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«Klare Aufwertung des Standorts»

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Der Waffenplatz Drognens zwischen Romont und Siviriez soll bis 2023 erweitert werden und auch jene Rekruten aufnehmen, die derzeit in der Poya-Kaserne in Freiburg stationiert sind. Das letzte Wort zum Projekt hat die Bundesversammlung zwar erst diesen Herbst. Doch es liegt schon ein fertiges Projekt vor, und die Profile für die Bauten sind vor Ort auch schon ausgesteckt.

Platz für 1400 Betten

«Hintergrund ist das neue Stationierungskonzept der Armee», sagt Cyrille Roux, Kommandant des Waffenplatzes Drognens und Oberstleutnant im Generalstab. «Mit diesem soll auf diverse Standorte verzichtet werden, während andere ausgebaut werden.» Die Idee, den Standort Poya in Freiburg zu verlassen, ist in diesem Zusammenhang schon älter (die FN berichteten). Die dortige Nachschub-Rekrutenschule 45 soll in den Glanebezirk kommen. «Wie die Kaserne in Bern lag auch die Poya-Kaserne in Freiburg einst ausserhalb der Stadt und befindet sich mittlerweile in deren Zentrum», so Roux. Für eine Rekrutenschule sei dies immer weniger ideal. Zum einen gebe es Beschränkungen bezüglich der Lärmemissionen, zum andern sei es auch kompliziert in Bezug auf die Parkplatzsituation für zahlreiche militärische Fahrzeuge. Und schliesslich sei auch die Grösse des Übungsplatzes beschränkt. In Drognens gebe es all diese Defizite nicht, da man sich hier auf einer 168  Hektaren grossen Fläche ausserhalb der Stadt befinde.

Rund 900 Armeeangehörige sollen daher von Freiburg nach Drognens kommen, wo seit dem Jahr 1972 zwischen 600 und 700 Rekruten stationiert sind. Die Bettenkapazität soll in diesem Zuge von derzeit 860 auf 1400 erhöht werden. Der Umbau bedeutet aber auch 40 bis 50 neue Arbeitsstellen in Drognens. «Wir befinden uns jedoch noch in der Planungsphase», erläutert der Kommandant des Waffenplatzes. Kürzlich sei die Sicherheitspolitische Kommission des Ständerats vor Ort gewesen, um das Projekt genauer unter die Lupe zu nehmen. Und obwohl dieses noch nicht den Segen von Bundesbern erhalten habe, habe man bereits mit der Ausschreibung begonnen. Denn einen Plan  B gebe es nicht. Auch sei der Auszug aus der Poya-Kaserne bereits beschlossene Sache.

Dreistöckige Kaserne

Die geplante Erweiterung des Areals in Drognens umfasst vor allem drei Punkte, wie Roux zusammen mit Adjutant Alexandre Auderset bei einer Besichtigung vor Ort ausführt: der erste und wichtigste ist eine neue, dreistöckige Kaserne für etwa 600 Personen mit einer Fläche von knapp 2100 Quadratmetern pro Etage. «Auf diesen drei Etagen soll jeweils eine Kompanie samt Kader modular an einem Ort zusammengefasst untergebracht werden», bemerkt Roux dazu.

Angepasst werden soll zweitens aber auch die Verpflegungsstruktur. «Wir müssen die Küche unseres Waffenplatzes erweitern, da die bisherigen Kapazitäten auch bezüglich Lagerung schlicht nicht mehr ausreichen werden», so Roux. Das ziemlich neue und in einem guten Zustand befindliche Refektorium werde indes in seiner Grös­se unverändert bleiben. Es sei aber geplant, künftig in drei Ablösungen zu essen: um 11.30, 12 und 12.30  Uhr. Drittens soll eine neue, grössere und modernere Abfalltrennstelle errichtet werden. «Die Abfalltrennung ist uns sehr wichtig, auch im Sinne des Umweltschutzes», bemerkt Auderset dazu. «Und mehr Menschen, das bedeutet auch mehr Abfälle.»

«Der ganze Umbau beruht auf einem Zusammenspiel verschiedener Partner: Arma­suis­se, der Logistikbasis des Bundes und uns», so Roux. «Unsere Rolle ist es, die Bedürfnisse der Truppe einzubringen.»

