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«Ich will nie einen Unfall haben»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

 Wie ein Spanferkel dreht sich das Auto auf dem Spiess langsam im Uhrzeigersinn auf die Seite. Spätestens nach 90 Grad sind erste aufgebrachte Laute aus dem Innern des Autos zu vernehmen. Nach 180 Grad stoppt der Simulator, und der sogenannte Roll-Car liegt auf dem Dach. René Lehner, Kursinstruktor am Driving Center Schweiz, spricht Dora Schenk Mut zu. Sie hatte sich freiwillig gemeldet, um aus dem Unfallsimulator an der Jubiläumsfeier der Samariter Ulmiz und Umgebung gerettet zu werden.

Gut abrollen

«Es ist wichtig den Kopf und Nacken der verunfallten Person gut zu stützen», erklärt Lehner den Besuchern. Nach kurzen Anweisungen an die «Verunfallte» löst Lehner den Sicherheitsgurt, und Dora Schenk befreit sich nach einer kleinen Rolle aus dem Fahrzeug. «Meine Güte, ich will nie einen Unfall haben», sprudelt es nach der Rettung aus ihr heraus. «Als ich kopfüber im Auto hing, war es mir sehr unwohl. Der Retter hat seine Sache jedoch gut gemacht, und ich fühlte mich sicher», fasst sie das Erlebnis zusammen.

Rettung in vier Schritten

Auch Alex Keller hatte Mühe mit dem «Kopfüberhängen», als er sich selbst aus dem Roll-Car befreien sollte. «Am schwierigsten ist es, die Orientierung zu behalten. Eigentlich ist es dann nicht schwer, sich selbst zu befreien. Die Beachtung der richtigen Schritte ist jedoch wichtig», ist der Präsident der Jugendsamaritergruppe Help, Ulmiz und Umgebung, überzeugt. Die richtigen Schritte sehen gemäss Instruktor René Lehner wie folgt aus: Erstens: Unterarm oder Hand zum Schutz unter den Kopf halten. Zweitens: Füsse gegen das Armaturenbrett stemmen. Drittens: Die Beine kräftig strecken und das eigene Gewicht in den Sitz drücken. Viertens: Mit der anderen Hand das Gurtschloss suchen und öffnen (notfalls zerschneiden).

Doppelt profitiert

Kaum sind die Rettungsschritte erklärt, stehen auch schon die nächsten Versuchswilligen bereit. «Ich habe viele positive Rückmeldungen auf den Roll-Car erhalten. Die Leute sind sehr interessiert, mehr über die Erste Hilfe zu erfahren», sagt Christiane Kunz, Präsidentin des Samaritervereins Ulmiz und Umgebung.

Die Benutzung des Roll-Cars hat den Verein 1200 Franken gekostet. Regionale Sponsoren haben die Aktion zum Jubiläum der Samariter unterstützt. Und die Investition hat sich doppelt ausgezahlt, findet Kunz: «Mit dem Roll-Car haben unsere Samariter gelernt, wie man jemanden oder sich selbst aus einem auf dem Dach liegenden Auto retten kann, und gleichzeitig konnten wir auch die Bevölkerung informieren.»

Gefährliches Oberland

Auch Tanja Buntschu, Mitglied Betreuungs- und Ausbildungskommission der Samariter Deutschfreiburg, findet es wichtig, die Bevölkerung über Autoüberschläge aufzuklären: «Gerade im Oberland kommt es bei schlechten Witterungsverhältnissen manchmal zu Unfällen, bei denen das Auto auf dem Dach landet. Mit dem Roll-Car wollten wir möglichst viele Leute schulen, wie man sich am besten aus dieser misslichen Lage befreit», hält sie fest.

 

Samariterverein Ulmiz: 50 Jahre helfende Hände

D er Samariterverein Ulmiz und Umgebung feiert dieses Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Die Gründung des Jugendsamaritervereins Help, Ulmiz und Umgebung, war einer der Höhepunkte in der Vereinsgeschichte. Bereits seit zehn Jahren sichern sich die Samariter so ihren Nachwuchs. «Unsere Helpies sind sehr interessiert, und manche bleiben auch im Erwachsenenalter noch im Verein», sagt Vereinspräsidentin Christiane Kunz stolz. Erfreulich sind auch die konstanten Mitgliederzahlen. «Es waren immer etwa 30 Samariter. Heute zählen wir 37 Mitglieder und 32 Jugendsamariter», berichtet Kunz weiter. «Teilweise machen gleich mehrere Familienmitglieder bei uns mit, und manche sind schon fast seit der Vereinsgründung dabei.»

Im Jubiläumsjahr bieten die Samariter neu einen Ü50-Nothilfekurs an. Der Kurs soll als Auffrischung des Nothilfekurses dienen. «Viele ältere Autolenker haben zudem vielleicht noch gar keinen Nothilfekurs absolviert, da dieser früher für den Erwerb des Führerausweises noch nicht obligatorisch war», sagt Kunz. Zudem werden Kurse für Fahrschüler und Kurse für Notfälle bei Kleinkindern durchgeführt. tt

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