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«In der Schule falte ich oft Flieger»

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Mit einer ruhigen Kaffeepause war es gestern Nachmittag nichts in der Mensa der Hochschule für Technik und Architektur: Wie üblicherweise sitzen kurz vor halb drei Studenten an den Tischen–statt der Tasse Kaffee und dem Schokoriegel liegt vor ihnen aber ein Stapel Papier, konzentriert falten sie die Blätter zu Fliegern.

Einer von ihnen ist Luca Ceravolo. Er hat sich spontan für das sogenannte «Qualiflying» des von Red Bull organisierten Papierflieger-Wettbewerbs angemeldet. Die zwei Besten pro Kategorie können am Schweizer Final vom Samstag in Luzern teilnehmen und sich dort für die WM in Salzburg qualifizieren. «Ich habe überhaupt nicht geübt und es werden wohl alle lachen–aber es macht Spass», meint Ceravolo.

Etwas besser informiert ist Dario Bianchi. Zur Vorbereitung hat er sich auf YouTube Filme angeschaut und einige Flieger nachgebastelt. Auch fleissig geübt hat Mathieu Dewarrat. «In der Schule falte ich oft Flieger», sagt er lachend.

Applaus und Gelächter

Etwas nach halb drei beginnt der Wettbewerb, die erste Kategorie ist die Flugweite. Studentinnen und Studenten in grünen Fliegeranzügen und Stewardessenkostümen rufen Kandidat um Kandidat auf, messen die Distanz und verteilen Red Bull. Steigt der Flieger hoch in die Luft und kommt fast an derselben Stelle wieder zu Boden, mischt sich Gelächter unter den Applaus. Ein bewunderndes «Oh» gibt es hingegen für diejenigen, die ihre Flugzeuge elegant durch die Luft schweben lassen–so etwa für Dario Bianchi. Als einer der ersten Kandidaten stellt er eine Bestmarke von 16,5 Metern auf, die lange niemand erreicht. «Wichtig ist die Symmetrie, damit der Flieger nicht nach links oder rechts abdriftet», erklärt Bianchi seine Strategie. Ganz reicht es ihm zwar nicht für den Sieg, als Zweiter kann er am Samstag aber dennoch nach Luzern reisen. «Bis dahin werde ich schon noch ein, zwei Modelle ausprobieren», sagt er.

Gleiten und Sturzflug

Nicht zufrieden mit seinem ersten Auftritt ist hingegen Mathieu Dewarrat. Für die zweite Kategorie, die längste Flugzeit, hat er sich denn auch einiges vorgenommen–und einen neuen Flieger gefaltet. «Willst du weit fliegen, brauchst du ein langes Flugzeug. Willst du lange fliegen, ein breites», erklärt er, und schaut dann zu, wie Mitstreiter um Mitstreiter einen Flieger in die Luft schickt. Während manche Flugzeuge sanft und mit Pirouetten zu Boden gleiten, prallen andere nach einem zu kraftvollen Wurf an die Decke oder ins Fenster und sinken im Sturzflug. Als Dewarrat aufgerufen wird, schlendert er nach vorne und schickt seinen Flieger los: 3,94 Sekunden schwebt dieser–länger schafft es kein anderer.

Als Letztes sind die Aerobatics an der Reihe. Die schönsten Flugmanöver zeigt Elio Schnarrenberger; er hat bereits in der ersten Kategorie gewonnen. «Ich hätte nicht gedacht, dass es gleich zwei Mal reicht», meint er. «Aber ich freue mich, am Schweizer Final teilzunehmen.» Bis dahin müsse er aber noch etwas an seiner Falt- und Wurftechnik feilen. «Denn dort herrscht wohl ein anderes Niveau.»

Nach knapp zwei Stunden ist der Wettbewerb beendet, die Mensa leert sich. Zurück bleiben leere Red-Bull-Dosen und jede Menge Papierflieger.

Resultate

17 Meter und 3,94 Sekunden

Sieger des von Red Bull organisierten Papierflieger-Wettbewerbs sind: Elio Schnarrenberger und Dario Biancho mit einer Distanz von 17 respektive 16,5 Metern; Mathieu Dewarrat und Stefan Isenschmid mit einer Flugzeit von 3,94 respektive 3,92 Sekunden. Die besten Flugmanöver zeigten Elio Schnarrenberger und Lousanne Fort.rb

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