Bauzeit: drei bis vier Jahre

Stimmt das Parlament dem Vorschlag zu, so könnte der Baubeginn 2019 erfolgen. Die eigentliche Bauphase wird dann drei bis vier Jahre dauern, so dass der Bau 2023 beendet ist. Budgetiert sind 40  Millionen Franken. Es sei geplant, für einen Grossteil der Arbeiten Firmen aus der Region zu berücksichtigen. Eine Herausforderung wird es sein, den normalen Betrieb des Waffenplatzes auch während der Umbauphase weiterzuführen – auch in der Küche. Dies stelle einen Challenge in mehrfacher Hinsicht dar, für die Wache, aber auch für die Mitarbeiter der Küche. Zuerst wird in der alten Küche weitergekocht, während die Erweiterung gebaut wird. Danach werden die Köche dorthin wechseln, während die alte Küche erneuert wird. «Wir werden auf derselben Fläche Bauarbeiter sowie Personen mit hohen Hygienevorschriften haben. Das wird nicht ganz einfach zu realisieren sein», so Roux. Wie Auderset sagt, könne man aber insgesamt auch von den Erfahrungen mit dem letzten Umbau in Drognens profitieren.

Auch das Gewerbe profitiert

«Für den Standort Romont bedeutet dieser Ausbau jedenfalls eine klare Aufwertung», hält Roux fest. Nicht zuletzt profitiere auch das lokale Gewerbe von der Vergrösserung des Waffenplatzes, etwa die Bäckereien und Metzgereien. Die anfänglichen Befürchtungen der anliegenden Gemeinden bezüglich eines Mehraufkommens an Verkehr hätten sich gelegt. Denn die neue Truppe gehöre zum Nach- und Rückschub und benutze nur kleinere Fahrzeuge.

Das Ganze gilt als erste Etappe der Erweiterung in Drognens, was darauf hinweist, dass die weiteren Schritte für die Zukunft ebenfalls bereits klar sind. Zum einen ist die neue Kaserne so konzipiert, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt nochmals um rund einen Drittel vergrössert werden kann. Und zweitens sei vorgesehen, dass eines Tages auch sämtliche Ausbildungsplätze der Armee im Kanton Freiburg hier vereint würden. Das sei derzeit aber noch Zukunftsmusik.

Poya-Kaserne

Es gibt noch keine konkreten Pläne

Im Zusammenhang mit dem geplanten Umzug der Armee von der Freiburger Poya-Kaserne nach Drognens steht auch die Frage im Raum, was für eine zivile Nachnutzung für das Poya-Areal in Freiburg vorgesehen ist.

Laut Didier Page, dem Kommunikationsverantwortlichen der Sicherheits- und Justizdirektion, ist hierzu zurzeit noch nichts Näheres bekannt. Dasselbe bestätigt auch Corinne Rebetez, Kommunikationsverantwortliche der Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektion, auf Anfrage.

«Das Datum des Umzugs wurde im Lauf der Zeit immer weiter nach hinten verschoben», sagt Page. Ursprünglich sei er für das Jahr 2019 vorgesehen gewesen. Die zuständige Arbeitsgruppe, welche sich mit der Nachnutzung der Poya-Kaserne befasse und in welcher der Kanton und die Stadt zusammenarbeiteten, habe sich schon seit längerer Zeit nicht mehr getroffen.

«Ausser Zweifel steht jedoch, dass dieses 47 000 Quadratmeter grosse Areal strategisch sehr wertvoll für den Kanton ist», so Page. Es verfüge nicht nur über eine ansehnliche Grösse, sondern auch über eindrucksvolle Gebäude. Ein Umbau derselben anstelle eines Neubaus sei durchaus denkbar. Ausserdem habe sich das umliegende Quartier dank dem neuen Poya-Bahnhof in letzter Zeit stark entwickelt. Auch das Eisstadion befinde sich in der Nachbarschaft.

Ideen für Nachnutzungen gebe es zahlreiche, so Page weiter. Möglich wären Raum für die kantonale Verwaltung, eine Wohnnutzung, Gewerbe – oder auch eine Mischung all dieser Elemente.

jcg

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