: 19:17, 28:24, 19:25, 19:18.

Stand Playoff-Final(best of 7): 1:1.

 

 

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