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«Ich male am liebsten Rùndùmelini, Drüegglini und Vieregglini»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Mein Name ist Silvia von Niederhäusern. Ich bin 44 Jahre alt, habe eine Autismus-Spektrum-Störung und lebe seit 20 Jahren in der Wohngruppe blau im Wohnheim der Stiftung ssb in Tafers. Ich wohne zusammen mit sechs Mitbewohnern. Wir sind sechs Frauen und ein Mann. Aufgewachsen bin ich im Grossried in der Gemeinde Ueberstorf.

Schon als Kind habe ich gerne gezeichnet und gemalt, zuerst zu Hause, dann in der Schule. Malen gehört deshalb auch heute noch zu meinen Lieblingshobbys. Normalerweise gehe ich einmal in der Woche ins Creahm, ein Malatelier für Menschen mit Beeinträchtigung, in Villars-sur-Glâne. Dort male ich auf dem Tisch oder an der Staffelei meine Bilder. Manchmal fällt mir sofort ein, was ich malen will, manchmal muss ich etwas überlegen. Mal male ich auf einem grossen Stück Papier, mal auf einem kleinen, mal auf einem mittleren und mal auf einem ganz grossen Papier. Ich male am liebsten «Rùndùmelini, Drüegglini und Vieregglini» – und dies immer in vielen verschiedenen Farben, denn ich mag alle Farben und ich mag es gerne bunt. Ich male mit Wasserfarben, Holzfarben, manchmal mit Filzstift, Kugelschreiber oder Bleistift oder auch gerne mit Neocolor oder schwarzen Kohlefarben. Viele meiner Bilder sind auch schon verkauft worden. Wegen des Coronavirus konnte ich in den letzten Monaten leider nicht ins Creahm gehen, das ist schade, denn ich gehe gerne dorthin. Damit ich trotzdem malen konnte, habe ich im Wohnheim den Coronavirus gemalt: ein grosser Kreis und viele Striche, so wie ein Virus aussieht.

Neben dem Malen habe ich noch viele andere Hobbys: Am Montag gehe ich zum therapeutischen Reiten, am Dienstag gehe ich walken, am Donnerstag schwimmen wir im Schwimmbad vom Institut Les Buissonets. Am liebsten gehe ich «iis ga zieh» in ein Restaurant. Aber viele dieser Dinge sind momentan nicht möglich.

Ich mag sehr gerne Tiere. Zu Hause im Grossried hatten wir auf dem Bauernhof viele Tiere, hier in Tafers haben wir drei Kaninchen, zwei Hühner und einen Hahn. Ich füttere sie und rede gerne mit ihnen, sie hören mir zu. Ich arbeite auch in der Werkstatt der Sensler Stiftung für Behinderte. Dort reinige ich die Gefässe der Opferkerzen und stelle Karten her. In der Beschäftigungsabteilung spielen wir manchmal Karten, ich mag Uno sehr gerne oder auch Memory.

Am 20. Juli fahren wir mit der ganzen Wohngruppe nach Interlaken für eine Woche in die Ferien. Viermal im Jahr darf ich zu einer Pflegefamilie im Emmental in die Ferien gehen. Nach den Sommer­ferien kann ich dann wieder ins Creahm gehen.»

Aufgezeichnet von Imelda Ruffieux

Was bedeutet für Sie Heimat?

«Heimat bedeutet für mich, dort zu sein, wo die Leute sind, die ich gut kenne. Das ist zu Hause im Grossried bei meinen Eltern oder in der Wohngruppe in Tafers. Ich bin auch gerne in Röthenbach bei Lydia und Ernst Lehmann im Emmental.»

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