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Höhere Gebühren, tieferes Defizit

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Autor: Imelda Ruffieux

TentlingenBei einem Ertrag von 4,374 Millionen Franken sieht der Voranschlag 2011 der Gemeinde Tentlingen einen Nettoaufwand von 43 000 Franken vor. «Ein Budget mit einem vernünftigen Verlust», fasste der für die Finanzen verantwortliche Gemeinderat Gerhard Liechti an der Versammlung vom Freitag zusammen. Tentlingen erhält vom neuen Finanzausgleich 186 000 Franken, was bedeutend mehr ist als mit dem alten System. «Aber dafür müssen wir vom Kanton auch viel mehr Ausgaben übernehmen.» Er wolle nicht von einer Steuererhöhung sprechen, aber die Lage sei nicht so rosig wie auch schon in früheren Jahren.

Die 57 Bürgerinnen und Bürger nahmen das Budget 2011 sowie den Investitionsvoranschlag mit Netto-Investitionen von 2,651 Millionen Franken diskussionslos an.

Neues Abwasserreglement

Der Verlust hätte etwa 114 000 Franken betragen, wenn das Budget 2011 nach dem bisherigen Abwasserreglement gerechnet worden wäre. Finanzkommission und die kantonalen Ämter hatten Tentlingen mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass die Abwasserentsorgung möglichst kostendeckend sein sollte. 2009 betrug der Deckungsgrad aber nur knapp 44 Prozent. «Es soll keine Drohung sein, aber bei einem Nein zum neuen Reglement wird wohl der Kanton die Gebühren selbst festlegen», erklärte Gemeinderat Roman Aeby.

Versickerung fördern

Die Diskussion dreht sich vor allem darum, ob Hausbesitzer, welche die Versickerung von Oberflächenwasser fördern, via Reglement finanziell belohnt werden sollten. Ernst Fuchs vom zuständigen Ingenieurbüro erklärte, dass man dies unter anderem aus Gründen der übersichtlichen Handhabung nicht berücksichtigt hat. «Es wäre auch ungerecht, wenn jemand das Wasser versickern lassen möchte, es aber auf Grund der Beschaffenheit des Bodens gar nicht tun kann», ergänzte Gemeinderat Roman Aeby. Ernst Fuchs wies darauf hin, dass eine Versickerung, so weit es möglich ist, vom Kanton her bereits bei der Baubewilligung gefordert wird.

Das neue Reglement wurde schliesslich mit 54 Ja- zu drei Nein-Stimmen angenommen.

Kugelfang wird saniert

Drei Investitionsprojekte fanden vor der Gemeindeversammlung unter der Leitung von Ammann Vitus Vonlanthen Zuspruch:

? Die Kosten für die Sanierung des Kugelfangs der Schiessanlage Giffers werden auf 441 000 Franken geschätzt. Abzüglich Subventionen (200 000 Franken) und Eigenleistungen (20 000 Franken) müssen Giffers und Tentlingen 221 707 Franken bezahlen. Der Anteil Tentlingens beträgt 101 813 Franken.

? Beim Fussballplatz Giffers soll der Parkplatz einen Belag erhalten. Der Anteil von Tentlingen beträgt 32 146 Franken;

? Für die Ortsplanung muss der vor zwei Jahren gesprochene Kredit von 40 000 Franken um 30 000 Franken erhöht werden, weil zusätzliche, gesetzlich vorgeschriebene Arbeiten ausgeführt werden müssen.

Zustimmung fand die Gründung des Gemeindeverbandes Amtsvormundschaft und Sozialdienst Sense-Oberland.

Zum Schluss stellten die sieben Gemeinderatsmitglieder ihre Aufgaben und Verantwortungsbereiche vor. «Um zu informieren, was wir das Jahr über tun, aber auch, um vielleicht beim einen oder anderen die Lust zu wecken, an dieser Arbeit teilzuhaben», meinte Vitus Vonlanthen im Hinblick auf die Gemeinderatswahlen.

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