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Kampf der Kuchen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Türe geht auf, es riecht herrlich nach Nidelkuchen in der Bäckerei Aebersold. Ulrike Aebersold begleitet uns in die Backstube. Wir sehen, wie man diesen Kuchen mit alter Tradition zubereitet. Zuerst macht man den Teig, den man eine Zeit lang ruhen lässt. Dann walzt der Bäcker ihn mit der Maschine. Anschliessend giesst man die erste Ladung sauren Rahm auf den Teig: Er riecht eklig. Weil er so dickflüssig ist, fliesst er nicht vom Teig. Der Bäcker schiebt den Kuchen in den Ofen. Nach einer Weile nimmt er ihn wieder raus. Mit dem Pinsel streicht er die zweite Ladung darauf. Das passiert drei Mal hintereinander, dann noch zwei Mal mit süssem Greyerzer Doppelrahm, ohne zu backen.

Den Bauch vollschlagen

Das heutige Rezept hat die Bäckerei Aebersold über drei Generationen entwickelt. Der traditionelle Vully-Kuchen hingegen wird nur einmal gebacken (siehe Rezept). Bei diesem drückt man die Finger in den Teig, damit der Rahm nicht runterfliesst.

Nach vielen Fragen und Erklärungen dürfen wir dann endlich den Nidelkuchen probieren. Dabei testen wir nicht nur den Geschmack, sondern auch den Geruch und das Aussehen. Bei allem erhält er von uns sehr gute Noten. Danach gibt es sogar noch ein zweites Stück. Alle finden ihn superlecker. Nach einem kurzen Verdauungsspaziergang zum See wollen wir von den Leuten, die vorbeilaufen, wissen, welcher Kuchen ihnen besser schmeckt. Die meisten Befragten finden, sie sind gleich fein. Nach der Mittagspause fahren wir mit dem Zug nach Sugiez. Dort ist es menschenleer. Im coolen Schaufenster der Guillaume-Bäckerei hat es gebackene Schildkröten, Krokodile und Schlangen aus Brot. Nach der Besichtigung des Schaufensters gehen wir hinein und probieren süssen und salzigen Vully-Kuchen. Die süsse Variante schmeckt uns etwas besser. Nach unserem Test gewinnt der traditionelle Kuchen knapp gegen die Murtner Variante.

Geschichte des Kuchens

Früher haben die Bauersleute in den Holzöfen gebacken. Weil sie kein Thermometer hatten, wussten sie nie, wie heiss es war. Als sie einen Brotteig machten, liessen sie immer ein kleines Stück übrig. Diesen kleinen Rest rollten sie flach aus und haben ihn in den Ofen geschoben. Wenn dieser schnell schwarz wurde, wussten sie, dass es noch zu heiss war. Wenn dieser Teig ganz lange gebraucht hat, um zu backen, haben sie noch mal Holz nachgelegt, damit es genug heiss wurde. Irgendwann ist jemand drauf gekommen, dass man Rahm auf das Stück Teig giessen kann. Rahm, Zucker und Speck hatten die Leute schon früher. Die Leute fanden diese Kombination lecker. So sagt man, ist der Nidel-Kuchen entstanden. Wir wollten natürlich auch herausfinden, welcher Kuchen an unserer Schule besser ankommt.

Als die Glocke zwei Tage später läutet, dürfen alle Kinder in der Pause ein Stück beider Kuchen probieren. Dann müssen sie sagen, welcher besser schmeckt. Wie Raubtiere stürmen sie auf uns zu, was ein bisschen stressig ist. Nur knapp gewinnt der Nidelkuchen mit 53 zu 44 Stimmen. Alle haben Freude daran, und jeder möchte am liebsten noch mehr davon.

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Traditionelles Nidelkuchen-Rezept

 

Rezept für ein Kuchenblech von 28cm Durchmesser:

 

Zutaten für Teig:

20g Hefe-

300g Mehl

6g Salz

40g Butter

180g Milch

 

Zutaten für den Guss:

150g Doppelrahm

30g Eigelb

80g Zucker

 

Zubereitung des Teigs

Alle Zutaten sehr gut kneten. Den Teig zugedeckt während ca. einer Stunde aufgehen lassen. Den Teig zu einer Kugel formen, dann mit dem Rollholz auf Blechgrösse ausrollen. Den Teig in das ausgebutterte Blech legen und mit einem feuchten Tuch zudecken. Nochmals ca. eine Stunde aufgehen lassen.

 

Zubereitung des Gusses:

Den Doppelrahm und das Eigelb gut vermischen. In den Teigboden mit den Fingern Vertiefungen eindrücken und den Guss auf dem Teigboden verteilen. Zuletzt den Zucker darüberstreuen.

 

Backen

Backofen auf 180 °C vorheizen. Blech in die Mitte des Ofens schieben und während 30–40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist.

 

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