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Im Sensebezirk leben die jüngsten Kandidaten für den Gemeinderat

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An den Gemeinderatswahlen Anfang März können die Stimmbürgerinnen und -bürger aus fast 300 Kandidierenden wählen.
Corinne Aeberhard/a

In Düdingen und Schmitten treten die jüngsten Kandidaten für den Gemeinderat an, der älteste Kandidat will in Courgevaux die Wiederwahl schaffen. 

Fast 300 Bürgerinnen und Bürger aus dem See- und Sensebezirk treten an für ein Amt im Gemeinderat. In den Wahllisten stehen nicht nur die Namen und Vornamen, sondern unter anderem auch Jahrgänge, Geschlecht und Berufe. Die FN haben alle Wahllisten des Sense- und Seebezirks zusammengetragen und ausgewertet.

Wie der Dirigent eines Orchesters

In puncto Jahrgängen zeigt sich, dass die Spanne in beiden Bezirken sehr breit ist. Im Sensebezirk reicht sie von den 1950er-Jahren bis in die 2000er-Jahre, im Seebezirk von den 1940er-Jahren bis in die 1990er-Jahre.

Die meisten Kandidatinnen und Kandidaten wurden zwischen 1960 und 1979 geboren.

Der älteste Kandidat ist Eddy Werndli, geboren 1947. Der bisherige Gemeindepräsident von Courgevaux tritt für eine weitere Legislatur an. «Die Arbeit in einem Gemeinderat ist sehr abwechslungsreich und interessant», sagt er. Wenn darin Personen aller Altersklassen vertreten seien, mache das eine gute Mischung. Er fügt an:

Der Gemeinderat ist eine Lebensschule.

Eddy Werndli
Gemeindepräsident von Courgevaux

Dass Jüngere sich für ein Amt im Gemeinderat interessieren, begrüsst er. «Es ist eine Lebensschule», sagt der 73-Jährige. Ein junger Mensch könne dabei nur gewinnen. «Ein Engagement in einem Gemeinderat wird ihm in seinem ganzen Leben weiterhelfen.»

Die Rolle eines Gemeindepräsidenten vergleicht er mit dem Dirigenten eines Orchesters. «Wir müssen gut zusammenspielen, um Lösungen zu finden.» Der Gemeinderat müsse sich als Team sehen, das gemeinsam am selben Strang zieht.

Die Nachhaltigkeit fördern

Die beiden jüngsten Kandidierenden für einen Sitz im Gemeinderat haben Jahrgang 2001. Es sind dies Noëlle Schneider auf der Liste der SP Schmitten und Sandro Tissi von der Jungen Liste Düdingen.

Die SP Schmitten habe sie angerufen, sagt Noëlle Schneider. Sie sagte zu, denn sie habe schon vorher mit dieser Partei sympathisiert. Ihr politisches Interesse sei in der OS-Zeit entstanden. «Ich begann mich dafür zu interessieren, wie man Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten beheben kann.»

Er sei als Zuschauer bereits an den Sitzungen des Generalrats gewesen und von der jungen Liste daraufhin angesprochen worden, erzählt Sandro Tissi. An der Jungen Liste gefalle ihm, dass sie offen sei für unterschiedliche Meinungen und einen guten Einstieg in die Politik ermögliche.

Der 19 Jahre alte Wirtschaftsstudent an der Universität St. Gallen möchte in Düdingen die ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit fördern. Konkret nennt er die Unterstützung von Vereinen beizubehalten und auszubauen, den Klimaschutz auf Gemeindeebene zu fördern und das Dorfzentrum zu begrünen. Weiter wolle er im Gemeinderat mithelfen, Kompromisse zu finden und gute Lösungen zu ermöglichen.

Auch Noëlle Schneider nennt die Nachhaltigkeit als eines ihrer politischen Anliegen. Solaranlagen auf gemeindeeigenen Bauten gibt die 19-jährige Schülerin des Kollegiums St. Michael als Beispiel an. Ebenso wolle sie die Integration von Minderheiten verbessern. Für die Kultur und Vereine in Schmitten wünsche sie sich mehr Unterstützung.

Noëlle Schneider und Sandro Tissi geben an, für ihre Wahlkampagne auf das Internet und Social Media zu setzen, aber nicht nur: Noëlle Schneider erwähnt auch die Plakate, welche die SP in Schmitten einsetzt. Sandro Tissi möchte direkt mit den Wählern in Kontakt treten via Postkarte oder Telefonanrufe.

Freie Angaben zu den Berufen

Die Feststellungen aus den Altersgruppen – die jüngsten im Sensebezirk, der älteste im Seebezirk – zeigen sich auch bei den Berufen. Im Sensebezirk sind mehr Kandidierende im Studium, in Ausbildung oder im Praktikum als in Rente. Im Seebezirk ist es genau umgekehrt.

Ein Grossteil der Kandidierenden arbeitet in intellektuellen oder wissenschaftlichen Berufen.

Im Gegensatz zum Jahrgang sind die Angaben zum Beruf eher mit Vorsicht zu geniessen: Jeder Kandidierende ist frei bei der Bezeichnung des Berufes. Beispielsweise hat eine Person ihren ehemaligen Beruf angegeben, obwohl sie in Rente ist.

Nach der Zuordnung aller Kandidierenden in Berufsgruppen zeigt sich eine im Grundsatz gleichmässige Verteilung. Auffallend sind die vielen Personen mit intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen. Das ist zum Teil eine Folge der Zuordnung. Als Vorlage diente die Schweizer Berufsnomenklatur CH-ISCO-19, die eine grosse Bandbreite von Berufen als intellektuell oder wissenschaftlich einstuft. Diese reicht von Ingenieuren über Lehrkräfte bis hin zu Künstlern.

Gleich hoher Frauenanteil in den zwei Bezirken

Der Anteil der Frauen und Männer auf den Wahllisten des Sense- und Seebezirks ist quasi identisch. Den Unterschied muss man hinter dem Komma suchen: Der Frauenanteil beträgt im Sensebezirk gerundet 28,7 Prozent, im Seebezirk sind es 28,4 Prozent. Im Vergleich zu den Gemeinderatswahlen 2016 stagniert der Wert im Sensebezirk, im Seebezirk hat er mit rund drei Prozentpunkten etwas zugelegt. jmw

Der Sense- und der Seebezirk liegen quasi gleichauf beim Frauenanteil.

Kommentar (1)

  • 03.02.2021-Yolanda Sieber E.

    Lieber Herr Wirtz
    Sie kommentieren eine Grafik, die zeigt, dass nur ca. 1/4 aller Gemeinderatskandidierenden Frauen sind mit „Gleich HOHER Frauenanteil in den zwei Bezirken“. Ihr Exkurs bezüglich der Stellen hinter dem Komma lässt vermuten, dass es sich dabei nicht um eine absichtlich humorvolle Formulierung handelt. Lassen Sie diese verstörenden Zeilen nicht Ihre letzten zu diesem Thema gewesen sein! Mein Wunsch an Sie: ein Artikel zur Frage „Was ist hilfreich, damit Frauen ihre Verantwortung in der Gemeindepolitik wahrnehmen?“ Ich freue mich schon auf die Lektüre. Freundlich grüsst

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