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Kritik am geplanten Murtner Parkhaus

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Wie das künftige Parkhaus auf dem Viehmarkt vor dem Murtner Berntor aussehen soll, ist schon lange klar: Die Gemeinde schrieb letztes Jahr einen Wettbewerb für das Bauprojekt aus, und im September 2013 gab die damit beauftragte Fachjury bekannt, welches Projekt sie zum Sieger auserkoren hat. Es ist das Parkhaus mit dem Namen «Prinz von Tarent». Dieses wird zur Hälfte über dem Boden gebaut und beherbergt 300 Parkplätze (siehe Kasten).

Nun wird Kritik laut: An der nächsten Generalratssitzung vom 30. April reicht die FDP eine Motion ein: Innert Jahresfrist will die Partei vom Gemeinderat Variantenvorschläge zum Bau des Parkhauses Ost unterbreitet bekommen. Am liebsten möchte die FDP ein unterirdisches Parkhaus bauen. In der Bevölkerung sei dies nämlich sehr wohl ein Thema, sagt FDP-Präsident Thomas Bula.

Die FDP kritisiert in ihrer Motion weiter, dass beim Wettbewerb die Kosten zu wenig stark miteinbezogen wurden. Die Partei verlangt vom Gemeinderat, dass er für das Siegerprojekt eine detaillierte Kostenschätzung ausarbeitet.

«Kein Luxusparkhaus»

Dem Gemeinderat gehen die Forderungen der FDP zu weit. Er beantragt dem Generalrat, die Motion abzuweisen. Für das Siegerprojekt «Prinz von Tarent» bestehe bereits eine erste Grobkostenschätzung, begründet der Gemeinderat in einer Stellungnahme. «Wir gehen von Kosten von rund 15 Millionen Franken aus», konkretisiert die zuständige Gemeinderätin Ursula Schneider Schüttel (SP). «Der Gemeinderat ist überzeugt, dass es vom Preis her kein Luxusparkhaus wird.» Noch dieses Jahr werde der Gemeinderat dem Generalrat einen Planungskredit unterbreiten. «Wenn der Generalrat diesem Kredit zustimmt, können wir die Detailplanung mit einer genaueren Kostenschätzung an die Hand nehmen.»

«Ein Klotz wird hingestellt»

Mit der Kritik der FDP einverstanden zeigt sich CVP-Fraktionspräsident Hugo Wanner. Auch er stellt das Siegerprojekt infrage: «Ich bin gar nicht glücklich damit», sagt er. Er spricht von einem «Klotz», der auf dem Viehmarkt hingestellt werden soll. Statt ein solches Parkhaus zu bauen, solle man laut ihm andere Optionen in Betracht ziehen. Einerseits könne der Gemeinderat das City-Parking beim Coop aufstocken. «Das kostet wenig, bringt viel und ist sofort umsetzbar», sagt Wanner. Auch sieht er Potenzial auf dem Migros-Parkplatz an der Bernstrasse. Die Migros plant, ihre Filiale um- und auszubauen und ein unterirdisches Parkhaus zu realisieren (die FN berichteten). «Bei diesem Parkhaus könnte sich die Gemeinde einkaufen», schlägt Wanner vor.

Das Siegerprojekt nicht zu realisieren, wäre theoretisch möglich, sagt auch Gemeinderätin Schneider Schüttel: «Bauen wir kein Parkhaus, hätte dies keine schwerwiegenden Konsequenzen auf das Siegerprojekt.» Problematischer wäre es für sie, wenn anstatt des Siegerprojekts ein anderes Projekt–zum Beispiel ein unterirdisches Parkhaus–gebaut würde. «Dann müssten wir den Architekten des Siegerprojekts finanziell entschädigen.» Wie hoch die Entschädigung ist, kann Schneider Schüttel nicht sagen.

 «Könnte damit leben»

Allerdingst stellen nicht alle Parteien das geplante Parkhaus infrage. Ob das Gewinnerprojekt gefalle, sei Geschmacksache, sagt SVP-Präsident Fritz Wüthrich. «Ich könnte vermutlich schon damit leben.» Auch SP-Fraktionspräsidentin Chantal Müller will nun erst einmal abwarten. «Wenn man sieht, dass das Projekt zu hohe Kosten nach sich zieht, muss man halt noch einmal über die Bücher», sagt sie. Die GLP hingegen kritisiert den «Prinzen von Tarent», aber aus anderen Gründen als die FDP. «Das Kriterium der nachhaltigen Bauweise ging beim Wettbewerb vergessen», sagt GLP-Präsident Martin Leu.

Siegerprojekt: Fünf Etagen und 300 Parkplätze

D as Gewinnerprojekt «Prinz von Tarent» soll auf dem Viehmarkt vor dem Berntor gebaut werden. Es ersetzt den heutigen Viehmarkt-Parkplatz und bietet mehr Platz für Autos. Der «Prinz von Tarent» wird zur Hälfte über dem Boden und zur Hälfte unterirdisch gebaut, die 300 Parkplätze verteilen sich auf fünf Etagen. Die Einfahrt ins Parkhaus erfolgt laut den Plänen über den bestehenden Kreisel beim Hotel Murten. Aus dem Parking herausfahren werden die Autofahrer auf der oberen Seite bei der Meylandstrasse. Für die Fussgänger sind ebenfalls zwei Zugänge geplant. Die Pläne für das Parkhaus entworfen hat der Architekt Lukas Baumann aus Andermatt. Beraten wurde er vom Murtner Architekten Peter Tanner.

85 Projekte eingegangen

Eine Fachjury hat das Siegerprojekt im September 2013 bekannt gegeben. Auswahl hatte die Jury genügend: Insgesamt sind 85 Projekte eingegangen. hs

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