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In Erinnerung an die Pioniere von damals

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Würden die Forstarbeiter, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Plasselbschlund im Einsatz waren, heute noch leben, hätten sie das Einweihungsfest vom Samstag sicher auch genossen. Die Erinnerung an die harte körperliche Arbeit, die sie bei der Aufforstung der steilen Berghänge einst geleistet haben, war allgegenwärtig an diesem Tag.

Aus Respekt vor der damaligen Pionierarbeit hat eine Gruppe von sieben Männern vor drei Jahren alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das geschichtsträchtige Forsthaus Hölli vor dem Abriss zu bewahren (die FN berichteten). Allen voran ging Felix Bürdel, der Freunde und Weggefährten zur Mithilfe motivieren konnte. «Ich habe dies für unsere Vorfahren gemacht», betonte er am Samstag. Er habe sich verpflichtet gefühlt, den damals herrschenden Zeitgeist an die heutige und künftige Generationen weiterzugeben. Es sei ihm aber nicht klar gewesen, wie viel Arbeit dies mit sich bringen würde. «Ich bin oft erwacht, habe mich hinterfragt und neue Ideen entwickelt.»

Verein mit 180 Mitgliedern

 Rund 20 Helferinnen und Helfer haben über 1000 Stunden Fronarbeit geleistet. Dank ihnen konnte der Kostenrahmen von rund 360 000 Fran- ken eingehalten werden. Der Staat als Besitzer hat dem Trägerverein das Gebäude für 50 Jahre im Baurecht abgegeben. Daniel Bürdel, Präsident des Vereins mit bereits 180 Mitgliedern, erinnerte an die wichtigsten Schritte vom ersten Treffen des Initiativkomitees bis zum Abschluss der Umbauarbeiten. «Es ist sehr viel geleistet worden.» Er bezeichnete den Umbau des Forsthauses als weiteren wichtigen Meilenstein für den Plasselbschlund. Er dankte den Gönnern, Sponsoren und Helfern – und vor allem seinem Vater Felix. «Man darf ohne Wenn und Aber sagen, dass ohne ihn heute an dieser Stelle kein Forsthaus mehr stünde.»

Architekt Christian Luder war des Lobes voll über die Sorgfalt, mit der die Arbeiter das Forsthaus vor 73 Jahren gebaut haben, wahrscheinlich ohne richtige Baupläne, aber mit viel Gespür. «Weder Wurmbefall noch Probleme mit Feuchtigkeit oder Risse, der Standort hat allen Naturgefahren getrotzt–ich bin schwer beeindruckt.»

Kreisoberförster Simon Vogelsanger erinnerte an die Bedeutung des Wiederaufforstungsprojekts, das 1890 seinen Anfang nahm. Innert 30 Jahren haben Arbeiter zwei Millionen Bäume gepflanzt und 320 Kilometer Entwässerungsgräben erstellt – dies zu einem Stundenlohn von 25 Rappen. Das Forsthaus war ihr Stützpunkt im schwer zugänglichen Gebiet, bis es mit der zunehmenden Motorisierung in den 1960er-Jahren an Bedeutung verlor. Simon Vogelsanger, der in diesem Gebiet die Forstwartlehre absolvierte, wünschte sich, dass die künfti- gen Benutzer Sorge zu Haus und Landschaft tragen. Dem schloss sich Hervé Brügger an. Das Forsthaus passe mit der Höllbachbrücke perfekt in die prächtige Naturkulisse des Plasselbschlundes, sagte der Plasselber Ammann, der dem Verein einen Scheck übergab.

Der Franziskanerpater Pascal Marquard segnete das Gebäude ein, 73 Jahre nachdem Bischof Marius Besson das damals neu gebaute Forsthaus gesegnet hatte. Das Wetter zeig- te sich an der Feier, die von der Plasselber Musik umrahmt wurde, von der besten Seite. Für gute Laune sorgte Moderator Robert Sturny, Mitglied des Initiativkomitees: Dank seiner Überredungskunst fanden Bilder des Malers Walter Poffet bei der Auktion neue Besitzer; der Erlös dient zur Deckung der Umbaukosten.

Weitere Bilder zur Einweihung

Zum Projekt

Alter Charme mit modernem Komfort

Der Trägerverein hat beim Umbau darauf geachtet, den speziellen Charakter des Forsthauses zu respektieren und zugleich mehr Komfort für die neue Nutzung zu schaffen. Das Wasser kommt von der eigenen Quelle, Strom liefert eine Fotovoltaikanlage. Innen wurde ein neues Treppenhaus erstellt und aussen dient eine Laube mit Treppe als Notausstieg. Das Haus bekam eine neue Küche, sanitäre Einrichtungen und eine Klärgrube. Teile des Felsens neben dem Gebäude wurden geräumt, der Vorplatz wurde frisch gestaltet und die Zufahrt neu gebaut.im

 

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