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Kurt Käser: Zusammenarbeit ist ausbaufähig

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Kurt Käser hat mit seiner Fachkompetenz und seinem Engagement massgeblich zum ausgezeichneten Ruf des Standorts Freiburg für industrielle Chemie beigetragen. Die FN haben ihn auch über die Zusammenarbeit mit der Industrie befragt.

Die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Fachhochschulen sowie der Wirtschaft gewinnt heute immer mehr an Bedeutung. Wie sieht dies an der Hochschule für Technik und Architektur aus?

Angefangen hat sie mit Prof. Josef Portmann, der die Chemieabteilung am damaligen Technikum gegründet hat. Er war Vorstandsmitglied in der Division Industrielle Chemie der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft. In diesem Berufsverband pflegte er viele persönliche Kontakte mit Vertretern der Industrie. So hat die Industrie schon oft Projekte als Diplomarbeiten an unserer Schule vergeben. Dabei kann es auch vorkommen, dass die Studenten im Werkareal der Firma tätig sein können. Der im Jahre 1975 erstellte Bau des Technikums war als reines Schulgebäude konzipiert worden und hatte keine Grosslabors. Unsere damaligen Labors waren in einem uralten Flügel des Naturhistorischen Museums untergebracht. Dann endlich im Jahre 1996 konnten wir den heutigen Neubau beziehen, der auch mit entsprechenden Labors für eine Zusammenarbeit mit der Industrie ausgerüstet ist. Der Einzug in den heutigen Neubau war für uns ein Quantensprung von der grauen Vorzeit in die Zukunft. Und wir konnten so auch Industriearbeiten annehmen.

Die Mitgliedschaft im erwähnten Berufsverband hat zudem bewirkt, dass wir die Freiburger Symposien ins Leben rufen konnten. Alle zwei Jahre kommen aus der ganzen Schweiz interessierte Produktionschemiker nach Freiburg zur Weiterbildung. Und sie können sich überzeugen, dass Freiburg kein schwarzes Loch zwischen Bern und Lausanne ist, sondern vielmehr eine besuchenswerte Stadt und ein Studienort für Chemie. Nach dem plötzlichen Tod von Josef Portmann habe ich seine Nachfolge im Verband angetreten.

Würden Sie die Zusammenarbeit mit der Industrie heute als ausreichend beurteilen?

Es besteht sicher noch Potenzial, um diese Zusammenarbeit zu erweitern. Einige Unternehmen sind zwar heute noch der Meinung, dass wir angewandte Forschung gratis betreiben sollten, da die Schule ja vom Staat finanziert wird. Die Zusammenarbeit erfolgt aber auf Mandatsbasis. Mit diesen Geldern können wir u. a. technische und wissenschaftliche Mitarbeiter engagieren, die uns in der Lehre stark unterstützen und die es für eine wissenschaftliche Mandatsarbeit braucht.

Chemieunternehmen haben selber grosse Forschungsabteilungen. Wieso gelangen sie dennoch an die Schulen?

Es gibt Unternehmen, die selber nur wenig Zeit zur Forschung haben. Sie haben beispielsweise ein Problem, das ihnen zwar Sorge bereitet, aber dessen Lösung nicht vordringlich und nicht matchentscheidend ist. Und für dieses sekundäre Problem fehlt ihnen die Zeit, es intern zu lösen. Es ist zudem oft auch günstiger, ein Forschungsprojekt an eine Hochschule zu vergeben, oder zumindest nicht teurer. Denn so müssen intern keine Anlagen freigestellt werden, und der Produktionsrhythmus wird nicht gestört. Einige Betriebe haben vielleicht nur Labors für die Qualitätskontrolle, nicht aber für Forschungsprojekte.

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