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Lust auf einen einfachen Lebensstil

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Autor: Nicole Jegerlehner

Nächsten Dienstag entflieht die Familie Strauss-Cavaleri dem bitterkalten Winter: Sie fliegt nach Mwanza im Norden Tansanias, direkt am Viktoriasee. Doch nicht Ferien hat die Familie geplant: Die 40-jährige Cristiana Cavaleri, der 39-jährige Florian Strauss, der dreieinhalb Jahre alte Achille und die sechsmonatige Selma bereiten sich auf einen dreijährigen Aufenthalt in Afrika vor. In Mwanza werden die Eltern einen Einführungskurs in die Sitten des Landes und einen Suaheli-Sprachkurs besuchen; danach reisen alle in den Süden. Dort lassen sie sich im Dorf Ndanda nieder.

Reisen ist zu oberflächlich

«Ich habe schon immer überlegt, einmal anderswo als in der Schweiz zu leben», sagt Florian Strauss. Auf ausgedehnten Reisen habe er gemerkt, dass er länger bleiben, das Leben der Leute kennenlernen möchte. «Reisen geben nur einen oberflächlichen Einblick in ein Land», sagt der Geologe, der die letzten neun Jahre als unabhängiger Bergführer gearbeitet hat. Auch die Lust nach einem einfacheren Lebensstil habe ihn motiviert.

Neugierig auf die weite Welt

Cristiana Cavaleri gibt vor allem Neugierde als Grund an. «Das Leben in der Schweiz kennen wir – nun wollen wir sehen, wie das Leben anderswo funktioniert.» Ihr sei wichtig, dass ihre Kinder sähen, wie andere Menschen lebten. Zudem habe sie sich darauf gefreut, einmal mit ihrem Mann zusammen ein Projekt auf die Beine zu stellen, sagt die Sozialarbeiterin. «Sonst gehen wir beide unserer Arbeit nach und sehen uns zu Hause; bei den Reisevorbereitungen haben wir zusammengearbeitet – es war ein schönes Erlebnis.»

Spitex für Aidskranke

Die beiden sind von der schweizerischen Nichtregierungsorganisation Interteam angestellt. Die Organisation kommt für die Reisekosten, die Sozialversicherungen und den Lebensunterhalt der Familie auf. In Ndanda wird Cristiana Cavaleri Freiwilligenarbeit für die Pfarrei Ndanda leisten. Zur Pfarrei gehören auch sechs umliegende Dörfer. Cavaleri leitet die Spitex für Aidskranke, das Aids-Präventionsprogramm in den Schulen und ein Programm für Waisenkinder. «Ich sehe meine Aufgabe darin, mit den Menschen vor Ort so zusammenzuarbeiten, dass sie in drei Jahren das Projekt leiten können», sagt Cavaleri.

Florian Strauss wird in der ersten Zeit als Hausmann fungieren. Später, wenn sich die Familie eingelebt hat, wird er sich vor Ort nach einer freiwilligen Beschäftigung umsehen.

Nicht in eine Grossstadt

Dass die Familie nach Afrika reist, ist ein Zufall, der sich durch die Arbeitsangebote der Hilfswerke ergeben hat: «Es hätte auch ein anderer Kontinent sein können», sagt Cristiana Cavaleri. Sie selber habe aber von Anfang an auf Afrika tendiert: «Diese Kultur ist mir fremder als andere, ich finde den Zugang kaum – und das macht mich noch neugieriger.» Florian Strauss ist das Umfeld wichtiger als das Land: «Ich hätte nicht in eine Grossstadt ziehen wollen, ich freue mich auf das ländliche Gebiet im Süden Tansanias.»

Der Zeitpunkt sei ideal für einen Auslandaufenthalt, sagen die beiden Eltern: Die Kinder seien in einem Alter, in dem sie sich problemlos an neue Situationen anpassen könnten. Und bei der Rückkehr wird Achille sechseinhalb Jahre alt sein und eingeschult werden.

Keine Glace, dafür Löwen

Achille freut sich auf das Leben in Afrika, auch wenn es dort weder Schokolade noch Glace gibt. «Dort hat es viele Tiere», sagt er. Und zu seinem Vater meint er: «Wir dürfen das Fernglas nicht vergessen, damit wir sie beobachten können.» Doch vor den Löwen fürchte er sich ein wenig.

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