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«Humor war unser ständiger Begleiter»

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Autor: Anton Jungo

Roman Schwaller war 1991 in den Gemeinderat gewählt worden. Nach den Gesamterneuerungswahlen 2001 wurde er mit dem Amt des Syndics betraut. In einem Gespräch mit den FN hält er Rückschau auf sein 17-jähriges politisches Engagement.

Sie treten mit 53 Jahren von Ihren politischen Ämtern zurück. Ist das auch das Ende Ihrer politischen Karriere?

Wie heisst es schon? Man soll nie nie sagen: Nein, ich werde in den nächsten Jahren sicher kein politisches Amt mehr anstreben. Vielleicht engagiere ich mich dann einmal bei den grauen Panthern.

Wo setzen Sie jetzt die Schwerpunkte Ihres Lebens?

Gut, ich werde ja noch nicht pensioniert. Ich gebe mein politisches Nebenamt ab, um mehr Zeit zu haben für meine Familie und für mich. Ich habe zwar immer darauf geachtet, nicht allzu häufig weg zu sein. Dadurch, dass ich immer an der OS Tafers tätig war, hatte ich ja auch keine Arbeitswege.

Aber es ist nicht nur eine Frage der Zeit. Der Kopf war auch nicht frei, das heisst man war zwar zu Hause am Tisch, aber in Gedanken häufig eben doch anderswo.

Was war die Triebfeder Ihres politischen Engagements?

Politisches Engagement war bei uns zu Hause schon früh ein Thema. Als ich elf Jahre alt war, wurde mein Vater in den Gemeinderat und dann auch gleich zum Ammann von Tafers gewählt. In den 16 Jahren seiner Amtszeit waren politische Fragen zu Gemeinde, Bezirk und Kanton immer wieder Themen bei uns zu Hause. 1982 trat er zurück, und neun Jahre später, 1991, stellte ich mich der Wahl in den Gemeinderat und wurde auch gewählt. Es hat mich immer gereizt, etwas zu bewegen, positive Änderungen herbeizuführen.

Wie brachten Sie ihre Aufgabe als Ammann mit ihrem Beruf als OS-Schuldirektor unter einen Hut?

Diese Überschneidung hat nur rund eineinhalb Jahre gedauert, und das rein Zeitliche ist eine Frage der Organisation. Dazu darf ich doch lobend erwähnen, dass die sehr gut organisierte Gemeindeverwaltung von Tafers eine grosse Hilfe war. Die doppelte Verantwortung habe ich aber sehr wohl gespürt, und es ist gut, jetzt einen Teil dieser Verantwortung wieder abgeben zu können.

Tafers boomt zurzeit, was die Bautätigkeit betrifft. Werden hier Planungsziele des Gemeinderats umgesetzt?

Ja und nein. Die beiden Grossprojekte auf der Dorfmatte und der Maggenbergmatte entstehen auf Grundstücken, die schon vor 15 bis 20 und mehr Jahren einzoniert wurden. In all den Jahren ist aber leider nicht viel passiert. Eine Auszonierung war nicht möglich.

Es war kein Planungssziel des Gemeinderates, dass heute beide Projekte gleichzeitig realisiert werden. Der Gemeinderat hat immer klar zum Ausdruck gebracht, dass er wünscht, dass die Bauten schrittweise erstellt werden, weil es ja wirklich kein Ziel sein kann, leerstehende Wohnungen zu erstellen.

Es ist aber sicher erfreulich zu sehen, dass man an den Standort Tafers glaubt.

Gibt es Projekte, deren Verwirklichung Sie nicht erreichen konnten?

Selbstverständlich gibt es solche Projekte. Es wäre schön gewesen, die Gesamtrevision der Ortsplanung bis zur Genehmigung zu bringen. Die zweite Auflage ist nun für den Januar geplant.

Der Kauf der «Alten Tröchni» ist zwar nun im Herbst erfolgt. An diesem Standort liesse sich Spannendes realisieren. Uns schwebt ein Ort vor mit Werkhof, Feuerwehr und billigem Miet-Raum für junge Firmen. Ich denke auch an die optische Aufwertung des Asta-Platzes.

Stichwort «Agglomeration»: Verbunden mit Ihrem Namen hat das Projekt einen negativen Beigeschmack. Wie gehen Sie damit um?

Ich bin froh zu wissen, dass eine sehr grosse Mehrheit in Tafers und auch viele im Bezirk dies ein bisschen anders sehen. Ich bin in dieser Frage eine Randnotiz und ich habe mit meiner Rolle absolut kein Problem.

Den negativen Beigeschmack beim Projekt «Agglomeration» müssen andere verantworten, und es ist gut, dass Tafers heute nicht mehr als «Böser» herhalten muss bei allem, was schiefläuft.

Wir müssen ja auch fast wöchentlich darüber staunen, mit welch unglaublichem Fingerspitzengefühl die Stadt Freiburg mit der Frage der Zweisprachigkeit umgeht. Freiburg will sich ja jetzt nicht mehr als zweisprachige Stadt positionieren, sondern als multilinguale Stadt. Da hat jemand sehr viel gedacht.

Welche Visionen haben Sie für Tafers und den Bezirkshauptort?

Tafers wird sich in allen Bereichen positiv weiterentwickeln und wird sich mit allen Kräften dafür einsetzen und seinen Teil dazu beitragen, dass der Sensebezirk eine starke Einheit bleibt. Dafür werde auch ich mich in Zukunft mit ganzer Kraft noch engagieren.

Woran werden Sie sich in einigen Jahren an die Zeit als Ammann positiv zurückerinnern?

An die vielen positiven Begegnungen. Die Begegnungen mit Staatsrätinnen und Staatsräten. Der Kanton Freiburg hat eine kompetente Regierung.

Die Begegnungen im Rahmen der Konferenz der Hauptorte und der grossen Gemeinden und auch im Rahmen der verschiedenen Gemeindeverbände des Sensebezirks.

Und natürlich vor allem die Begegnungen in Tafers. Ich habe in allen vier Legislaturperioden im Gemeinderat Menschen näher kennen und schätzen gelernt, die mir viel bedeuten. Wir haben auch sehr viel gelacht. Humor war unser ständiger Begleiter. Gerne hoffe ich, dass die vielen Freundschaften bestehen bleiben.

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