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Kritik am Amphibienzaun

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Amphibienzäune im Entenmoos in Rechthalten sollen dafür sorgen, dass Frösche und Kröten sicher zum Laichen ins Entenmoos gelangen. Während 20 Jahren hatte sich ein Ehepaar um den Zaun und die Tiere gekümmert. Dieses Jahr nun ist es eine Gruppe von Asylsuchenden der provisorischen Unterkunft in Düdingen, die den Zaun aufgestellt hatte und mit dem Leeren der Plastikeimer betraut wurde (die FN berichteten).

Nun ist ein Rechthaltner nicht zufrieden mit der Arbeit der Asylsuchenden: Er habe zuschauen müssen, «wie sich die Graureiher an den nicht geleerten Eimern gütlich taten», schrieb er den FN. Ein richtiges Festessen für diese Vögel sei dies gewesen.

Aus seiner Sicht ist die Übung mit den Asylsuchenden deshalb «total misslungen». Denn die Eimer müssten unbedingt täglich geleert werden, ansonsten sei die Aktion kontraproduktiv. Zudem müssten die Zäune kontrolliert werden. Nach dem stürmischen Wetter der vergangenen Tage sei zum Beispiel ein Teil des Zaunes beschädigt worden, so dass die Tiere ungehindert zur Strasse marschieren könnten, wo sie überfahren würden.

Von Kritik überrascht

Den Leiter der provisorischen Asylunterkunft in Düdingen erstaunt diese Kritik sehr. Die Asylsuchenden würden sich grosse Mühe geben, die Arbeit auszuführen. «Sie haben sich freiwillig gemeldet, weil sie etwas Gutes für die Gemeinde tun möchten.» Die Eimer in Rechthalten würden jeden Tag geleert, dies bis spätestens um zehn Uhr morgens. «Wir waren jeden Tag dort.» Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde laufe weiter, bis keine Frösche und Kröten mehr vorzufinden seien.

Der Arbeitseinsatz der Asylsuchenden geht auf eine Äusserung zurück, die Urs von Daeniken vom Staatssekretariat für Migration in Giffers am Informationsabend zur Einrichtung eines Bundeszentrums für 300 Asylsuchende in der Guglera gemacht hatte: Er sagte damals, dass Gemeinden einen Nutzen aus der Anwesenheit von Asylsuchenden ziehen könnten. Da sich aus der Bevölkerung niemand für die Nachfolge des Ehepaars aus Rechthalten fand, nahm ihn der für den Naturschutz verantwortliche Gemeinderat Hugo Schuwey beim Wort. Der Rechthaltner gleiste die Zusammenarbeit mit dem Asylzentrum auf. Mit dieser ist er sehr zufrieden, wie Hugo Schuwey auf Anfrage erklärt. Er habe keine negative, sondern nur positive Rückmeldungen erhalten und sei glücklich über die gefundene Lösung mit den Asylsuchenden, betont Schuwey.

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