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Lust auf Fussball – aber mit Respekt

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36 Kinder und Jugendliche am Street-Soccer-Camp in Wünnewil

Autor: Von MARC RAEMY

«Die Reaktionen sind hammermässig», sagt René Fiechter, Gründer des Street-Soccer-Verbands Schweiz (SSVS) und Initiator und Leiter der Camps, welche seit 2004 vom Schweizer Fussballverband anerkannt und zertifiziert werden. Sie finden mittlerweile während der gesamten Schulferienzeit, manchmal sogar zwei parallel, in der ganzen Schweiz statt.«Ich will damit allen Kindern, die Fussball spielen wollen, das Fussballspielen auch ermöglichen», erklärt der 53-jährige Familienvater aus Neftenbach bei Winterthur einen Teil seiner Beweggründe und erwähnt die Probleme vieler Fussballvereine, welche aus Platz- und Trainermangel oft nicht mehr alle Kinder aufnehmen können. «Es ist auch schon vorgekommen, dass ein Verein Kinder auf Wartelisten gesetzt hat, um die Gemeinde zum Bau eines neuen Fussballplatzes zu bewegen. Das kann es nicht sein», so Fiechter weiter.

Einheimische YB-Spieler als Gäste

Er, der schon früher Fussballcamps organisiert hatte und seit 33 Jahren Fussballer trainiert, ist etwas im Stress. Draussen warten die Kinder auf den Abschluss des morgendlichen Trainingsblocks. Sie sind umgeben von buntem, teilweise exotischem Trainingsmaterial, Werbefahnen, Zeltchen, Toren und einer Musikanlage.Nebst der Förderung des fussballerischen Könnens in den Trainingseinheiten stehen jeden Tag viel Spiel und Spass auf dem Programm. Es gibt Spielturniere und Spezialwettbewerbe wie den Scharfschützen- oder den Ballzauberercontest, bei denen die Sieger jeweils mit Diplomen ausgezeichnet werden. Auch Rhythmus und Musik sind ins Programm integriert. Am Freitagnachmittag waren als besonderes Zückerchen ausserdem die beiden Wünnewiler YB-Profis Marco und Christian Schneuwly zu Gast.«Man kann auf jeden Fall sagen, dass die Kinder begeistert sind. Trotz Kälte und Bise jammerten sie nie und wollten immer sofort wieder raus», berichtet Hansueli Frehner, Vorstandsmitglied des FC Wünnewil. Er war als Buvettier beim Camp dabei. Der FC Wünnewil hatte die Durchführung des Camps initiiert und seine Infrastruktur zur Verfügung gestellt.Die Betreuung scheint gut zu sein. «Es ist das beste Camp in diesem Jahr. Die Leute sind sehr zuvorkommend, und die Kinder verhalten sich sehr korrekt», sagt Fiechter. Nächstes Jahr wird voraussichtlich wieder eine Ausgabe in Wünnewil stattfinden.

Jugendarbeit auf andere Weise

Hinter den Camps steckt aber mehr als nur Fussball. Nebst der fussballerischen Schulung haben sie explizit eine soziale Schulung zum Ziel und wollen längerfristige Jugendarbeit leisten. «Die Camps sind ganz klar auf Fairplay ausgerichtet. Toleranz und Rücksichtnahme werden über den Fussball gestellt», sagt Fiechter. Das Motto ist «Fussball mit Respekt». Und dies wird auch gelebt, wie Hansueli Frehner mit einer Anekdote bestätigt.Das ist bei René Fiechter kein Wunder. Er ist nämlich auch anderweitig für sein soziales Engagement bekannt. Selbst betroffen von einem Schicksalsschlag, der ihm das Ausüben seines ehemaligen Berufs nicht mehr ermöglicht – früher war er zudem nebenberuflich Amtsvormund -, trainiert er auch die Schweizer «Homeless»-Nationalmannschaft, die Nationalmannschaft der obdachlosen und sozial randständigen Personen. Über ihre Reisen an die Homeless-Weltmeisterschaften sind bereits ein Buch mit dem Titel «Offside» sowie ein Dok-Film erschienen, welcher vor einigen Monaten auf SF1 zu sehen war.

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