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«Ich empfinde das nicht als Strafe»

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Nachdem sich Julien Sprunger im zweiten Saisonspiel in Langnau eine Blessur am Innenband zugezogen hatte, gab der 33-jährige Freiburger Captain am 12. November sein viel umjubeltes Comeback. Im Heimspiel gegen Servette erzielte er in seiner typischen Manier den Siegtreffer in der Overtime. Mehr als einen Monat später oder seit 10 Spielen wartet Sprunger, der in bisher 811 Partien für Gottéron 317-mal getroffen hat, aber weiterhin auf sein zweites Saisontor.

Blessur keine Entschuldigung

«Klar denke ich daran», sagt Julien Sprunger auf seine Torflaute angesprochen. «Bis jetzt wurde noch nicht allzu viel darüber diskutiert, doch langsam wird es bei den Leuten und den Journalisten zu einem Thema. Alle sprechen darüber, als ob es für jeden ein grosses Problem wäre …» Womöglich sehe es von aussen so aus, als ob er seine Spielweise nach der Verletzung verändert habe, «doch das habe ich nicht. Ich gebe weiter Vollgas, auf und neben dem Eis. Im Training gehen die Pucks auch wie gewohnt rein. Komplizierter sieht es im Match aus.» Weshalb das so ist, sei schwierig zu erklären. «Aber ich habe Vertrauen in meine Fähigkeiten. Früher oder später fallen die Tore wieder. Ich habe ja Chancen, das ist ein gutes Zeichen.»

Die Verletzung jedenfalls sei keine Entschuldigung für seine fehlende Produktivität. «Ob ich bereits bei 100 Prozent bin, weiss ich nicht, aber ich fühle mich gut. Natürlich habe ich fünf oder sechs Spiele benötigt, um die Schnelligkeit und die Explosivität wiederzufinden. Gleichzeitig bin ich noch nie der schnellste und explosivste Spieler gewesen. Und wenn die anderen bereits 20 Partien in den Beinen haben, musst du zuerst den Anschluss finden.» Die Flaute mit der Knieblessur zu rechtfertigen, wäre deshalb falsch, sagt Sprunger. «Das ist keine Erklärung dafür. Gleich im ersten Spiel habe ich ja getroffen, und damals war ich bestimmt in einer weniger guten Verfassung als heute.»

Mit Walser und Marchon

Dass die Linie mit Sprunger, Andrei Bykow und Viktor Stalberg nicht wirklich auf Touren kommt und die Torproduktion zuletzt fast ausschliesslich von der Formation um David Desharnais abhing, entging selbstredend auch dem Coaching-Staff um Christian Dubé nicht, der nun reagiert hat. Heute im Heimspiel gegen den Leader ZSC Lions spielt neu Matthias Rossi neben Bykow und Stalberg, während Sprunger an der Seite von Samuel Walser und Nathan Marchon im dritten Block stürmt.

Von einer Degradierung will «Mister Gottéron» jedoch nichts wissen. «Ich empfinde das nicht als Strafe. Meine Rolle verändert sich dadurch zwar ein wenig, aber ich bin nach wie vor in einer guten Linie.» Gehe es in der Paradeformation zusammen mit den Ausländern primär um das Toreschiessen und darum, für die Entscheidung zu sorgen, so würden in der dritten Linie die defensiven Aufgaben noch mehr an Gewicht erhalten. «Die ganze taktische Ausrichtung ist eine andere als mit Bykow und Stalberg, das ist klar.»

Das Teamwohl vor dem Ego

Es sei aber keine Frage des Zurückversetzens oder Aufsteigens. «Ich bin ein Spieler wie jeder andere. Rossi hat sich einen Platz und die Chance in einer anderen Linie verdient», erklärt Sprunger. «Wir haben in der Kabine darüber gesprochen. Es ist wichtig, dass die dritte Linie mit Walser und Marchon zum Erfolg beiträgt. Ich spiele sehr gerne mit diesen beiden.» Für ihn sei es kein Problem, ob er im ersten, zweiten, dritten oder vierten Block spiele. «Ich kenne meine Aufgabe und gebe mein Bestes, um der Mannschaft zu helfen.»

Es wäre problematisch, wenn er sein Ego vor das Teamwohl stellen würde. «Umso mehr, weil ich der Captain bin», sagt Sprunger. «Wenn ich mich in einen Schuss legen kann, dann mache ich das. Und wenn ich ein Tor schiessen kann, dann tue ich auch das. Zudem bin ich nun in einem Alter, in dem ich den Job ausführe, der von mir verlangt wird.» Wie er persönlich hoffen auch die Fans, dass Julien Sprunger bereits heute wieder jenen des Skorers übernimmt.

Vorschau

Gelingt der erste Sieg gegen Zürich?

Mit den ZSC Lions ist heute der Leader im St. Leonhard zu Gast. Die Zürcher sind das einzige Team, das Gottéron in dieser Saison noch nicht bezwingen konnte (1:4-Niederlage auswärts, 2:4 zu Hause). Das obwohl die Freiburger gegen die Spitzenteams eine bessere Bilanz aufweisen als gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenregion. «In der Tat haben wir die Tendenz, das Spielniveau gegen Top-Teams erhöhen zu können», erklärt Julien Sprunger. «Wir wissen, dass in diesen Spielen keine Fehler toleriert werden und wir achten auf jedes Detail.» Das bedeute aber nicht, dass die vermeintlich schwächeren Teams auf die leichte Schulter genommen würden, so der Captain. «Womöglich liegen die besseren Resultate daran, dass die Spitzenteams mehr das Spiel machen und wir geduldig auf unsere Möglichkeiten warten können.»

Trainer Christian Dubé muss heute wie am Dienstag beim 3:2-Heimsieg gegen Biel auf die verletzten Marco Forrer und Flavio Schmutz sowie Sandro Schmid (U20-WM) verzichten. Lukas Lhotak ist als 13. Stürmer vorgesehen. Dafür gibt Elite-Junior Mathys Mojonnier sein NL-Debüt.

fs

Heute spielen

Ambri – Rapperswil 19.45

Gottéron – ZSC Lions 19.45

Lausanne – Servette 19.45

Lugano – Biel 19.45

SCL Tigers – SC Bern 19.45

Zug – Davos 19.45

Der heutige Gegner

Fakten zu den Lions

• Im Schnitt 34-mal schiessen die Lions pro Spiel aufs Tor und damit so oft wie keine andere Mannschaft.

• Mit einer Erfolgsquote von 23,7 Prozent haben die Zürcher das beste Powerplay der Liga.

• Die Lions sind das stärkste Team am Bully (54 Prozent der Anspiele werden gewonnen).

• Mit dem kanadischen Verteidiger Maxim Noreau und Stürmer Chris Baltisberger sind heute gleich zwei Zürcher gesperrt.

• Garrett Roe ist der Topskorer der National League (9 Tore, 25 Assists).

 

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