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Keine Wiedergeburt des Trams in der Stadt Freiburg in Sicht

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Autor: Arthur zurkinden

Die Idee, eine Tramlinie vom Bahnhof Freiburg bis nach Marly zu bauen und dabei zum Teil das alte, noch bestehende Industriegeleise zu nutzen, stammt vom heutigen Oberamtmann des Sensebezirks, Nicolas Bürgisser. Er hat zusammen mit CVP-Grossrat Jean-Pierre Dorand (Freiburg) ein Postulat eingereicht, das eine Machbarkeitsstudie forderte. Mit 66 zu 0 Stimmen wurde das Postulat im September 2007 überwiesen. Gestern Mittwoch nahm der Grosse Rat nun Kenntnis vom Bericht des Staatsrates.

Die Freiburger Regierung kam darin zum Schluss, dass eine Tramlinie technisch zwar machbar, die Auslastung aber mit 7000 bis 8000 Reisenden pro Werktag zu gering wäre, um die hohen Investitions- und Betriebskosten zu rechtfertigen. Der Staatsrat schätzte die Investitionskosten auf 110 bis 180 Mio. Franken. Die Betriebskosten pro km würden im Vergleich zu jenen für Busse mindestens 2,5 Mio. Franken teurer sein. Staatsrat Beat Vonlanthen gab auch zu bedenken, dass die Kursintervalle höher sein würden und die Benützer längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssten.

Keine Begeisterung für Tramlinie

Auch im Grossen Rat war gestern keine grosse Begeisterung für eine Tramlinie in der Stadt Freiburg zu spüren. CVP-Sprecher Edgar Schorderet aus Marly bestätigte, dass die Bevölkerung nicht zufrieden wäre mit weniger Kursen. Für ihn kommen Trams in Grossstädten in Frage. «Eine solch teure Lösung für Freiburg ist aber undenkbar», meinte er und wollte vor allem wissen, wie weit das Projekt einer Verbindungsstrasse zwischen Marly und Matran gediehen ist.

Auch für FDP-Sprecher Jean-Daniel Wicht ist ein Tram in Freiburg auf einer solch kurzen Strecke finanziell nicht gerechtfertigt. Und laut SVP-Sprecher Daniel Gander kann das Tram den Verkehrsfluss beeinträchtigen.

Studie auf Grossfreiburg ausdehnen

Es gab aber auch andere Stimmen. SP-Sprecher Bernard Aebischer wie auch Jean-Pierre Dorand hätten gewünscht, dass die Machbarkeitsstudie auf ganz Grossfreiburg ausgedehnt worden wäre. Für Dorand ist eine Tramlinie nicht utopisch, wenn er an die Diskussionen denkt, die diesbezüglich in Biel geführt werden. Er wird jedenfalls mit neuen Interventionen im Grossen Rat aufwarten.

Auch MLB-Sprecherin Christa Mutter war enttäuscht, dass der Staatsrat nicht andere Lösungen analysiert hat. Sie wies einmal mehr auf die Rückständigkeit Freiburgs im öffentlichen Verkehr (ÖV) hin.

Staatsrat Beat Vonlanthen wehrte sich aber gegen die stete Kritik, welche den Eindruck erweckt, als stecke Freiburg hinsichtlich des ÖV noch im Mittelalter. Er rief die vielen Investitionen in den ÖV in den letzten Jahren in Erinnerung, die zu einem wesentlichen Ausbau des Angebots geführt haben. Bezüglich der Verbindungsstrasse Marly-Matran konnte er mitteilen, dass eine Machbarkeitsstudie Ende dieses Monats einem Steuerungsausschuss unterbreitet werde.

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