Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Japanische Dampfwalze

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Electric Eel Shock im Bad Bonn

Autor: Von PASCAL JÄGGI

Wo soll man anfangen? Diese Band ist einfach zu krass. Schlagzeuger Tomoharu Ito kopierte die Red Hot Chili Peppers, indem er das ganze Konzert nur mit einer Socke bekleidet (raten sie mal wo) hinter sich brachte, die erstaunlich gut an ihrem Platz sass. Zur Abwechslung spielte er mit vier Drumsticks, was sich offenbar sogar noch positiv auf den Sound auswirkte. Trotz enger Platzverhältnisse schaffte es der nicht gerade kleinwüchsige Drummer, sein Arbeitsgerät zu besteigen und den Zuschauern ein Gitarrensolo auf seiner Socke zu geben, die sich immer noch beharrlich weigerte, sein bestes Stück preiszugeben.Bassist Kazuto Maekawa schien der, verhältnismässig, ruhende Pol der Band zu sein, animierte aber die Zuschauer immer wieder mitzumachen, seinen kleinen Finger und den Zeigefinger von sich streckend. Sänger und Gitarrist Aki Morimoto schliesslich, der mit seiner Sturmfrisur aussah wie ein japanischer Fussballspieler, beweihräucherte sich ironisch selbst und vollführte mit seiner V-Gitarre sexuelle Anzüglichkeiten und andere Kapriolen.

Vorbilder Black Sabbath

Dass die drei nicht nur Clowns sind, sondern auch richtig starke Musik spielen, bewiesen sie auf eindrückliche Art und Weise. Schon das erste Lied «I Can’t hear you» kam mit der Geschwindigkeit eines TGV von der Bühne. Erinnerte stark an The Hives, bloss etwas origineller. Dem Publikum wurden kaum Pausen gestattet, «alte» (die Band hat erst vor drei Jahren ihr erstes Album herausgebracht, nach weltweiten Touren seit 1999) Hits wie «Bastard» wechselten sich ab mit den Krachern vom neuen Album Transworld Ultra Rock. Natürlich durfte auch eine Hommage an das grosse Vorbild «Black Sabbath» nicht fehlen, eine grandiose Version von «Iron Man» wurde zum Besten gegeben. Obwohl in Zusammenhang mit EES oft von Punkeinfluss die Rede ist, ist eigentlich nicht viel davon zu sehen an einem Konzert. Punkig mag die Attitüde sein, der Sound aber ist Metal gepaart mit Rock’n’Roll. Die Abgrenzung deutlich machte Aki, als er das Publikum fragte, ob es Punkrock möge, nur um auf die zahlreichen «Yeah!» zu antworten: «I don’t! I like Metal!» Sollte uns auch recht sein, noch einmal das Ohr an die Verstärker, die gespreizten Finger in die Luft und sich so richtig wegblasen lassen. It’s only Rock’n’Roll but we like it!Die Vorband Animal Boys aus Biel lud zuvor zum rund einstündigen heiteren Ramones-Titelraten. Wer alle der gut fünfundzwanzig Lieder kannte, darf wohl bald der Band beitreten, sofern diese dasselbe Schicksal ihrer Vorbilder treffen würde. Das ist jetzt doch etwas geschmacklos, spassig war die Vorstellung auf jeden Fall, nur am Aussehen müssten die vier Jungs noch etwas feilen. Bloss wer will schon wie die Ramones aussehen?Fazit: Ein gelungener Abend in einem gut gefüllten Bad Bonn mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit den verrücktesten Japanern seit … na ja, mit den verrücktesten Japanern überhaupt.

Mehr zum Thema