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«Ich will meine Tatkraft weitergeben»

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Im Gespräch mit Nicolas Bürgisser, Kandidat für das Oberamt des Sensebezirks

Autor: Mit NICOLAS BÜRGISSER sprach IMELDA RUFFIEUX

Warum glauben Sie, dass Sie ein guter Oberamtmann sein würden?

Ein Oberamtmann ist eine Person, die mehrere Funktionen ausüben muss. Er muss volksnahe sein und spüren, was die Leute wollen. Ich war immer volksnahe, während meiner Arbeit als Grossrat habe ich immer wieder Impulse aus der Bevölkerung erhalten und aufgenommen. Als Oberamtmann muss man unters Volk gehen und sich nicht im Büro verstecken.Zum anderen habe ich nun zehn Jahre lang Gesetze gemacht, im Grossen Rat und in verschiedenen Kommissionen. Ich fühle mich nun sicher genug, sie auch anzuwenden.Ausserdem schätze ich mich als dynamische Person ein. Bei verschiedenen Anlässen habe ich unter Beweis gestellt, dass ich den Bürgerinnen und Bürgern politische Themen erklären kann. Ich bin im besten Alter, voll Kraft und Saft, und möchte diese Tatkraft an die Sensler Bevölkerung weitergeben.

In welchen Bereichen besteht für den Sensebezirk dringender Handlungsbedarf?

Die Neuansiedlung von kleinen und mittleren Unternehmen ist dringend. Dazu müssen wir gutes und sehr preisgünstiges Land anbieten. Wichtig ist auch, dass die Bewilligungsverfahren sehr schnell durchgezogen werden, denn da stehen wir in einer Konkurrenzsituation mit anderen Kantonen. Es müsste uns gelingen, mehr Unternehmen à la Comet anzusiedeln.

Man wirft Ihnen vor, eher ein «Tourismusdirektor» als ein Oberamtmann zu sein – was sagen Sie dazu?

Das schmeichelt mir, denn ein guter Tourismusdirektor sollte auch einen guten Kontakt zur Bevölkerung und zur Politik haben. Ich habe im Tourismus gearbeitet und habe mit Erfolg Leute von Projekten überzeugen können. Ein guter Tourismusdirektor bringt auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen.

Was würden Sie konkret anders anpacken als Marius Zosso heute?

Marius Zosso hat einen guten Job gemacht. Er hat einen guten Ruf, ist mit den Leuten ausgekommen und hat dafür gesorgt, dass das Oberamt ein gut funktionierender Dienstleistungsbetrieb ist. Ich würde deshalb versuchen, im ähnlichen Sinne weiterzufahren. Vielleicht würde ich versuchen, gewisse Entscheide rascher zu fällen.

Wie stehen Sie zur Agglomeration Freiburg und dem Umstand, dass zwei Sensler Gemeinden allenfalls ihre Kräfte dorthin verlagern?

Ich habe bereits 2001 in einer Motion verlangt, dass die Gemeinden selber über einen Beitritt zur Agglomeration entscheiden sollen, ohne Zwang. Ich will nicht, dass die beiden Sensler Gemeinden dazubeitragen müssen, die miserable finanzielle Situation der Stadt Freiburg auszubaden. Ich bin sehr skeptisch gegenüber der Agglomeration. Die Zusammenarbeit durch Interessenverbände (z.B. Cutaf) funktioniert sehr gut. Wo man zusammenarbeiten muss, soll man dies tun. Es ist aber nicht gut, krankhaft ein Gebilde darüber zu setzen.

Verschiedene Kreise fordern, dass der Posten des Oberamtmanns von einem Juristen besetzt werden soll. Was sagen Sie dazu?

Ich bin Mitglied des Friedensgerichts, Vizepräsident der Begnadigungskommission und arbeite in einer eidgenössischen Kommission mit, die sich mit juristischen Angelegenheiten befasst. Zudem habe ich nun zehn Jahre im Parlament Gesetze mitgestaltet. Dadurch habe ich genügend juristische Erfahrung gesammelt.Marius Zosso war während 15 Jahren Oberamtmann. Es ging gut, obwohl er kein Jurist ist, und ich denke, ich bringe mehr juristi-sche Erfahrung mit als er zu Beginn hatte.

Ist es möglich, einen Wahlkampf zu führen ohne Partei im Rücken?

Nur noch etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind parteimässig or-ganisiert, so dass die Parteien viel von ihrer Bedeutung verloren ha-ben. Zudem ist gemäss Umfragen die Glaubwürdigkeit von Parteien sehr schlecht. Deshalb bin ich überzeugt, dass es auch ohne Partei geht. Die Leute wählen je länger, je mehr Köpfe statt Parteien. Ich bin sicher, dass es eine Kopfwahl geben wird.Ich habe Leute, die mir helfen, muss aber natürlich mit beschränkten finanziellen Mitteln auskom-men.

Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?

Ich rechne damit, dass es spannend wird, und ich es in den zweiten Wahlgang schaffe. Es wird heiss und wohl sehr eng – vielleicht gibt es sogar «Florida-Verhältnisse», das heisst, dass wenige Stimmen den Ausschlag geben.

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