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Hoteliers müssen sich warm anziehen

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Mit Tränen der Rührung gab Dino Demola gestern Abend in Murten die Führung des kantonalen Hotelierverbandes ab. Sein Nachfolger: Raymond Surchat, Direktor des Hotel Au Parc in Freiburg. Demola amtete 18 Jahre als Präsident und neun Jahre als Vizepräsident. Er wurde mit Applaus verdankt.

Der Verband hat 64 Mitglieder, neun mehr als im Vorjahr. Der neue Präsident Surchat versprach, die Aktivitäten für die Interessen der Mitglieder zu verstärken und sein Augenmerk auf die Politik und die Ausbildung zu richten. Neu sitzen Marc Joachim (Murtenhof), François Baumann (Hôtel Alpha Freiburg) sowie Frédéric Vaultier (Châlet de Gruyères) im Vorstand.

Demola hielt fest, dass der Verband während seiner Amtszeit seine Strukturen verstärkt und beim Ausbau des Regionalverbandes Romandie mitgeholfen hat. In letzter Zeit sei die Branche von Rückschlägen getroffen worden, so Demola. Namentlich die Aufhebung der Franken-Untergrenze habe die Hoteliers getroffen. Er kritisierte die Entscheidung der Nationalbank, die Grenze aufzugeben. Die Gästezahlen aus dem Euroraum würden zurückgehen; es brauche Massnahmen, so Demola, wie die Wiedereinführung des Mindestkurses. In den letzten Wochen habe sich die Lage aber entschärft. Ausser bei den Gästen aus Deutschland und den anderen Eurostaaten erwarte er wegen der Ukraine-Krise eine Abnahme der Gästezahlen aus Russland. Dafür sei die USA wegen des stärkeren Dollars zum Hoffnungsträger geworden, so Demola: «Deshalb müssen wir unsere Marketingbemühungen in den USA verstärken.»

Werbung braucht Geld

Demola sprach die Notwendigkeit an, im Kanton Freiburg die Gästetaxe zu erhöhen. «Die Tourismusorganisationen brauchen mehr Geld.» Die Abgabe sei seit 2001 nicht mehr erhöht worden. Ohne eine Erhöhung könne die Tourismusförderung ihre Aufgaben nicht erfüllen, so Demola, die Hoteliers profitierten von dieser Arbeit. Laut dem Direktor des kantonalen Tourismusverbandes, Thomas Steiner, stecken die Diskussionen allerdings noch vielerorts in den Kinderschuhen. Auch sei die Einführung einer kantonsweiten Gästekarte in Arbeit, so Steiner. Daniel Lehmann, Oberamtmann und Präsident des Regionalverbandes See, setzte sich für die Beibehaltung der Gelder für die Tourismusförderung ein und warnte davor, zu stark in diesem Bereich zu sparen, mittelfristig lohne sich die Investition.

Durchzogene Gästezahlen

Im Gegensatz zum nationalen Trend mit einem leichten Plus hat die Zahl der Übernachtungen im Kanton 2014 nach einer Reihe von Rekordjahren abgenommen. Negativ ausgewirkt hat sich laut Erhebungen die Abnahme der Schweizer Gäste, des Hauptmarktes. Erfreulich seien die Besucherzahlen aus Asien und den Golfstaaten. Demola schloss mit guten Nachrichten: Sowohl national als auch kantonal sei seit Januar ein verhaltenes Plus zu beobachten. fca

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