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Lehrstuhl für Paraplegie ist so gut wie verloren

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Autor: irmgard lehmann

Freiburg Noch vor wenigen Monaten wollte die Schweizerische Paraplegiker-Stiftung SPS in Nottwil die Professur für Gesundheitswissenschaften an der Universität Freiburg einrichten. Das war quasi eine beschlossene Sache – nur die Modalitäten waren noch zu klären.

Bund anerkennt Forschungszentrum

Nun aber hat sich das Blatt gewendet. Ausschlag hiefür gab der Bund, der das Forschungszentrum der SPS als subventionswürdig anerkannte. Drei Millionen Franken Fördergelder will der Bund dem Institut Schweizer Paraplegiker Forschung (SPF) zukommen lassen.

Dieser Betrag ist jedoch an die finanzielle Beteiligung des Kantons Luzern gekoppelt. 3,5 Millionen Franken sollte der Kanton Luzern in die Paraplegiker-Forschung einfliessen lassen, wie Bruno Frick, Präsident der Stiftung SPS und CVP-Ständerat, Aussagen in der «Neuen Luzerner Zeitung» bestätigte.

Luzern am längeren Hebel

Nachdem aber im Juni bekannt geworden war, dass der Lehrstuhl in Freiburg eingerichtet werden sollte, hat sich der Luzerner Kantonsrat geweigert, dem Institut Schweizer Paraplegiker Forschung (für die Jahre 2008-2011) die 3,5 Millionen zu sprechen.

Wenn schon für Forschung Kantonsbeiträge geleistet werden müssen, dann wolle man auch den Lehrstuhl im eigenen Kanton haben, lautete plötzlich die Forderung.

Wie Bruno Frick auf Anfrage sagte, habe Luzern zu einem früheren Zeitpunkt kein Interesse gezeigt, den Lehrstuhl im Kanton anzusiedeln. «Jetzt haben wir faktisch keine andere Wahl, als auf die Forderung von Luzern einzugehen», bemerkte er.

Den Betrag von 3,5 Millionen muss das Luzerner Kantonsparlament Anfang November allerdings noch absegnen. Bei einem Ja zum Staatsbeitrag und erfolgreichen Vertragsverhandlungen startet der Lehrstuhl an der Universität Luzern in einem Jahr.

Bedauern über die Wende

Stiftungspräsident Frick bedauert, dass Freiburg nun den Kürzeren zieht. Immerhin hat Frick im Juni noch erklärt, dass die «Stiftung immer beabsichtigt habe, in Freiburg eine Professur in sozialwissenschaftlicher und interdisziplinärer Paraplegieforschung zu ermöglichen». Die Errichtung einer halben Professur war denn auch für nächsten Herbst vorgesehen. Immerhin hätte die SPS der Uni Freiburg pro Jahr eine halbe Million Franken eingebracht – in 20 Jahren wären dies 10 Millionen Franken gewesen.

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