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Keine ruhige Minute

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Ephel-Duath-Konzert im Bad Bonn Düdingen

Autor: Von ANDREAS HIRSCHI

So mischten sich unter die im Club anwesenden Metalfans auch Leute, welche wohl eher der Jazzszene zuzuschreiben sind. Auf alle Fälle war das Bad Bonn gut besucht, was bei einem so experimentellen Musikstil doch positiv überraschte.

Energie und Anspruch

Früher frönten die Italiener dem progressiven, aber symphonischen Black Metal, wie er etwa von Emperor bekannt ist. Erst später entwickelte sich der absolut eigenständige Mix aus Hard Core, Metal und Prog-Jazz. Das Trio, auf Tournee mit einem Schlagzeuger verstärkt, explodierte vor Energie förmlich auf der Bühne. In keinem Moment hatten die Zuschauer die Möglichkeit, sich längere Zeit in ein Klangelement zu vertiefen. Von einer heftigen Metalecke wurde der Zuhörer ganz urplötzlich wieder auf eine entspannt blues-jazzige Gegenseite geschleudert. Und bevor er sich noch an die ruhigen Töne gewöhnt hatte, erfolgte schon wieder ein Break, ehe es dann in die am wenigsten erwartete Soundrichtung drehte. Da hatten Elektronik-Samples genauso Platz wie abgedrehtes Prog-Jazz-Gefrickel.Die wirren, aber dennoch schlüssigen Windungen erzeugten beim Zuhören ein Gefühl, als sei man ein Stück Treibholz in einem Sturm. Als einziger roter Faden wirkte die immer präsente Energie der Musik. In absoluter Präzision spielten sich die Musiker durch ihr Programm. Jeder ein echter Könner auf seinen Instrument.Einzig Sänger Luciano Lorusso George setzte da bewusst andere Akzente. Sein krächziger Hard-Core-Gesang bildete einen rauen, erdigen Kontrast zum Rest der Musik. Man hatte das Gefühl, er lasse sich auf der Musik treiben. Zwischendurch tauchte er tonlos durch die Stücke und lebte sie mit, ehe er sie dann wieder mit voller Inbrunst schreiend untermalte. Musik, welcher man sich nur schwer entziehen konnte und die einen in ihren Bann zog.

Soundinferno

Als Einstieg in den Abend wirkte der Berner Reto Mäder als «rm74». Der DJ führte die Besucher in eine beängstigende Klangwelt ein. Die apokalyptisch-dramatisch anmutende Mischung aus purem Lärm mit zwischendurch fragilen, melancholischen Melodien im Hintergrund erzeugte eine bizzare Spannung. Liess man sich darauf ein, projizierten die Töne albtraumhafte Bilder vor dem inneren Auge und liessen einen nicht mehr los. Einmal mehr zeigte sich, dass das Café Bad Bonn auch eine Heimat für Sounds bietet, welche sich abseits der gängigen Musikszenen bewegen.

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