Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Jetzt sehen wir Licht am Horizont»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Seit der Bund das Projekt Verbindungsstrasse Birch–Luggiwil 2008 übernommen hat, ist dieses nicht gross vorwärtsgekommen. Das Bundesamt für Strassen (Astra) brachte den Kanton als zusätzlichen Geldgeber ins Spiel und der Kostenverteiler wurde neu verhandelt (die FN berichteten). Heute steht fest, dass sich der Bund an den Gesamtkosten von rund 31 Millionen Franken (Genauigkeit ±10 Prozent) zu 75 Prozent mit rund 23,2 Millionen Franken beteiligt. Die Gemeinde Düdingen bezahlt 13,4 Prozent, was circa 4,2 Millionen Franken ausmacht, der Kanton 11,6 Prozent, das sind rund 3,6 Millionen Franken. Wie der Staatsrat gestern mitteilte, will der Bund das Projekt im Herbst öffentlich auflegen. Gehen keine Einsprachen ein, fahren 2016 die Bagger auf.

 Der Düdinger Ammann Kuno Philipona zeigt sich äusserst zufrieden über diesen Entscheid. «Jetzt sehen wir ein wenig Licht am Horizont.» Denn um die Arbeitszone Birch, einen strategischen Sektor von kantonaler Bedeutung, strassentechnisch erschliessen zu können, bedarf es dieser Strasse. Im Birch sollen sich neue Unternehmen ansiedeln und insgesamt 2000 Arbeitsplätze entstehen. Die Gemeindeversammlung hat 2009 für die Erschliessung dieser Zone einen Kredit von 6,8 Millionen Franken gesprochen–damit wird die Gemeinde ihren Kostenanteil finanzieren.

Staus verhindern

Doch nicht nur für die Erschliessung von Birch 1 und 2, auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit soll die Verbindungsstrasse beitragen. Bei der Autobahnausfahrt (von Bern her) bilden sich jeweils lange Rückstaus und Staus in Richtung Sika-Kreisel. «Die sind eine Zumutung», sagt der Syndic. Die Optimierung der Ausfahrt und der Umstand, dass viele Automobilisten direkt in Richtung Luggiwil abbiegen würden, sollen den Staus entgegenwirken.

Die Verhandlungen seien «relativ hart» gewesen, sagt Philipona, vor allem was eine geplante Fussgängerunterführung betreffe. Der Bund habe deren Notwendigkeit abgestritten, der Gemeinderat sich aber dafür eingesetzt. Von den Kosten der Unterführung von einer Million Franken übernimmt der Bund nun die Hälfte. Die Gemeinde zahlt 400 000 Franken, der Kanton 100 000.

Weil der Kanton ein direktes Interesse an dieser Strasse habe–unter anderem wegen der Arbeitszone Birch–, beteilige er sich finanziell daran, sagt Staatsrat Maurice Ropraz. «Ansonsten hätte der Bund eine einfachere Variante realisiert.» Er habe sich in vielen Gesprächen, zum Beispiel mit Bundesrätin Doris Leuthard, persönlich für die Strasse stark gemacht, sagt Ropraz. «Weil ich weiss, dass sie wichtig ist für den Sensebezirk.»

 Kuno Philipona zeigt sich mehr oder weniger zufrieden mit den 13,4 Prozent, für welche die Gemeinde aufkommen muss. «Natürlich wäre uns lieber gewesen, der Bund hätte noch mehr übernommen.» Doch die Kreisel, die gebaut werden sollen, um die Verbindungsstrasse mit der geplanten Umfahrungsstrasse und dem Quartier Industrie- und Gewerbezone 2000 zu verbinden, habe der Bund als Interesse der Gemeinde angesehen und entsprechend die Kostenaufteilung so gefordert.

Die Finanzierung solle sich auch nach den positiven Auswirkungen richten, sagt Olivier Floc’hic, Kommunikationsverantwortlicher beim Astra. Die Einigung zwischen Bund, Kanton und Gemeinde bezeichnet er als ausgeglichen. Danach gefragt, weshalb sich dieser Schritt so lange hingezogen habe, verweist er auf die über 100 Projekte, welche die Astra-Filiale in Estavayer-le-Lac zurzeit bearbeite, sowie die vielen Studien, die für solche Strassenprojekte nötig seien.

Keine voreiligen Schlüsse

«Diese Verbindung ist auch eine Voraussetzung für einen späteren Bau der Umfahrungsstrasse von Düdingen», heisst es im Communiqué der kantonalen Baudirektion. Eine ebenfalls von der Baudirektion präsentierte Studie stellt den Nutzen der Umfahrung jedoch als gering dar. «Wir müssen weiterhin für die Umfahrungsstrasse kämpfen», sagt Kuno Philipona. Für Olivier Floc’hic lässt sich von der Verbindungsstrasse, auch wenn sie als erste Etappe der Umfahrung gehandelt wird, nicht automatisch auf eine Realisierung schliessen. «Wir arbeiten aber weiter an diesem Projekt.» Ebenso tut dies die Direktion von Maurice Ropraz. Bundessubventionen sind aber nach wie vor keine zu erwarten.

Sensler Grossräte vereint: «Umfahrung ist unabdingbar»

D ie Sensler Grossrätinnen und Grossräte sämtlicher Parteien begrüssen die positiven Signale des Bundes zur Verbindungsstrasse Birch – Luggiwil, wie sie in einem Communiqué mitteilen. Sie reagieren darin aber vor allem auf die letzte Woche veröffentlichte Studie zu den Umfahrungsstrassen im Kanton, in welcher der Nutzen des Düdinger Projekts angezweifelt wird. Der Bau der Umfahrungsstrasse Düdingen sei für die Entwicklung der Gemeinde und des Sensebezirks unabdingbar, betonen sie. Für die Ansiedlung von Grossbetrieben, für Projekte mit verdichtetem Bauen und für die Aussiedlung von Gewerbebetrieben verlange der Kanton Strassen, die den Mehrverkehr aufnehmen könnten. Ohne Umfahrung werde diese Entwicklung gestoppt. Der Staatsrat habe es zudem unterlassen, bei der Präsentation der Studienresultate neben den technischen Aspekten eine politische Würdigung und Gewichtung vorzunehmen. Sie seien aber froh, so die Grossräte, dass die Planung der Strasse trotzdem weiter gehe. ak

Mehr zum Thema