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Jäger fordern Selbstkontrolle

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Rund 60 Jäger des Jagdschutzvereins Hubertus Sense trafen sich am Freitagabend im Restaurant Jäger in Plasselb zur Generalversammlung. Am selben Ort wird in zwei Wochen der zweite Sensler Jagdverein, Diana Sense, seine Generalversammlung abhalten. Nicht von ungefähr rief Oberamtmann Nicolas Bürgisser die Hubertus-Jäger dazu auf, aus zwei Vereinen einen starken Verband zu gründen. Präsident Herbert Jungo hatte zuvor erklärt, dass eine Fusion geprüft, doch zurzeit nicht vorgesehen sei.

«Keine Hampelmänner»

Die Versammlung überwies einstimmig einen Antrag zuhanden des Kantonalverbandes. Der von Philippe Volery gestellte Antrag betrifft die Wildkontrolle und fordert, dass jedes Wild wie vorgegeben nicht offiziell durch Dritte, sondern von den Jägern selbst kontrolliert und dann verkauft werden darf. Der Vorstand sei entgegen dem kantonalen Komitee der Auffassung, dass der Antrag überwiesen werden solle, erklärte Herbert Jungo. «Wir wollen Lösungen suchen, die den Jäger integrieren und somit die Selbstkontrolle für den Verkauf von Wild ermöglichen, so wie es das Bundesgesetz vorsieht», sagte er und erhielt Zuspruch aus der Versammlung. «Wir sind doch keine Hampelmänner», ärgerte sich ein Jäger.

Herbert Jungo rief im Jahresbericht den Jagdverlauf in Erinnerung und appellierte an die Jägerschaft, zusammenzustehen und das übergeordnete Ziel, «unsere einzigartige Freiburger Jagd», nicht aus den Augen zu verlieren. Mit Nörgeleien würden sich die Jäger nur selber einschränken, so Jungo. In die gleiche Richtung ging die Rede von Nicolas Bürgisser. «Ich bitte euch dringendst: Orientiert euch an euren Stärken und erledigt Streitereien intern», sagte er und lobte die Arbeit der Jäger und unterstrich deren Notwendigkeit.

Zuvor hatte ein Jäger die «Geldverschwendung» des Amts für Wald, Wild und Fischerei kritisiert, da die Wildhüter ausgerüstet würden, um nachts Wildschweine jagen zu gehen. Ein weiterer Jäger warf die Geschichte auf, wonach ein Wildhüter einen Fuchs verfehlt und stattdessen ein Auto getroffen haben soll. Er äusserte seinen Unmut darüber, dass die Sache nie publik gewor- den war. «Das ist eine Sache für den Staatsanwalt», sagte Nicolas Bürgisser.

Herbert Jungo brachte den statutarischen Teil souverän über die Bühne. Mit Edgar Marsch und Pius Käser wurden zwei Aktivmitglieder für ihr Engagement geehrt und zu Hubertusrittern ernannt. Der Verein zählt heute 100 Aktivmitglieder (+3). Sektorchef Marc Mettraux vom Amt für Wald, Wild und Fischerei erklärte zum Schluss, dass geplant sei, die Wildschwein- jagd anzupassen, so dass die Jäger mehr Wildschweine schiessen könnten. Er schlug versöhnliche Töne an: «Eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen ist für uns sehr wichtig. Auch wenn Sie es vielleicht anders sehen.»

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