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Leerwohnungsbestand bleibt tief

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Leerwohnungsbestand bleibt tief

Die Quote sinkt im Kanton Freiburg nochmals geringfügig

Im Gleichschritt mit der gesamtschweizerischen Entwicklung ist die Leerwohnungsquote auch im Kanton Freiburg seit 1998 kontinuierlich gesunken. Im vergangenen Jahr hat sich diese nun aber nahezu stabilisiert. Sie betrug 0,94 Prozent, während der Wohnungsbestand leicht anstieg.

Von WALTER BUCHS

Per Ende 2003 wurde der approximative Gesamtwohnungsbestand im Kanton Freiburg mit 109 746 Einheiten (+ 1392) angegeben, wie Angaben des Bundesamtes für Statistik zu entnehmen ist. Am 1. Juni 2004 – dem Stichtag der jährlichen Erhebung – zählte man 1029 (-17) leere Wohnungen. Dies ergibt im Kanton eine Leerwohnungsquote von 0,94 Prozent (-0,03%). Auf Landesebene wird diese Vergleichszahl mit 0,91 Prozent unverändert angegeben. Freiburg nähert sich damit immer mehr dem Landesdurchschnitt. – Liegt die Quote unter 1,8 Prozent, spricht man im Mietrecht bereits von Mangel an Wohnraum.

Grosse regionale
Unterschiede

Die Unterschiede zwischen den Kantonen sind allerdings sehr gross. Die Leerwohnungsziffer variiert nämlich zwischen 2,32 Prozent im Kanton Glarus und 0,15 Prozent in Genf. Mit gut einem Prozent hat der Kanton Bern, der mit 4852 Einheiten insgesamt am meisten leere Wohnungen verzeichnet, ähnliche Verhältnisse wie Freiburg. Nicht ganz so krass sind die Unterschiede zwischen den Freiburger Bezirken.

Mit 1,47 Prozent weist der Saanebezirk die höchste Leerwohnungsziffer auf (siehe Grafik). In der Stadt Freiburg betrug diese 2,1 und in Villars-sur-Glâne 1,87. In den grössten Agglomerationsgemeinden ist somit der Wohnungsmarkt intakt. Innert Jahresfrist hat der Anteil der leeren Wohnungen im Sensebezirk von 0,59 auf 0,76 Prozent zugenommen, womit sich die Situation für Wohnungssuchende leicht verbessert hat. Eine leichte Zunahme erfuhr auch der Broyebezirk, während die Situation im Seebezirk auf einem sehr tiefen Niveau praktisch stabil ist.

Markant abgenommen hat der Anteil des leer stehenden Wohnraums in den beiden südlichen Bezirken Broye und Vivisbach. Die 0,17 Prozent sind als Wohnungsnotstand zu bezeichnen. In den genannten beiden Bezirken ist offensichtlich die steigende Attraktivität als Wohnraum spürbar für Leute, die in der Region Lausanne-Vevey berufstätig sind.

Leere Neubauten

Bemerkenswert ist, dass sich im Kanton Freiburg die Zahl der leer stehenden Neu wohnungen innert Jahresfrist von 51 auf 95 fast verdoppelt hat, während die Zahl der leeren Wohnungen in den Bauten, die älter als zweijährig sind, von 995 auf 934 abgenommen hat. Bei den Haustypen hat sowohl die Zahl der leer stehenden Wohnungen in Einfamilienhäusern als auch jene in Mehrfamilienhäusern zwischen dem 1. Juni 2003 und dem
1. Juni 2004 abgenommen.

Unterschiedliche Entwicklungen sind ebenfalls je nach Grösse der Wohnungen feststellbar. Die Anzahl der 4- sowie der 6- und Mehrzimmerwohnungen, die entweder zu vermieten oder zu verkaufen sind, hat in der Berichtsperiode zugenommen. Bei den anderen Wohnungsgrössen ist ein weiterer Rückgang der Verfügbarkeit feststellbar.

Von den 1029 Mitte des vergangenen Jahres leer stehenden Wohnungen waren 815 zur Vermietung ausgeschrieben. 214 waren zu verkaufen.
Zurückhaltender Wohnungsbau

Obwohl in verschiedenen Freiburger Bezirkshauptorten wie Estavayer-le-Lac und Châtel-St-Denis, aber auch Murten und Romont/Remund Wohnungsknappheit, ja nahezu Wohnungsnotstand herrscht, hat sich dies noch nicht auf die Bautätigkeit ausgewirkt. Im vergangenen Jahr wurden nämlich im Kanton Freiburg gemäss Angaben des Amtes für Statistik insgesamt 2191 Neuwohnungen bewilligt. Das sind drei Prozent weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang geht voll auf das Konto der Mehrfamilienhäuser. Innert Jahresfrist ist nämlich die Zahl der bewilligten Einfamilienhäuser von 846 auf 1030 Einheiten angestiegen.

Effektiv entscheidend für den verfügbaren Wohnraum sind aber nicht die bewilligten, sondern die tatsächlich begonnenen resp. fertiggestellten Neuwohnungen. Die entsprechenden Daten für 2004 liegen noch nicht vor. Ein Vergleich der Ergebnisse der ersten drei Quartale lässt aber den Schluss zu, dass im vergangenen Jahr im Kanton mehr Neuwohnungen fertiggestellt wurden als in den beiden Vorjahren. wb

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