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Hüter der Masseinheiten

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Wenn Beat Jeckelmann das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) erwähnt, die Organisation, für die er arbeitet, wird er häufig darauf angesprochen, wie denn das Wetter so werde. Um auf diese Frage zu antworten, ist Jeckelmann nicht qualifiziert. Er ist kein Meteorologe, sondern kümmert sich um Masseinheiten.

Immer genauer messen

Der Grund für die Verwechslung ist nicht nur, dass die beiden Begriffe Metrologie und Meteorologie sehr ähnlich geschrieben werden, sondern weil die Wissenschaft des Messens in der breiten Bevölkerung eher unbekannt ist. «Häufig werde ich gefragt, ob das den überhaupt noch nötig sei, schliesslich seien ja die Masseinheiten erfunden und definiert.» Das stimme aber nur teilweise. In der Metrologie gehe es vor allem darum, dass die Industrie immer genauer messen könne und auch wolle. Deshalb liefern und realisieren die nationalen Metrologie-Institute wie das Metas in der Schweiz immer genauere Messmethoden. Und international koordiniert wird das Messwesen von Organisationen wie der europäischen Vereinigung Euramet, damit am Schluss überall auf der Welt gleich gemessen wird (siehe Kasten). Jeckelmann verdeutlicht dies am Beispiel der Airbus-Produktion: «Teile für ein neues Flugzeug kommen von fast überall auf der Welt. Am Schluss, bei der Endmontage, müssen die Masse der Teile ganz genau stimmen.» Auch neue technische Möglichkeiten erfordern wieder neue Messtechniken, zum Beispiel die Nanotechnologie, die in aller Munde sei: «Man muss in immer kleineren Dimensionen ganz exakt messen können, und zwar auf der ganzen Welt genau gleich», erklärt Jeckelmann. Deshalb sei der wichtigste Teil der Metrologie die internationale Zusammenarbeit.

Um diesen Bereich wird sich der in Muntelier wohnhafte 58-jährige Jeckelmann ab dem nächsten Jahr vermehrt kümmern. Im Juni wurde er für drei Jahre zum Vorsitzenden der europäischen Organisation Euramet gewählt.

Europa-Vorsitzender

 Sein Amt wird er Mitte 2015 antreten, seine Tätigkeiten in der Schweiz beim Metas in Wabern, unter anderem als Forschungsverantwortlicher, wird er aber behalten. Für seine zusätzliche Funktion beim Euramet wird er aber noch mehr unterwegs sein. «Reisen muss ich jetzt schon regelmässig, weil halt die Metrologie viel Austausch mit Kollegen und den Institutionen aus dem Ausland verlangt.»

Statt in Wabern wird er in den nächsten drei Jahren häufiger in Braunschweig und London sein, den beiden Standorten von Euramet.

Von Anfang an Physik-Fan

Die Grundlage für seine Karriere als Physiker hat er schon früh gelegt: «Bereits am Gymnasium habe ich mich für die Physik begeistert.» Darum habe er Physik studiert und seinen Doktortitel im Bereich der Experimentalphysik an der Universität Freiburg gemacht. Die weiteren Stationen führten ihn zu renommierten Institutionen wie der ETH und dem Massachusetts Institute of Technology. Nach seinem Abstecher in die USA zügelte er nach Murten und nahm seine Tätigkeiten am Metas auf. Mittlerweile wohnt er in Muntelier. Die Region Murten gefällt ihm, weil es hier eine hohe Lebensqualität habe. «Hier kann ich mich gut erholen, zum Beispiel von meinen Geschäftsreisen.»

Metas und Euramet: Überall auf der Welt gleich messen

D as Eidgenössische Institut für Metrologie Metas realisiert und vermittelt international abgestimmte und anerkannte Masseinheiten. Es beaufsichtigt die Verwendung von Messmitteln in den Bereichen Handel, Verkehr, öffentliche Sicherheit, Gesundheit und Umwelt.

Euramet ist die Vereinigung der nationalen Metrologieinstitute von 37 Ländern in Europa; auch das Schweizerische Institut Metas gehört zur Vereinigung. Zu den Hauptaufgaben des Euramet gehören die Koordination und die Harmonisierung der Grundlagen im Messwesen, um sicherzustellen, dass in Industrie und in der Wissenschaft in ganz Europa nach international anerkannten Referenzmassen gearbeitet werden kann.

Zum anderen hat Euramet zusammen mit der EU-Kommission ein gross angelegtes Forschungsprogramm entwickelt, mit dem Ziel, die Forschung der nationalen Institute besser zu koordinieren. tk

Quellen: www.metas.ch; www.euramet.org

Zur Person

Experimentalphysikeraus Muntelier

Beat Jeckelmann wurde 1956 geboren und ist in Düdingen aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Jeckelmann schloss sein Studium mit einer Doktorarbeit im Bereich der Experimentalphysik ab. Heute wohnt der 58-Jährige in Muntelier und ist Leiter im Bereich Elektrizität sowie Forschungsverantwortlicher am Metas. Ab Mitte 2015 ist er für drei Jahre Vorsitzender der europäischen Metrologieorganisation Euramet.tk

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