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Ist die Einheitskasse günstiger?

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«Je mehr Staat, desto teurer wird es», antworte der Walliser FDP-Grossrat Philippe Nantermod auf die Frage von Moderator Serge Gumy, stellvertretender Chefredaktor der «La Liberté», ob eine Einheitskasse die Prämien senken könne. Nantermod plädierte an der von der CVP, SVP und FDP des Saanebezirks organisierten Debatte, zu der sich gerade mal 20 Personen einfanden, für mehr Eigenverantwortung der Versicherten. Er befürchtete auch, dass eine öffentliche Kasse Schulden macht, wenn Politiker über die Höhe der Prämien befinden, und erinnerte an die Schulden der IV.

Viel Geld für die Werbung

Nicht einverstanden mit dieser Überlegung war der Freiburger SP-Nationalrat Jean-François Steiert. «Wir haben das beste Gesundheitswesen der Welt. Bezüglich der Krankversicherung sind wir aber auf dem 35. bis 40. Platz.» Steiert wies auf die jährlichen 300 bis 400 Millionen Franken hin, welche Krankenversicherungen heute für die Werbung ausgeben und die mit einer öffentlichen Kasse eingespart werden könnten. Er möchte die eingesparten Gelder in die Prävention investieren. «Dies würde sich positiv auf die Prämien auswirken», betonte er und nannte die Suva als gutes Beispiel mit ihren Präventionskampagnen.

 «Das heutige System hat sich bewährt. Es ist das beste der Welt», hielt CVP-Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach als Gegnerin fest. «Ich werde von meiner Krankenkasse gut beraten. Und ich kann sie wechseln, wenn ich nicht zufrieden bin.» Bulliard machte auf die zwei Milliarden aufmerksam, welche der Wechsel vom heutigen System auf eine Einheitskasse kosten würde. «Der Wechsel, der wohl zehn Jahre dauern würde, würde nur grosse Probleme schaffen», ergänzte sie. «Eine andere Studie rechnet bei einem Wechsel mit 150 Millionen Franken», konterte Steiert, der sich die Begleichung der Wechselkosten auch mit einem Abbau der Kassenreserven von heute sechs Milliarden Franken vorstellen kann.

Wie viel kostet Verwaltung?

«Die Verwaltungskosten der Suva sind zweimal höher als jene der Krankenversicherungen», meinte der Walliser FDP-Grossrat zum Verwaltungsaufwand und zum Suva-Vergleich. Steiert gab aber zu bedenken, dass die öffentlichen Gebäudeversicherungen effizienter seien als die privaten. Er erhielt Unterstützung vom Freiburger CVP-Grossrat Marc-Antoine Gamba. Dieser hat es als Arzt satt, sich am Telefon mit 61 verschiedenen Krankenkassen herumzuplagen. Er möchte lieber nur einen Ansprechpartner. «Telefoniert man mit dem Staat, so hat man selten den gleichen Ansprechpartner», hielt die ehemalige FDP-Grossrätin Claudia Cotting entgegen.

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