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Kein schulfreier Mittwochnachmittag für die Freiburger OS-Schüler

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An den OS-Schulen fehlt die nötige Infrastruktur für einen freien Mittwoch­nachmittag. Aus diesem Grund hat der Grosse Rat eine Motion abgelehnt, die einen solchen forderte.

Dem Grossen Rat wären die Sympathien eines Grossteils der Freiburger OS-Schülerinnen und -Schüler sicher gewesen. Doch das Freiburger Parlament liess sich nicht von potenziellen künftigen Wählerstimmen leiten und verwarf gestern mit 62 gegen 29 Stimmen eine Motion, welche die Einführung eines schulfreien Mittwochnachmittags auf OS-Stufe forderte.

Der Vorstoss war von den Grossräten Yvan Hunziker (FDP, Semsales) und Ruedi Schläfli (SVP, Posieux) eingereicht worden. Ausserschulische Aktivitäten könnten am Mittwochnachmittag stattfinden, argumentierten die beiden Grossräte. Zur Kompensation könnten etwa begleitete Aufgabenstunden abgeschafft werden. Hunziker verwies auf Kantone wie Bern und Wallis, in denen der Mittwochnachmittag schulfrei sei. Dies würde es erleichtern, die Schule mit dem Programm zur Förderung von Sport- und Kunsttalenten zu vereinbaren. «Man lässt sonst den Kindern kaum mehr Zeit, Kind zu sein», so Schläfli.

Gewissen Sympathien

Die beiden Grossräte fanden in der Ratsdebatte eine gewisse Unterstützung. Gabrielle Bourguet (CVP, ­Granges) meinte, das Programm Sport-Kunst-Ausbildung würde gestärkt, und die anderen Kinder hätten mehr Erholung. Philippe Savoy (SP, Corpataux) befürwortete den freien Halbtag und fragte: «Sind wir so schlecht organisiert?» Man müsse nur die Aufgabenstunden abschaffen und könnte die 50-Minuten-Lektion verkürzen.

Zwei Grossräte schlugen vor, den freien Mittwochnachmittag mit der Einführung der Tagesschule zu verbinden. «So könnte Zeit und Raum gewonnen werden», meinte André Schneuwly (Freie Wähler, Düdingen). «Ich wünschte mir, dass die Idee geprüft wird und in Kürze notwendige Veränderungen umgesetzt werden.» Bernadette Hänni (SP, Murten) sagte, bei einer Tagesschule würde die Mittagspause kürzer und Schultransporte hinfällig.

Doch selbst Schneuwly bekannte: «Die Idee ist nicht realistisch. Sie würde die OS-Schulen überfordern. Die Planung der Lektionen und der Räume ist bei einem freien halben Tag gar nicht möglich.»

«Tagesschulen sind möglich»

«Es wäre eine Katastrophe», meinte Rose-Marie Rodriguez (SP, Estavayer). «Die Gemeinden sind mit der Infrastruktur jetzt schon am Limit.» Eliane Aebischer (SP, Düdingen) ergänzte: «Es hätte finanzielle Konsequenzen. Erst muss mit dem Geld das neue Schulgesetz umgesetzt werden.»

Da musste Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen (CVP) keine grosse Überzeugungsarbeit mehr leisten. Seine Direktion habe eine Vernehmlassung gemacht: «80 Prozent der Beteiligten sind dagegen, auch die Eltern.» Er betonte aber: «Tagesschulen sind nach dem neuen Schulgesetz möglich. Doch noch keine Gemeinde hat sie eingeführt.»

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